„Der W“ über die Musik anderer Bands (RockHard)

Oktober 8th, 2012 | By Tobias

 

credits: Christian Thiele

Wärend der finalen Produktion und Veröffentlichung von W III hat das Rock Hard Magazin es sich nicht nehmen lassen der Band ein Paar Stücke von verschiedenen Künstlern vorzuspielen. Der Gedanke dabei ist, die Songs anzuspielen und den Jungs rund um „Der W“ die Möglichkeit zu geben sich einmal reinzuhören und ein wenig zu spekulieren. „Wer ist es?“, „Wie klingt es?“, „Was denkt ihr darüber?“.
Was dabei so rumkommt und wie der Eine oder Andere über die jeweilige Band denkt könnt ihr nun hier nachlesen.

 

MOTÖRHEAD – Rock´n´Roll

STEPHAN: »Klar, ´Rock´n´Roll´ von Motörhead.«
JC: »Das ist die letzte Motörhead-Platte mit Philthy am Schlagzeug.«

Meine Lieblingsplatte von Lemmy & Co. ist die „1916“. Und eure?

STEPHAN: »„1916“ ist eine gute Platte, aber ich würde noch ein bisschen weiter zurückgehen.«
DIRK: »„No Sleep ´Til Hammersmith“ und „Ace Of Spades“, also die Klassiker.«
STEPHAN: »Da bin ich dabei.«
JC: »Und die Liveplatte „Everything Louder Than Everyone Else“ ist fucking Killer. Ich mag auch die „Motörizer“-Scheibe. Die hat mich sehr beeindruckt.«
STEPHAN: »Ich war kürzlich bei Motörhead auf Rock am Ring und habe die Jungs dort getroffen. Vor allem von Mikkey Dee war ich mal wieder beeindruckt – was der am Schlagzeug immer noch für einen Job macht. Verglichen mit den ganzen anderen Drummern auf dem Festival, muss ich sagen: Respekt, der Junge hat eine Energie!«

FREI.WILD – Arschtritt

HENNING: »Hosen?«
DIRK: »Frei.Wild! Die Nummer hier klingt eigentlich voll Hosen-mäßig.«
STEPHAN: »Vollkommen uninteressant, um ehrlich zu sein.«
DIRK: »Musikalisch finde ich das voll langweilig.«
STEPHAN: »Wenn ich so was höre, denke ich nicht mal an die alten Onkelz. Da fand ich die sogar noch besser. Vor 20, 25 Jahren wäre das interessant gewesen, aber heutzutage…«
DIRK: »Letztlich alles Geschmackssache. Wenn man auf solche Mucke steht, ist das bestimmt cool.«
STEPHAN: »Wenn ich so Musik hören will, dann lege ich doch lieber die alten Onkelz auf.«
DIRK: »Oder die Hosen. Das ist klassischer deutscher Punkrock, finde ich.«
STEPHAN: »Als Onkel, der die Welle mit losgetreten hat, macht es einen in gewisser Hinsicht schon stolz. Man darf den Ball auch aufnehmen und inspiriert sein, aber was da teilweise passiert, ist einfach nur kopiert – und das macht mir dann weniger Spaß. Es gibt Jungs, die machen das besser, und es gibt auch ein paar Jungs, die machen das ein bisschen schlechter. Und manche sind halt dreist, und ich finde, die Jungs hier sind dreist.«

DANKO JONES – Full Of Regret

DIRK: »Danko Jones!«
JC: »Cool! Good fuckin´ Rock´n´Roll. Ich mag seine Stimme. Die klingt ein bisschen nach Lenny Kravitz.«
STEPHAN: »Ich bin eh ein großer Danko-Fan. Wir wollten auch mal, dass er uns auf einer Tour begleitet. Deshalb habe ich ihn vor einem Konzert in der Batschkapp besucht, um ihn bei der Gelegenheit davon zu überzeugen, dass er das doch bitte machen soll. Danko rockt richtig, hat eine markante Stimme, ist leicht wiederzuerkennen, und mit Musik kennt er sich auch super aus. Auf der Bühne ist das ein cooler Typ mit einer schönen großen Fresse, hinter der Bühne ist er sehr charmant und angenehm.«

JINGO DE LUNCH – Cowboy Song

STEPHAN: »„I´m just a cowboy…“ – das ist eine Thin-Lizzy-Coverversion, aber von wem? Könnten das The Distillers sein?«
DIRK: »Girlschool?«

Der Song wurde in den Achtzigern aufgenommen, und die Sängerin ist Kanadierin.

STEPHAN: »Kanadierin – Avril Lavigne?«

Der Henning weiß, wer das ist.

STEPHAN: »Wieso sagst du es dann nicht?«
HENNING: »1988 aufgenommen, da habe ich mitgespielt.«
STEPHAN: »Wie – Jingo De Lunch, oder was?«

BETONTOD – Wenn der Sturm beginnt

STEPHAN: »Vom Sound her könnte das Metal sein. Iron Maiden sind das aber nicht, oder? (Lacht) Klingt ein bisschen wie eine Mischung aus Onkelz und Hosen. Ach, Betontod – von denen liest man gerade öfter. Klingt musikalisch nicht ganz so stumpf wie viele andere Bands aus der Ecke.«
JC: »Gut gemacht, sehr cool.«
STEPHAN: »Ich bin halt nicht mehr so der Fan dieser Stimmen. Die haben sich im Laufe der Jahre ein bisschen abgenutzt. Ist aber ordentlich gemacht. Wenn ich die CD umsonst kriege, höre ich mir die Platte auch gerne mal an (lacht). Das soll jetzt nicht anmaßend klingen, aber ich bin ein bisschen rausgewachsen aus dem ganz einfachen Zeugs. Dazu muss man jung oder richtig besoffen sein, glaube ich.«

PRO-PAIN – Foul Taste Of Freedom

JC: »Jesus Christ!«
STEPHAN: »Klasse Song.«
DIRK: »Die Crumbsuckers fand ich immer total geil.«
STEPHAN: »Mehr Hardcore als Metal.«
JC: »Das war vor meiner Zeit. Der Song ist von der ersten Platte. Ich bin erst zehn Jahre später bei Pro-Pain eingestiegen. Killer-Album! Ich kann mich noch daran erinnern, wie die Scheibe rauskam und wie begeistert ich war. Mit meiner alten Band Raped Ape haben wir für Pro-Pain auf der Tournee zur Platte eröffnet.«
STEPHAN: »Pro-Pain haben auf meinem ersten Soloalbum gespielt. Hey, Pro-Painos: Respekt! Die haben mittlerweile auch Hardcore-Geschichte geschrieben und sich nie verbiegen lassen.«

DIE TOTEN HOSEN – Tage wie diese

STEPHAN: »Genesis? Ach, Hosen. Der Anfang klang ein bisschen wie ´The Carped Crawlers´ von Genesis. Ich glaube, von dem Erfolg des Songs sind die Jungs auch ein bisschen überrascht. Zumindest in dem Ausmaß.«
DIRK: »Musikalisch klingt das für mich eher nach so was wie Reamonn, also Popmusik.«
STEPHAN: »Bis zum Refrain hat man sogar Probleme, das den Hosen zuzuordnen. Klingt halt sehr poppig. Ist nicht mein Titel, auch wenn das als Untermalung zu ´nem Fußballding schon passt. Die Hosen waren nie richtig meine Welt, aber ich kann verstehen, dass Leute das mögen. Ich war wie gesagt kürzlich auf Rock am Ring und habe mir die dort auch mal angeschaut. Als Liveband sind die Jungs immer noch ´ne Bank, die Leute sind da wirklich abgedreht. Für mich persönlich sind die reinen Mitgrölnummern nicht mehr so spannend, da habe ich mich ein Stück weit von entfernt. Ich möchte das jetzt aber auch nicht schlechtquatschen. Wer´s mag – cool.«

Findest du Die Ärzte im direkten Vergleich mit den Hosen besser oder schlechter?

STEPHAN: »Ich kenne von den Ärzten wahrscheinlich genauso wenig wie von den Hosen. Früher dachte ich immer, Die Ärzte sind ein bisschen lustiger in ihren Texten bzw. in Anführungszeichen intelligenter, aber letztlich kann ich Die Ärzte nicht gut finden, weil sie sich nach wie vor so abfällig über die Onkelz äußern. (An seine Bandkollegen gerichtet Was sagt ihr eigentlich so zu meinen Feindbildern?«
HENNING: »Ich kenne beide Bands ja auch. Die Hosen haben wir mit Jingo mal supportet, und Die Ärzte wohnen bzw. wohnten mal in Berlin. Über die Hosen kann ich sagen, dass die sehr fair zu ihren Vorbands sind, d.h. man wird bezahlt, kriegt alles zum Fressen und lebt in Saus und Braus. Das ist auch eine sehr gute Liveband. Nicht von der musikalischen Perfektion her, sondern weil sie richtig rocken.«
DIRK: »Beide Bands haben auf jeden Fall ihre Berechtigung. Als ich Die Ärzte kennengelernt habe, war ich klein und habe Metal gehört. Da fand ich solche Musik pauschal scheiße. Und davon konnte ich mich im Laufe der Jahre nie so richtig lösen, auch wenn ich als Musiker total respektiere, was die machen. Lustige Musik war nie meins.«
STEPHAN: »Sehe ich ähnlich. Für mich hat Mucke immer was mit Tiefe, Ernst und auch mit Härte zu tun gehabt.«

Was gefiel euch am besten?

JC: »Motörhead.«
STEPHAN: »Pro-Pain.«
HENNING: »Motörhead.«
DIRK: »Danko Jones.«
STEPHAN: »Und Danko Jones.«

 Quelle: RockHard Magazin

Return to Santa Muerte

September 28th, 2012 | By Tobias

 

Wir schrieben das Jahr 2011, als die Broilers mit ihrer Santa Muerte Tour am 15. Oktober in Neu-Isenburg gastierten. Der Tag an dem uns klar wurde, dass hier eine Band auf der Bühne steht, die Ihr Handwerk versteht.
Wenn es eine Steigerung des Wortes „Live“ gäbe, würde es wohl in dem Superlativ „Broilers“ enden. Unglaublich was für eine Performance diese feinen Menschen auf der Bühne hinlegen. Wer einmal ein Konzert der Düsseldorfer erlebt hat, wird wissen wovon wir reden. Im ganzen Saal herrscht pure Energie, die sich schlagartig löst sobald der Vorhang fällt. Genau das ist es was die Broilers so besonders macht. Eine Band die für die Bühne geboren ist, und weiß wie man damit umgeht! Daher ist es schon eher verwunderlich, dass die erste Live-CD 20 Jahre auf sich warten lies. Bilder, Menschen, Emotionen gab es ja bereits in Form der „Anti Archives“ DVD aber eine reine Audio-Version, die einem das Trommelfell zum Zittern bringt, war bisher nicht erhältlich. Jedenfalls bis Heute!

Ab jetzt schmückt das Werk „Santa Muerte Live Tapes“ die Regale der umliegenden CD-Händler und das auch noch in ganzen 3 Versionen.

Die klassische Jewel-Case Variante.
Hier gibt es eigentlich schon alles was das Broilers-Herz begehrt. 31 Songs mit Foto-Booklet und das in gewohnt hoher Qualität.

Die limited Edition.
All das was das Jewel-Case zu bieten hat, allerdings in Form eines edlen Mediabooks und als kleinen Bonus gibt es noch einen Patch für die Lieblingsjacke dazu.

Die auf 3.000 Stk. limitierte Vinyl.
Ein klares Must-Have für Freunde der analogen Tontechnik. Auch hier gibts natürlich den Patch als extra oben drauf.

Alles in Allem handelt es sich um Produkte, die ohne Frage mit sehr viel Liebe an den Fan herausgegeben werden. Wer Broilers kauft bekommt Broilers. In diesem Fall mehr als jemals zuvor, denn zweifellos bleibt die Band live eine absolute Stimmungsreferenz. 31 Songs, gepackt auf 2 CDs die das heimische Wohnzimmer zu einem nach Schweis stinkenden und verrauchten Ort der Extase werden lassen. Nutzt es als Erinnerungshilfe, zum Feiern und zur Vorfreude auf die noch kommenden Konzerte und besonders den Tourabschluss in Düsseldorf. Von uns gibt es hierfür eine definitive Kaufempfehlung!

 

Disk: 1
1. Preludio: Santa Muerte
2. Zurück zum Beton
3. Harter Weg (Go!)
4. Paul der Hooligan
5. Geboren zu gewinnen
6. Tanzt Du noch einmal mit mir?
7. Alles was ich tat
8. In ein paar Jahren
9. Heute schon gelebt
10. Vanitas
11. Held in unserer Mitte
12. Anti, Anti, Anti
13. Wie weit wir gehen
14. Zusammen
15. Vom Scheitern (The World Is Yours, Nicht!)
16. Dumm & Glücklich
Disk: 2
1. In 80 Tagen um die Welt
2. Alles geht weiter
3. Ich sah kein Licht
4. Weckt die Toten
5. Weißes Licht
6. Warte auf mich
7. (Ich bin) Bei Dir
8. Ruby Light & Dark
9. Nur die Nacht weiß
10. 33 rpm
11. Cigarettes & Whiskey
12. LoFi
13. Singe, Seufze & Saufe
14. Meine Sache
15. Blume

 

 

 

Das Mysterium Miku Hatsune

September 6th, 2012 | By Sarah

„Die spinnen doch die Japaner..“. Nichts anderes ging mir durch den Kopf, als ich heute ein Video von Miku Hatsune zu sehen bekam.

Miku Hatsune, ein sogenanntes Hologramm-Mädchen im Anime-Stil, gehört wohl zu Japans populärsten Live-Acts. Ja ihr lest ganz richtig: Live Acts. Denn dieses nicht existente Mädchen tritt doch tatsächlich live auf den Konzertbühnen Japans auf. Dabei schafft sie es noch zig Massen von Japanern zu begeistern…

Ziemlich krass wie das Publikum diese Anime-Figur abfeiert. Je länger ich mir das Video angucke, desto wirrere Gedanken kommen dazu in mir auf. Wie es wohl wäre bereits aufgelöste Bands so noch einmal auf die Bühne zu holen?

Was habe ich getrauert als sich meine damaligen Jugendhelden, die Böhsen Onkelz, 2005 auflösten. Hätte ich Lust auf eine Hologramm-Version der Onkelz? Irgendwie eine groteske Vorstellung.

Wo ist bei solchen Konzerten die Beziehung zwischen Band und Fans zu spüren? Wo sind die Momente in denen sich beide Parteien auf Konzerten durch Blicke, Gesten oder Worten austauschen? Wo sind die Emotionen des Künstlers? Sie sind einfach nicht mehr zu sehen. Wir können sie nicht mehr wahrnehmen, nicht mehr aufsaugen und uns in ihnen verlieren. Was bleibt ist zwar die Musik aber der Darbietungsrahmen wirkt für mich sehr steril….auch wenn die Japaner in dem Video noch so freudig feiern und ihre lustigen Lichter schwenken…

 

 

Ein Nachschlag für den besten Chor… Pe Schorowsky: Dreck und Seelenbrokat

August 30th, 2012 | By Sarah

Das erste Mal kam ich mit Pe’s Songs im Frühjahr 2012 in Kontakt. Ich hatte die Möglichkeit das Album einmal kurz zu hören und war schon damals sehr verblüfft über das Ergebnis seiner jahrelangen Studioarbeit. Zugegebenermaßen hatte ich überhaupt keinen Anspruch an sein Debüt, da ich einfach keine Erwartungen hatte. Ich wusste einfach überhaupt nicht, was mich da musikalisch erwarten würde – somit war es für mich unmöglich Visionen zu spinnen. Ich hatte Pe noch nie zuvor singen gehört und was bekam ich da auf einmal abgeliefert? Eine interessante Stimme, keinesfalls schlecht, eher eine Mischung aus Bela B von den Ärzten und The Offspring. Wow da war ja wirklich Potenzial in den Songs drin. Musikalisch packte mich die Platte direkt und riss mich mit in einen Strudel von schnellem, modernen Punk. Keine großen stilistischen Experimente wie z.B. bei Stephan Weidner, aber viele nette Spielereien, die die Songs auffrischten.

Jetzt habe ich die Endversion in den Händen. Pe’s erste Solo-Platte. Auch für mich ein episches Gefühl, war ich doch irgendwie immer gut auf dem Laufenden über den voranschreitenden Albumprozess. Alleine schon der Opener „Nur noch’n Tag“ entschuldigt das jahrelange Warten auf die Platte. Wer Pe etwas kennt, der nimmt ihm ohne Zweifel Sätze wie „Denn zu großen Taten, dazu bin ich fähig, doch Sie zu starten, das ist der Haken.“ ab. Doch gerade diese sympathische Trägheit, die vielleicht auch als lange und weise Überlegungszeit betrachtet werden kann, macht Pe Schorowsky so herzlich und menschlich.

Ich könnte wie alle anderen Musik-Journalisten jetzt auf die einzelnen Songs eingehen und darüber philosophieren, wieso mir der eine Track besser gefällt als der andere. Wieso bestimmte Fragmente den Song so wunderbar machen und wie sehr sich Pe’s Stimme in das Zusammenspiel der Instrumente einfügt. Doch ich mag viel lieber niederschreiben, was es mir bedeutet dieses Platte in den Händen zu halten.

Pe Schorowsky lernte ich so „richtig“ während der La Ultima Tour der Böhsen Onkelz in 2004 kennen.Davor gab es das ein oder andere Autogramm auf vorherigen Shows oder auch mal ein zufälliges Treffen vor dem Studio der Onkelz, aber seit der Tour 2004 hatten wir beide wirklich diesen direkten Draht zueinander. Ich glaube, seit 2005 pendelte sich zwischen uns eine gewisse Regelmäßigkeit ein und wir tauschten uns gegenseitig über unsere geplanten Projekte aus. Der Start von Sinfin Rox, die Umbenennung zu Mindfuck Society – beides erlebten wir irgendwie gemeinsam. Umso schöner ist es jetzt für mich endlich das Endergebnis jahrelanger Arbeit zu sehen und zu hören. Diese Platte kommt aus dem tiefsten Herzen von Pe und sollte eure Herzen so beflügeln, wie sie es mit meinem macht. Würdigt und ehrt dieses Album, denn Pe hat’s einfach verdient!

 

„Dreck und Seelebrokat“ könnt ihr bei Amazon und EMP online bestellen.

Abpfiff!

August 22nd, 2012 | By Tobias

Schluss-aus-vorbei? Ist das Spiel aus?

Mindfuck Society geht vom großen Support-Platz. Wir haben mehr wie 90 Minuten unseres Lebens Herzblut-Support betrieben, doch irgendwann ist der Atem aus. Neun Jahre sind wir im Web präsent, in vielen Gewändern und mit vielen Missionen unterwegs gewesen. Immer am Puls der Zeit, immer an den Musikern dran – In den Konzerthallen Europas unterwegs, um die Magie der Musik aufzusaugen und in Schriften und Bildern zu verwerten.

10 Jahre Mindfuck Society wären doch eigentlich eine amtliche Hausnummer. Ein Ziel was in uns die letzten Kräfte erweckt, doch noch mal anzugreifen. Wir nehmen die Verlängerung auf uns – allerdings mit neuer Taktik und neuem Fokus.

Wieso nicht an den alten Sachen festhalten?

Wir tragen das Support-Trikot nicht mehr auf der Brust, wie es sich gehören sollte. Es fehlt vor allem an Zeit und vielleicht ist auch durch die ganzen Rasenkämpfe ein bisschen Herzblut auf der Strecke geblieben, das es braucht um eine Support-Seite unter voller Fahrt und Überzeugung weiterzuführen. Ein Abstieg in die zweite Liga kommt nicht in Frage, wenn wir doch immer Champions League gespielt haben.

Viele Blessuren und Niederlagen gab es auf dem Support-Rasen zu holen, doch genauso auch Siege und freudige Momente, die wir alle in schöner Erinnerung behalten. Tolle Konzerte, das Glück auf der ein oder anderen nicht offiziellen Party dabei zu sein, spannende und lustige Interviews mit den Bands und an oberster Stelle das Vertrauen der Musiker – all das kann uns niemand mehr nehmen und all das werden wir auch niemals vergessen!

Der zwölfte Mann auf dem Platz, das wart immer ihr. Durch eure Teilnahme hier auf der Seite, im Forum, bei gestarteten Aktionen wie z.B. das Video für Stephan Weidner 2006 oder sämtlichen Facebook-Spielereien, habt ihr Mindfuck Society zu einer vielbesuchten Support-Seite und und sehr stolz gemacht. Es sei euch von Herzen gedankt!

Danken möchten wir natürlich auch all den Bands, die uns in den letzten neun Jahren mit ihrer Musik und ihrem Sein den Support nicht schwer gemacht haben. Es war unbeschreiblich schön in vielen Augenblicken der Teil von etwas Besonderem zu sein.

Was bedeutet das für die Zukunft? Mindfuck Society wird es in seiner jetzigen Form nicht mehr geben. Wie ihr seht wird die Seite komplett überarbeitet. Forum, Galerie und die einzelnen Band-Seiten werden keine große Rolle mehr auf www.mindfuck-society.de spielen.

Wir möchten euch hier in Zukunft mit unseren Gedanken zu Musik und allem was wir damit verknüpfen können, versorgen. Rezensionen, Gedanken, Momente des Tages können ein Teil der neuen Mindfuck Society sein. Wir geben uns keinen Kurs mehr vor, wissen aber das wir den sicheren Hafen verlassen haben und zu neuen Ufern mit euch segeln wollen. Wo es genau hingeht, wissen wir noch nicht. Wir hoffen aber, dass der ein oder andere von euch in naher/ferner Zukunft auch mal wieder unsere virtuellen Wege kreuzen wird. Unter welcher Flagge wir auch immer mit passendem Soundtrack im unendlichen Datenmeer unterwegs sein werden…

DANKE !!!
Sarah & Tobias