Massendefekt live: 18.04.2015, Turock, Essen

Mai 5th, 2015 | By Jan

Massendefekt live: 18.04.2015, Turock, Essen

Die Faktoren Samstagabend, Sonne, Bier und Punkrock lieferten Mitte April perfekte Voraussetzungen fürs „Massendefekt“ Konzert im Essener „Turock“ bei festivalähnlicher Atmosphäre. Das Konzert fiel genau mit einem der ersten Frühlingswochenenden des Jahres zusammen, an dem die Sonne richtig in die Vollen ging. Viele Konzertbesucher ließen sich also im nördlichen Teil der Essener Innenstadt, wo diverse abgerockte Metal- und Punkkneipen bzw. –Clubs angesiedelt sind, in den Biergärten und auf dem Platz vor dem „Turock“ nieder und genehmigten sich noch ein paar Bierchen in der Abendsonne zur Einstimmung.

Doch nicht nur die längst überfällige Frühlingssonne stärkte „Massendefekt“ an diesem Abend den Rücken, sondern auch gleich zwei großartige Vorbands verkürzten das Warten auf die vier Jungs aus Meerbusch bei Düsseldorf. Ein feines Doppelpack bestehend aus zwei Bands aus München: „Whiskey Foundation“ und „Blackout Problems“.

Die „Whisky Foundation“ erwies sich als eine lupenreine Bluesband, ein absoluter musikalischer Leckerbissen mit hohem Coolness-Faktor, nach kultigen Bands aus früheren Zeiten klingend, ohne dabei altbacken zu wirken. Hat viel Spaß gemacht und die Resonanz nach dem Auftritt in Smalltalks am Urinal (wo man halt so auf Konzerten flüchtig ins Gespräch kommt 😉 ) war voll des Lobes.

Gleiches galt für die „Blackout Problems“ (Ja, das Bier muss halt irgendwohin). Diese kamen musikalisch stadionrockartig pompös daher (Da wird während des Openers erstmal auf der Bühne die Pauke gedroschen) und unterstrichen dies durch ihr Repertoire an großen Rockstarposen. Das wurde direkt während des ersten Songs deutlich, indem Sänger Mario mitten durchs Publikum stürmte und in bester Campino-Manier außen am Geländer einer Treppe fast bis zur Empore des „Turocks“ hochkletterte. Beim Publikum machte das auf jeden Fall Eindruck. Selten habe ich gesehen, wie eine Vorband so schnell vom Großteil des Publikums angenommen und abgefeiert wurde wie „Blackout Problems“. Die Show wirkte zum Teil fast schon eher wie ein Hauptact statt wie eine Vorgruppe. Sehr gekonntes Spiel mit dem Publikum und ein Sound, der gefühlt hoch hinaus will. Mir hat’s definitiv gefallen und während ich hier schreibe, läuft bei mir gerade ihr 2012er Album „Life“.

Nach kurzer Verschnaufpause erklang dann „Major Tom“ als Intro von „Massendefekt“. Gänsehaut schon allein bei der Lautstärke mit welcher das komplette Publikum die Refrainzeile „…dann hebt er ab und völlig losgelöst“ mitsang. Stimmungsmäßig ein guter Vorgeschmack auf das, was noch folgen sollte.

Als dann „Der Weg“ als Opener startete, war die komplette Menge nicht mehr zu halten und sofort voll in Bewegung. Ein gelungener Auftakt mit feiernder Meute, die den ganzen Abend über nicht gemäßigter unterwegs war. Eher im Gegenteil. „Massendefekt“ legten aber auch immer wieder gekonnt mit Hits wie „Singend durch die Hölle“, „Stadt der Engel“, „Wer sitzt fliegt raus“, „Tanz im Nebel“, „Wellenreiter“ oder auch Klassikern wie „Land in Sicht“ Kohle im Feuer nach.

Überhaupt verstehen es „Massendefekt“ verdammt gut, mit dem Publikum zu interagieren. Man hatte definitiv auf- sowie vor der Bühne seinen Spaß. Egal ob man nun das Publikum mit ihren Kleidungsstücken wedeln ließ oder einem Fan eine Kamera mit Stativ in die Hand drückte und ihm dann den kompletten Moshpit auf den Hals hetzte… Letzteres nicht ohne scherzhaften Seitenhieb an die befreundeten „Broilers“ : „Das Video schicken wir den Broilers für ihr Tourtagebuch. Damit es bei denen auch mal voll aussieht“.

Neben den „Massendefekt“ Songs wurde die Setlist zusätzlich durch einige Coversongs verfeinert. Besonders gefreut hat mich „Totgesagte leben länger“, von den von mir geschätzten und leider 2010 aufgelösten „Planlos“. Auch im Zugabenblock reihten sich dann noch zwei weitere Cover ein, die die Halle nochmal so richtig zum Toben brachten. Zum einen eine spaßige Punkrockversion des 90er-Jahre Dance-Hits „Mr.Vain“ und direkt im Anschluss die „Bro Hymn“ von „Pennywise“, die durch ihren, wie der Name schon sagt, Hymnencharakter sicher die letzten Stimmen endgültig heiser bekommen hat. Zum krönenden Abschluss gab es dann noch den selbstbetitelten Song „Massendefekt“, dem Opener des ersten Albums „Nur für Euch“. Und als danach das Licht anging und vom Band das Outro in Form von der Akustikversion von „Wellenreiter“ erklang, traten die meisten Leute den Heimweg sicherlich mit einem Grinsen im Gesicht an. Zurecht, denn es war eine feine Show die „Massendefekt“ da hingelegt haben. Jederzeit gerne wieder!

 

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Photo Credit: Massendefekt, Facebook

 

Homepages: 

www.massendefekt.de

www.thewhiskeyfoundation.de

www.blackout-problems.com

 

Kommende Tour-/Festivaldaten Massendefekt:

12.06.    Düsseldorfer Altstadt Konzert -Düsseldorf

13.06.    Esel Rock Festival – Wesel

20.06.    Rock am Berg – Open Air – Merkers-Kieselbach

11.07.    Neuenkirchener Open Air – Neuenkirchen

31.07.    Big Day Out Festival – Anröchte

14.08.    Serengeti Festival – Schloß Holte-Stukenbrock

21..08.  Karben Open Air – Karben

22.08.    Bergfunk Open Air – Königs Wusterhausen

 

 

Against Me! – Live in Wiesbaden

April 28th, 2015 | By Tobias

Wir haben Sie schmerzlichst bei der letzten Broilers-Tour vermisst, doch glücklicherweise haben Sie ihre Konzerte in Deutschland doch nochmal nachholen können.
Against Me! sind eine Wucht und das bestätigt sich Live auf der Bühne noch mehr! Die Band um Laura Jane Grace weiß, wie man aus einem kleinen Setup und einer kleinen Halle das Beste herausholt. Minimalistisch wirkte die Bühne doch die Performance war enorm. Manchmal ist weniger halt doch mehr und so konnte man sich ganz auf die Musik konzentrieren.

Um Euch einen kleinen Eindruck zu bieten, wie das ganze schlussendlich aussah, waren wir vor Ort und haben Euch Fotos mitgebracht:
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Viel Spaß!

CD Review: Verlorene Jungs – Verlorene Jungs

April 9th, 2015 | By Jan

CD Review: Verlorene Jungs – Verlorene Jungs

Fast hätte man annehmen können, die „Verlorenen Jungs“ hätten ihren Namen zu wörtlich genommen und wären verloren gegangen. Sechs Jahre war Funkstille bei der Band aus Düsseldorf / dem Ruhrgebiet. Nun aber melden sie sich mit dem selbstbetitelten Longplayer „Verlorene Jungs“ wieder zurück.

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Interview Donots (April 2015)

April 1st, 2015 | By Sarah

Zugegeben die Donots sind einige Jahre einfach an mir vorbei gegangen, sie haben mich schlichtweg nicht interessiert. Ich kannte nur sehr oberflächlich ihre Musik, hatte sie auch schon mal als Support-Act gesehen, aber mir fehlte einfach die Geduld mich wirklich mit ihrer Musik auseinanderzusetzen. Das änderte sich dieses Jahr schlagartig, als die Donots ihr erstes Album auf deutsch ankündigten. Der Stream lief bei mir auf und ab und ich feierte „Karacho“ dermaßen, so dass ich mich entschloss auch den englischsprachigen Songs eine Chance zu geben. Und hey, so schlecht finde ich sie gar nicht. Das war für uns Grund genug eine Interview-Anfrage zu starten und wir hatten Glück. Ingo-Donot stellte sich unseren Fragen, obwohl er Anfangs bedenken über „Mindfuck Society“ und die Verbindung zu den Böhsen Onkelz hatte. Unsere Meinungen mögen sicherlich zu diesem Thema stark auseinander gehen und unserer Standpunkt zu B.O. ist natürlich ein ganz anderer, auf Grund jahrelanger Verbundenheit. In einem Punkt sind wir uns aber mit den Donots einig: Nazis finden wir alle scheiße!
Und Mindfuck Society ist auch weiterhin keine Anlaufstelle für Fans aus dem braunen Lager.

Das Interview:

credits: Patrick Runte (KKT Press Kit)

credits: Patrick Runte (KKT Press Kit)

Mindfuck Society: Hallo Ingo, erst einmal noch verspäteten Glückwunsch zur Veröffentlichung von „Karacho“. Für uns ist die Platte jetzt schon eines der Top-Alben 2015, einfach weil sie enorm ins Ohr geht und nicht langweilig wird. Wie erlebst du die Reaktionen auf „Karacho“?

Ingo Donot: Hey, vielen lieben Dank für die Blumen! Das Album ist jetzt einen guten Monat draußen und wir kriegen täglich echt tolles Feedback von allen möglichen Seiten. Die Reviews waren fast ausnahmslos der Oberhammer und es scheint wirklich so, als hätten viele Leute darauf gewartet, dass wir auch mal ein deutsches Album rausbringen. Und jene, die skeptisch waren, scheinen wir aber auch irgendwie mit „Karacho“ abgeholt zu haben. Die Platte scheint ein echter Ohrenöffner für viele Leute gewesen zu sein. Das freut uns natürlich, wenn man sowas im 21sten Bandjahr sagen darf! Und ehrlich gesagt, hatten wir auch mit eine Menge mehr Gegenwind und Kritik gerechnet im Vorfeld…

Mindfuck Society: Hand aufs Herz, habt ihr euch schon Gedanken gemacht ob die nächste Platte auch auf deutsch erscheinen wird?

Ingo Donot: Wir haben dieser Tage „Karacho“ auch nochmal in Englisch aufgenommen für internationale Veröffentlichungen in Japan und Amerika. Das englische Texten macht mir, genau wie die deutschen Lyrics, weiterhin eine Menge Spaß, weshalb ich am liebsten von nun an immer zwei Alben aufnehmen würde. Das ist zwar doppelte Arbeit, macht aber auch doppelt stolz, wenn man die Texte zweisprachig geknackt bekommt.

Mindfuck Society: Was hat sich durch den Sprachwechsel beim Texten verändert? Spricht man in seiner Muttersprache andere Themen an, die man mit englischen Texten nicht tun würde?

Ingo Donot: Ich glaube, man erreicht die Leute hierzulande einfach direkter. Es gibt echt einige Stimmen, die uns rückkoppeln, dass sie zum ersten Mal wirklich total angesprochen werden von unseren Songs. Das scheint also wirklich an der Sprache an sich zu liegen, denn das Album klingt ja ansonsten nicht komplett nach einer anderen Band. Ich glaube, das Songwriting als solches ist auch ein wenig rauer und direkter geworden, aber besonders die Texte heben natürlich das Album aus der restlichen Donots Diskographie heraus. Mir war es extrem wichtig, dass man unsere Texte eben nicht falsch interpretieren oder positionieren kann. Ich wollte Lyrics, die Haltung und Richtung haben, weil es gesichtlose Zeilen zur Genüge in der Pop-Format-Radio-Landschaft gibt.

Mindfuck Society: Musst du dich jetzt für die Live-Konzerte noch intensiver vorbereiten? Textpatzer auf deutsch fallen ja nun mehr auf 😉

Ingo Donot: Ach, im Grunde ist das doch das allerbeste, wenn man sich verhaspelt oder Zeilen vergisst. Da muss man dann erfinderisch werden. Das finde ich immer großartig, wenn das bei Bands passiert. Traurig wird das erst, wenn die Band trotzdem den Text auf einem Teleprompter hat und den nicht mal mehr richtig lesen kann.

Mindfuck Society: In einigen Texten von „Karacho“ thematisiert ihr die brodelnde „Man wird ja wohl noch sagen dürfen“ – Stimmung im Land. Wir sind uns wahrscheinlich einig darüber, dass dieses Denken ziemlich gefährlich ist und man dem entgegenwirken sollte. Seht ihr euch als Band in der Pflicht dagegen ein Zeichen zu setzen, da ihr einfach ein größeres Sprachrohr habt?

Ingo Donot: Ich sehe uns da ein wenig in der Tradition von Bands wie den Hosen oder den Ärzten, die damals für mich in früher Jugend Türen geöffnet und mir Themenbereiche näher gebracht haben, die Popmusik so nicht ansprechen wollte. Ich würde mich freuen, wenn wir eine der Bands für die Kids da draußen sein können, die zumindest grundsätzlich sensibilisiert für gewisse Themen. Deshalb schauen wir auch schon sehr genau darauf, wo wir wie stattfinden. Ich hab zum Beispiel keinen Bock darauf, bei Shows aufzutreten, wo diese komischen Grauzonen-Bands spielen oder die Veranstalter sich Deutschrock oder Deutschtümelei auf die Fahnen schreiben. Genauso sehr haben wir auch erst diskutiert, ob es Sinn macht, auf Eurer Seite stattzufinden, weil ihr ja zumindest früher auch ziemlich Onkelz-offen berichtet habt. Das ist eigentlich kein Umfeld, wo wir uns wohlfühlen, aber irgendwie ist es auch wichtig, in gewissen Medien aufzutauchen, wo sich wahrscheinlich auch Grauzonen-Publikum herumtreibt, und dort einen Gegenpol zu setzen. Das soll jetzt keine Ansauge sein, denn ihr macht ja schon auch sehr klar, dass Ihr Euch strikt von rechten Tendenzen abgrenzt, aber wir haben halt grundsätzlich nicht viel übrig für Heckscheibenaufkleber-Bands und deren Gestus, für Deutschtümelei, Stammtisch-Meyerei usw.

Mindfuck Society: Themawechsel: Wie sehr lebt ihr das Klischee „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“? Ist dieser Slogan ein weit verbreitetes Ammenmärchen oder hat er doch seine Berechtigung in der Branche?

Ingo Donot: Ach, wir sind als Westfalen im Glas und am Brett natürlich schon zuhause, klar. Aber dieser übertriebene Flatscreen-aus-dem-Hotelfenster-schmeißen-Gestus ist völlig bescheuert und Koksen etc. sollen auch mal lieber andere… Meistens sind es die Newcomer-Bands, die auf einmal voll aufdrehen und sich beweisen müssen. Die älteren Bands haben glaube ich verstanden, dass man nicht künstlich auf den Putz hauen muss.

Mindfuck Society: Habt ihr eigentlich ein besonderes Ritual bevor ihr auf die Bühne geht?

Ingo Donot: Wir schwören auf den mighty Knusperfelix, aber um das Ritual zu erklären, müsste man den Lesern wahrscheinlich doch Klebstoff zum Schnüffeln geben, hehe!

Mindfuck Society: Mal ehrlich: Wenn es mit der Musik nicht geklappt hätte – was wäre euer Traumjob gewesen?

Ingo Donot: Ich kann da nur für mich sprechen, aber ich wäre wahrscheinlich in der Videospiele-Industrie tätig oder würde eine Hundepension leiten, weil ich Zock- und Wuff-Nerd bin. Das Schöne ist, dass wir mit den Donots seit Jahren ein 24-Stunden-Hobby haben und irgendwie nie groß über die Zukunft nachdenken. Das ist so wunderbar blauäugig. Würde ich gar nicht anders haben wollen…

Mindfuck Society: Kommt man als Musiker eigentlich noch zum Lesen oder intensiven Filme schauen? Was sind deine geheimen Lese- oder Filmtipps?

Ingo Donot: Buchempfehlungen meinerseits sind u.a. „Tiere Essen“ von Jonathan Safran-Foer – tolle Lektüre zum Thema Vegetarismus – oder auch „Neue Nazis“ vom guten Herrn Radke. Letzteres befasst sich mit der Radikalisierung der neuen Rechten. Sehr informativ. Als Filmtipp hole ich immer gerne „Mann Beisst Hund“ raus – ultrabissige Satire über Medien. Ist schon ein paar Jahre alt, aber immer noch der helle Wahnsinn. Den Film zitieren wir übrigens auch in „Das Ende Der Welt Ist Längst Vorbei“…

Mindfuck Society: Rock am Ring, Deichbrand, Highfield, Open Flair, Vainstream…dieses Jahr gebt ihr festivalmäßig richtig Gas. Im Herbst dann noch eure eigene Headliner-Tour. Kann man sagen, dass 2015 das Donots-Jahr überhaupt wird?

Ingo Donot: Für uns ist jedes Jahr das Donots-Jahr überhaupt! Man sollte sich schließlich in jedem Moment auf der absoluten Höhe fühlen. Wir freuen uns tierisch auf die Shows, klar! Und wir sind doppelt gespannt, wie die neuen Songs auf Deutsch live knallen… Wahrscheinlich hast Du während des ganzen Interviews hier ein Trampeln im Hintergrund gehört, gell? Das waren unsere nervösen Füsse… Es muss jetzt mal endlich losgehen!!!

Dankeschön für das Interview!
Ingo Donot

 

 

 

Endlich wieder neue Noten – Die Böhsen Onkelz kommen mit neuem Album in 2016 auf Tour!

März 27th, 2015 | By Redaktion

Ein persönliches Resümee der aktuellen News

Böhse Onkelz

Alter, was sind denn das bitte für krasse Neuigkeiten?!?!? Da flog mir doch eben fast die Tasse aus der Hand, als ich den News-Eintrag der Böhsen Onkelz auf Facebook las. „Ja, es wird ein neues Böhse Onkelz Album geben! Und ja, wir gehen mit diesem Album auf Tour!“. Wumms! Diese zwei Sätze hatten es in sich.

Moment, noch mal ganz langsam zum Mitschreiben und vor allem zum Kapieren: Die Böhsen Onkelz kommen mit einem neuen Album auf Tour! – Angekommen?

Mein Hirn kann so langsam mit der Nachricht umgehen, ohne das sämtliche Synapsen durchbrennen. Fast 10 Jahre habe nicht nur ich auf diese Nachricht gewartet, sondern tausende Onkelz-Fans mit mir.

Mein geliebtes „Adios“-Album bekommt also einen Nachfolger. Ein weiteres Onkelz-Baby ist in der Mache und soll im Herbst 2016 das Licht der Welt erblicken. Mit Spannung wird die Geburt des neuen Silberlings erwartet. Welche Texte und welche Kompositionen wird es mit sich bringen? Die Frage aller Fragen stellt sich: Wie klingen die neuen Onkelz 2.0. ? Jetzt darf darüber ernsthaft nachgedacht und spekuliert werden. Wie viel Stephan Weidner steckt noch in den neuen Lyrics der Band? Wie viel Anteil haben die anderen Bandmitglieder am Gesamtwerk B.O.? Wie wird sich der neue Kollektiv-Gedanke auf die Musik auswirken? Kenne ich die Onkelz, oder kenne ich sie nicht? Ich glaube, sie werden mich komplett überraschen und ich werde vorab nicht fähig sein, mir auch nur annähernd eine mögliche neue musikalische Richtung der Band auszumalen. Ich bin immer noch geflasht von der Nachricht. Ich muss mich setzen.

„Endlich wieder neue Noten, neue Schweinereien, fiese Lieder, harte Worte, so soll es sein!“

Hey, und wäre ein neues Album nicht schon Grund genug zur Freude, legen die Jungs auch gleich noch mit einer vagen Tourankündigung nach. Im Winter 2016 sollen die Lieder, die das Land bewegen, wieder wie Orkane durch die Konzerthallen der Republik ziehen. Die Dortmunder Westfalenhalle und die Festhalle Frankfurt sind sofort wieder vor meinem geistigen Auge und ich fühle mich grade zurückversetzt in 2004, als ich die letzte Onkelz-Tour bereiste. Es war der Wahnsinn und es wird auch im Winter 2016 wieder der Wahnsinn werden. Ich hab verdammt noch mal so Bock drauf Stephan, Pe, Gonzo und Kevin in „kleinen“ Hallen wieder zu sehen und ordentlich ab zu rocken. Die erste Reihe wird von Mindfuck Society gestürmt, so viel sei euch versichert. Wir halten das Zepter wieder oben und werden den Rock’n’Roll gemeinsam wieder mit den Jungs erleben. Seid ihr dabei?