Return to Santa Muerte

September 28th, 2012 | By Tobias

 

Wir schrieben das Jahr 2011, als die Broilers mit ihrer Santa Muerte Tour am 15. Oktober in Neu-Isenburg gastierten. Der Tag an dem uns klar wurde, dass hier eine Band auf der Bühne steht, die Ihr Handwerk versteht.
Wenn es eine Steigerung des Wortes „Live“ gäbe, würde es wohl in dem Superlativ „Broilers“ enden. Unglaublich was für eine Performance diese feinen Menschen auf der Bühne hinlegen. Wer einmal ein Konzert der Düsseldorfer erlebt hat, wird wissen wovon wir reden. Im ganzen Saal herrscht pure Energie, die sich schlagartig löst sobald der Vorhang fällt. Genau das ist es was die Broilers so besonders macht. Eine Band die für die Bühne geboren ist, und weiß wie man damit umgeht! Daher ist es schon eher verwunderlich, dass die erste Live-CD 20 Jahre auf sich warten lies. Bilder, Menschen, Emotionen gab es ja bereits in Form der „Anti Archives“ DVD aber eine reine Audio-Version, die einem das Trommelfell zum Zittern bringt, war bisher nicht erhältlich. Jedenfalls bis Heute!

Ab jetzt schmückt das Werk „Santa Muerte Live Tapes“ die Regale der umliegenden CD-Händler und das auch noch in ganzen 3 Versionen.

Die klassische Jewel-Case Variante.
Hier gibt es eigentlich schon alles was das Broilers-Herz begehrt. 31 Songs mit Foto-Booklet und das in gewohnt hoher Qualität.

Die limited Edition.
All das was das Jewel-Case zu bieten hat, allerdings in Form eines edlen Mediabooks und als kleinen Bonus gibt es noch einen Patch für die Lieblingsjacke dazu.

Die auf 3.000 Stk. limitierte Vinyl.
Ein klares Must-Have für Freunde der analogen Tontechnik. Auch hier gibts natürlich den Patch als extra oben drauf.

Alles in Allem handelt es sich um Produkte, die ohne Frage mit sehr viel Liebe an den Fan herausgegeben werden. Wer Broilers kauft bekommt Broilers. In diesem Fall mehr als jemals zuvor, denn zweifellos bleibt die Band live eine absolute Stimmungsreferenz. 31 Songs, gepackt auf 2 CDs die das heimische Wohnzimmer zu einem nach Schweis stinkenden und verrauchten Ort der Extase werden lassen. Nutzt es als Erinnerungshilfe, zum Feiern und zur Vorfreude auf die noch kommenden Konzerte und besonders den Tourabschluss in Düsseldorf. Von uns gibt es hierfür eine definitive Kaufempfehlung!

 

Disk: 1
1. Preludio: Santa Muerte
2. Zurück zum Beton
3. Harter Weg (Go!)
4. Paul der Hooligan
5. Geboren zu gewinnen
6. Tanzt Du noch einmal mit mir?
7. Alles was ich tat
8. In ein paar Jahren
9. Heute schon gelebt
10. Vanitas
11. Held in unserer Mitte
12. Anti, Anti, Anti
13. Wie weit wir gehen
14. Zusammen
15. Vom Scheitern (The World Is Yours, Nicht!)
16. Dumm & Glücklich
Disk: 2
1. In 80 Tagen um die Welt
2. Alles geht weiter
3. Ich sah kein Licht
4. Weckt die Toten
5. Weißes Licht
6. Warte auf mich
7. (Ich bin) Bei Dir
8. Ruby Light & Dark
9. Nur die Nacht weiß
10. 33 rpm
11. Cigarettes & Whiskey
12. LoFi
13. Singe, Seufze & Saufe
14. Meine Sache
15. Blume

 

 

 

Das Mysterium Miku Hatsune

September 6th, 2012 | By Sarah

„Die spinnen doch die Japaner..“. Nichts anderes ging mir durch den Kopf, als ich heute ein Video von Miku Hatsune zu sehen bekam.

Miku Hatsune, ein sogenanntes Hologramm-Mädchen im Anime-Stil, gehört wohl zu Japans populärsten Live-Acts. Ja ihr lest ganz richtig: Live Acts. Denn dieses nicht existente Mädchen tritt doch tatsächlich live auf den Konzertbühnen Japans auf. Dabei schafft sie es noch zig Massen von Japanern zu begeistern…

Ziemlich krass wie das Publikum diese Anime-Figur abfeiert. Je länger ich mir das Video angucke, desto wirrere Gedanken kommen dazu in mir auf. Wie es wohl wäre bereits aufgelöste Bands so noch einmal auf die Bühne zu holen?

Was habe ich getrauert als sich meine damaligen Jugendhelden, die Böhsen Onkelz, 2005 auflösten. Hätte ich Lust auf eine Hologramm-Version der Onkelz? Irgendwie eine groteske Vorstellung.

Wo ist bei solchen Konzerten die Beziehung zwischen Band und Fans zu spüren? Wo sind die Momente in denen sich beide Parteien auf Konzerten durch Blicke, Gesten oder Worten austauschen? Wo sind die Emotionen des Künstlers? Sie sind einfach nicht mehr zu sehen. Wir können sie nicht mehr wahrnehmen, nicht mehr aufsaugen und uns in ihnen verlieren. Was bleibt ist zwar die Musik aber der Darbietungsrahmen wirkt für mich sehr steril….auch wenn die Japaner in dem Video noch so freudig feiern und ihre lustigen Lichter schwenken…

 

 

Ein Nachschlag für den besten Chor… Pe Schorowsky: Dreck und Seelenbrokat

August 30th, 2012 | By Sarah

Das erste Mal kam ich mit Pe’s Songs im Frühjahr 2012 in Kontakt. Ich hatte die Möglichkeit das Album einmal kurz zu hören und war schon damals sehr verblüfft über das Ergebnis seiner jahrelangen Studioarbeit. Zugegebenermaßen hatte ich überhaupt keinen Anspruch an sein Debüt, da ich einfach keine Erwartungen hatte. Ich wusste einfach überhaupt nicht, was mich da musikalisch erwarten würde – somit war es für mich unmöglich Visionen zu spinnen. Ich hatte Pe noch nie zuvor singen gehört und was bekam ich da auf einmal abgeliefert? Eine interessante Stimme, keinesfalls schlecht, eher eine Mischung aus Bela B von den Ärzten und The Offspring. Wow da war ja wirklich Potenzial in den Songs drin. Musikalisch packte mich die Platte direkt und riss mich mit in einen Strudel von schnellem, modernen Punk. Keine großen stilistischen Experimente wie z.B. bei Stephan Weidner, aber viele nette Spielereien, die die Songs auffrischten.

Jetzt habe ich die Endversion in den Händen. Pe’s erste Solo-Platte. Auch für mich ein episches Gefühl, war ich doch irgendwie immer gut auf dem Laufenden über den voranschreitenden Albumprozess. Alleine schon der Opener „Nur noch’n Tag“ entschuldigt das jahrelange Warten auf die Platte. Wer Pe etwas kennt, der nimmt ihm ohne Zweifel Sätze wie „Denn zu großen Taten, dazu bin ich fähig, doch Sie zu starten, das ist der Haken.“ ab. Doch gerade diese sympathische Trägheit, die vielleicht auch als lange und weise Überlegungszeit betrachtet werden kann, macht Pe Schorowsky so herzlich und menschlich.

Ich könnte wie alle anderen Musik-Journalisten jetzt auf die einzelnen Songs eingehen und darüber philosophieren, wieso mir der eine Track besser gefällt als der andere. Wieso bestimmte Fragmente den Song so wunderbar machen und wie sehr sich Pe’s Stimme in das Zusammenspiel der Instrumente einfügt. Doch ich mag viel lieber niederschreiben, was es mir bedeutet dieses Platte in den Händen zu halten.

Pe Schorowsky lernte ich so „richtig“ während der La Ultima Tour der Böhsen Onkelz in 2004 kennen.Davor gab es das ein oder andere Autogramm auf vorherigen Shows oder auch mal ein zufälliges Treffen vor dem Studio der Onkelz, aber seit der Tour 2004 hatten wir beide wirklich diesen direkten Draht zueinander. Ich glaube, seit 2005 pendelte sich zwischen uns eine gewisse Regelmäßigkeit ein und wir tauschten uns gegenseitig über unsere geplanten Projekte aus. Der Start von Sinfin Rox, die Umbenennung zu Mindfuck Society – beides erlebten wir irgendwie gemeinsam. Umso schöner ist es jetzt für mich endlich das Endergebnis jahrelanger Arbeit zu sehen und zu hören. Diese Platte kommt aus dem tiefsten Herzen von Pe und sollte eure Herzen so beflügeln, wie sie es mit meinem macht. Würdigt und ehrt dieses Album, denn Pe hat’s einfach verdient!

 

„Dreck und Seelebrokat“ könnt ihr bei Amazon und EMP online bestellen.

Abpfiff!

August 22nd, 2012 | By Tobias

Schluss-aus-vorbei? Ist das Spiel aus?

Mindfuck Society geht vom großen Support-Platz. Wir haben mehr wie 90 Minuten unseres Lebens Herzblut-Support betrieben, doch irgendwann ist der Atem aus. Neun Jahre sind wir im Web präsent, in vielen Gewändern und mit vielen Missionen unterwegs gewesen. Immer am Puls der Zeit, immer an den Musikern dran – In den Konzerthallen Europas unterwegs, um die Magie der Musik aufzusaugen und in Schriften und Bildern zu verwerten.

10 Jahre Mindfuck Society wären doch eigentlich eine amtliche Hausnummer. Ein Ziel was in uns die letzten Kräfte erweckt, doch noch mal anzugreifen. Wir nehmen die Verlängerung auf uns – allerdings mit neuer Taktik und neuem Fokus.

Wieso nicht an den alten Sachen festhalten?

Wir tragen das Support-Trikot nicht mehr auf der Brust, wie es sich gehören sollte. Es fehlt vor allem an Zeit und vielleicht ist auch durch die ganzen Rasenkämpfe ein bisschen Herzblut auf der Strecke geblieben, das es braucht um eine Support-Seite unter voller Fahrt und Überzeugung weiterzuführen. Ein Abstieg in die zweite Liga kommt nicht in Frage, wenn wir doch immer Champions League gespielt haben.

Viele Blessuren und Niederlagen gab es auf dem Support-Rasen zu holen, doch genauso auch Siege und freudige Momente, die wir alle in schöner Erinnerung behalten. Tolle Konzerte, das Glück auf der ein oder anderen nicht offiziellen Party dabei zu sein, spannende und lustige Interviews mit den Bands und an oberster Stelle das Vertrauen der Musiker – all das kann uns niemand mehr nehmen und all das werden wir auch niemals vergessen!

Der zwölfte Mann auf dem Platz, das wart immer ihr. Durch eure Teilnahme hier auf der Seite, im Forum, bei gestarteten Aktionen wie z.B. das Video für Stephan Weidner 2006 oder sämtlichen Facebook-Spielereien, habt ihr Mindfuck Society zu einer vielbesuchten Support-Seite und und sehr stolz gemacht. Es sei euch von Herzen gedankt!

Danken möchten wir natürlich auch all den Bands, die uns in den letzten neun Jahren mit ihrer Musik und ihrem Sein den Support nicht schwer gemacht haben. Es war unbeschreiblich schön in vielen Augenblicken der Teil von etwas Besonderem zu sein.

Was bedeutet das für die Zukunft? Mindfuck Society wird es in seiner jetzigen Form nicht mehr geben. Wie ihr seht wird die Seite komplett überarbeitet. Forum, Galerie und die einzelnen Band-Seiten werden keine große Rolle mehr auf www.mindfuck-society.de spielen.

Wir möchten euch hier in Zukunft mit unseren Gedanken zu Musik und allem was wir damit verknüpfen können, versorgen. Rezensionen, Gedanken, Momente des Tages können ein Teil der neuen Mindfuck Society sein. Wir geben uns keinen Kurs mehr vor, wissen aber das wir den sicheren Hafen verlassen haben und zu neuen Ufern mit euch segeln wollen. Wo es genau hingeht, wissen wir noch nicht. Wir hoffen aber, dass der ein oder andere von euch in naher/ferner Zukunft auch mal wieder unsere virtuellen Wege kreuzen wird. Unter welcher Flagge wir auch immer mit passendem Soundtrack im unendlichen Datenmeer unterwegs sein werden…

DANKE !!!
Sarah & Tobias

9 Jahre Mindfuck Society

August 5th, 2012 | By Sarah

Heute beglückwünschen wir uns mal selbst, denn vor genau neun Jahren gingen wir im World Wide Web an den Start. Erst unter der „GUSD“-Flagge, einige werden uns vielleicht noch aus dieser Ära kennen – andere vielleicht erst seit 2008, als Mindfuck Society loslegte.

Was bringt die Zukunft? – Einiges – es wird gravierende Änderungen geben, vielleicht nicht morgen oder nächste Woche, aber wir sind an einem neuen Plan dran….bleibt gespannt…

Danke an Euch für neun Jahre Leserschaft und Support !
Danke an alle supported Bands, die wir die letzten neun Jahre begleiten durften!
Danke an alle tolle Menschen, die ihr Herzblut in irgendeiner Weise in GUSD/Mindfuck Society gesteckt haben!

Einfach nur DANKE !