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Der W – „IV“ – Mindfuck Society Track Attack – Part III

März 18th, 2016 | By Redaktion

mfswiv..und der letzte Teil unserer Track Attack. Wir haben die Lieder “ Welt ohne Farben“, „Vorhaut, Kopftuch, Kruzifix“, „Der Schmerz verlangt gespürt zu werden“ und „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“ auf Herz und Nieren geprüft.

09.Welt ohne Farben

Sarah: Ich bin ja Dirk-Fan. Eine coole Socke und zurecht am kreativen Schaffensprozess von W IV beteiligt. Da hat Stephan schon ein geniales Mastermind neben sich gefunden. Umso cooler ist, dass sich Dirk nun endlich seinen eigenen Song im Repertoire verdient hat. Darauf haben wir fast schon zu lange gewartet, oder? Eine Hommage an all die notorischen Schlechtdenker, Schwarzseher und Selbstbemitleider dieser Zeit.

Tobias: Da wird der Protagonist zum Nebendarsteller oder „Dirk Czuya feat. Stephan Weidner“. Harte Gitarrenriffs, gefolgt von einem positiven Schock. Das kann nicht Stephan sein?! – Worauf das hinaus läuft sollte spätestens jetzt klar sein. Cool! Erfrischend! Neuland! Ich erwische mich grinsend den Song zu benicken weil es einfach sowas komplett Neues ist. Textlich dreht sich der Song um Menschen die wir alle kennen. Den Einen oder die Eine, die einfach niemals glücklich sein werden, weil sie sich in ihrem Klagen verrennen. Der Schlag von Menschen bei denen es immer etwas schlimmer und schlechter ist. Nervt! Der Song ist aber auf jeden Fall eine Perle!

Jan: Nein, tatsächlich nicht verhört. Da singt wirklich Dirk die Strophen, bevor dann  im Refrain Stephan mit einsteigt. Ungewohnt, aber gut. Feines Duett vom dynamischen Duo. Richtet sich textlich an  permanente Dauernörgler, die selbst nicht bereit sind irgendetwas zu riskieren, um ihr Leben zu verändern und mit etwas Farbe zu füllen.

10.Vorhaut, Kopftuch, Kruzifix

Tobias: Musikalisch ist VKK ein echtes Brett und hämmert nur so drauf los. Gesangstechnisch finde ich es ziemlich schwer zugänglich – da wirkt es für mich Anfangs etwas sperrig. Es brauchte ein paar Durchläufe bis es bei mir endlich gezündet hat. Ansonsten eine sehr W-typische Art ein solch düsteres Thema anzugehen. Haltet euch an den gesunden Menschenverstand und weniger an fragwürdige Auslegungen von Religionen.

Kevin: Intro mit Geräuschen aus einer Kriegsszene, danach setzen Kirchentöne ein.  Anschließend tiefe, groovende Gitarren, vermutlich das düsterste und metallastischste was bisher als DER W veröffentlicht wurde. Der Song handelt, keine Überraschung vom extremen Glauben. Töten und beten für die Gunst des Propheten. Schwere dunkle Kost, aber äußerst hörenswert.

Jan: Das Intro steigt ein mit Sirenengeheule, einem Hubschrauber, marschierenden Soldaten, Schüssen, Bombenticken und einem Hallelujah-Gesang, in den dann brachial der Gitarreneinsatz hineinkracht. Thematisiert den Missbrauch von Glauben und Religionen zur Rechtfertigung von Gewalt und Kriegen. „Sie töten und beten für die Gunst des Propheten. In Gottes Namen, habt Erbarmen“.

Sarah: Sirenen, durchgezogene Maschinengewehre gepaart mit mahnendem Kirchengesang dirigieren das Intro, bis die knallharten Gitarrenriffs und Bässe einsteigen. Wir leben in einer Zeit in der Truppen wie ISIS Angst und Schrecken und zugleich eine enorme Anziehungskraft ausstrahlen. Wie tückisch kann ein vermeintlicher Glaube sein, der das eigene Hirn manipuliert? Und ich frage mich: Wie konnte es eigentlich soweit kommen? Der Track ist düster, wie die Realität.

11.Der Schmerz verlangt gespürt zu werden

Jan: Nach einem tiefen basslastigen Intro offenbart sich ein Song, der weitaus weniger finster klingt als sein Text. Beschreibt die dunkelsten, schwermütigsten Momente des Lebens, denen man sich von Zeit zu Zeit stellen muss, um gestärkt und gereinigt aus ihnen hervorzugehen. „Manische Gedanken,  hinter Mauern der Ironie, die Ermordung einer schönen Theorie“.

Sarah: Der Titel sprach mich im Vorfeld am meisten an und ich war ziemlich gespannt, was sich dahinter wohl verbergen würde: Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich ist nie angenehm. Die größten Enttäuschungen bereitet man sich mit seinen eigenen Erwartungen. Eine dunkle, zähe Nummer die einen in die Selbstoffenbarung treibt. Du musst aushalten dich selbst im Spiegel zu betrachten.

Tobias: Vorweg: Ich liebe es wenn ein Song mit einem schön tiefen Basspart beginnt.
Textlich nicht ganz einfach zu durchschauen aber definitiv mit hohem Interpretationsfaktor. Der Schmerz verlangt gespürt zu werden. Der Fall in Sentimentalität ist ausgeschlossen und kann nur durch Schmerz aufgefangen werden. Sich selbst zu hinterfragen ist schwer und schmerzt. Nutzen wir den Schmerz um uns aufzurichten und an uns zu arbeiten. Egal in welcher Situation und zu welchem Zweck.

12. Wie wirklich ist die Wirklichkeit

Tobias: Woher wissen wir was echt ist? Gefühle, dass Sein, alles was wir sind? Gibt es einen Weg da raus? Ein anderes Ich, eine andere Sicht aller Dinge? Kann ich mehr erreichen, mehr sein als ich es jetzt bin oder mir gar zutraue? Mit der unbeschreiblich einzigartigen tiefen Stimme des W werden wir, untermalt durch hallende Gitarren, durch einen düsteren surrealen Traum geführt. Ein schwereloser Zustand den man in den Strophen fühlt, während der Refrain einen textlich wie musikalisch gegen die Wand schlägt und man versucht ist, seine Mauern zu durchbrechen um über den Tellerrand des Jetzt hinaus zu blicken und uns dem Morgen und unserem Gefühl hinzugeben.

Sarah: Ein typischer letzter Track auf einem W-Album. Hier wird noch mal vollends aus der weidner’schen Lyrikader geschöpft. Schwer getragene Gedanken und die Frage aller Fragen: „Ist es wahr, dass es die Wahrheit gar nicht gibt? Nichts Bestand hat und alles fließt?“ Teilweise erinnert mich der erste Teil an „Der Hafen“, bevor die Gitarren den deutlich härteren Part einleiten. Weidner taucht hier abschließend noch mal ziemlich tief und lässt mit den letzten verklingenden Noten, ein beklemmendes Gefühl zurück. Darauf ein Bier im Hier und Jetzt.

Jan: Wie Justitia eine Halbballade, die im Refrain und im Schlussteil einen Gang zulegt. So herrlich tief und dunkel wie in den Strophen klang des W‘s Stimme selten. Unbedingt mal auf Kopfhörern zur Geltung kommen lassen! Schön tiefgründiger Text mit vielen philosophischen Ansätzen. Schmunzeln musste ich, dass hier der metaphorische Gott im Song das Bier holt, während er auf dem Vorgängeralbum in „Vergissmeindoch“ noch weinend im Bett lag.

Der W – „IV“ – Mindfuck Society Track Attack – Part II

März 11th, 2016 | By Redaktion

 mfswiv

Seid ihr bereit für Runde II der Mindfuck Society Track Attack?

Wir haben für euch die Songs „Faust auf Fresse“, „ich komm heim“, „Danke für mein Leben“ und „Keiner kann es besser als du“ unter die Lupe genommen.

05. Faust auf Fresse:

Jan: Der Titel ist Programm. Harte, dreckige Riffs. Der Song beschreibt sich im Refrain am besten selbst: „Würd‘ Gewalt die Lösung sein, wäre dieses Lied eine Schlägerei. Die Stimmen scharfe Klingen und die Bässe, die Faust in der Fresse.“

Sarah: Hat für mich ein paar Durchläufe gebraucht, wird aber jedes Mal besser. „..wär dieses Lied eine Schlägerei? Die Stimmen scharfe Klingen und die Bässe, die Faust in der Fresse.“ – diese Selbstauskunft beschreibt den Song schon ziemlich gut. Lässige Nummer. Dirks Solo auch wieder ein Brett, das live sicherlich für den ein oder anderen Trance-Zustand sorgen wird.

Tobias: Stampfend bewegt sich der Song auf mich zu aber ich kann ihn nicht so recht fassen. Er packt mich irgendwie und der Refrain geht mir nicht aus dem Kopf. Ich ertappe mich wie ich ihn vor mich her summe und dabei mit dem Kopf wippe. Textlich nicht ganz einfach für mich. Wenn wir unsere Wut und unsere Emotionen nicht richtig einsetzen und kanalisieren, gehen wir dann kollektiv aufeinander los? Gibt es immer noch zu viele, die das nicht können und sich der Gewalt hingeben? Das sind auf jeden Fall die Fragen die ich mir nach dem Song stelle.

Kevin: Stoner Rock vom allerfeinsten. Headbanging ist angesagt und das Gitarrenriff erinnert an Black Sabbath. Der Song handelt thematisch vom eigenen Handeln und wird ins musikalische projiziert („Und die Bässe, die Faust in der Fresse“). „Der Tod und Geburt zwischen Nabelschnur und Arschgeburt. Sind wir nur Randfiguren, Atome und Zellstruktur.“ Ganz stark W!

06. Ich komm heim

Sarah: Irgendwie der Herzsong für mich und wohl das Mädchenlied auf dem Album. Da wird mir Stephan sicherlich recht geben. Verbirgt sich da eine ziemlich zarte Liebeserklärung an deine Herzmenschen? Die Nummer ist auf jeden Fall ziemlich poppig und erinnert mich im Tonus an „Die Letzten an der Bar“ von den Broilers. Der „Oh Oh Oh Oh Oh“-Part wird sicherlich live ein Hit. Also Stephan, der Song ist gesetzt auf der Setlist. Und wenn nicht, dann zumindest in den Städten in denen ich vorbeigucke. Deal?

Tobias: „Rapper‘s Delight“? Nur ein kurzer Gedanke in den ersten fünf Sekunden ;). Aber mal ernsthaft, „Ich komm heim“ ist eine wundervolle Rockbalade. Vielleicht freue ich mich sogar mehr den Song live zu hören als „Mehr!“. Der Song hat in meinen Augen ein enormes Live-Potential. Kurzweilig, straight aber schöne Stellen für Publikumsinteraktion mit absolut positiven Vibes. Thematisch ist die Frage nach Heimat eine ganz spannende. Wenn meine Interpretation richtig liegt sehe ich es wie Stephan, dass Heimat genau dort ist wo die Menschen sind die ich liebe, egal wo das ist.

Jan: Neben Justitia mein absoluter Liebling auf IV. Unheimlich starker, getragener, melodiöser Refrain, treibender Rhythmus in den Strophen. Der W kommt heim und dieser Song fühlt sich nach Zuhause an. Heimat ist ein Ort der überall sein kann, aber in erster Linie immer dort ist, wo die Menschen sind, die man liebt. „Ich bleib bei denen, die mich lieben. Hier ist mein Platz, hier will ich sein“.

07. Danke für mein Leben

Tobias: Die für mich größte Überraschung. Zum einen ist der Song „härter“ als der Titel vermuten lässt und zum anderen … ALTER … Dieser Sprach-Part! Ist das schon Rap? Egal, es ist ein unglaublich guter Part und haut mich von den Socken. Wenn der Anfang noch sehr animierend und knüppelnd daher kommt, fällt einem spätestens da die Kinnlade herunter, ohne aber das Gefühl zu bekommen es wäre kein typischer W-Song. Große Nummer und eine der besten auf der IV!

Jan: Hart rockender Headbanger. Dennoch anfangs schwer zugänglich aufgrund der diversen Melodie- und Stilwechsel während des Songs. Beim Hören des Sprechgesangs im Mittelteil kommt einem beinahe das Wort „Rap“ in den Sinn. Auf jeden Fall eine interessante, experimentelle Nummer, auf die ich mich aber erstmal einlassen musste. Beschreibt den erstrebenswerten Zustand, mit sich selbst und der Welt im Reinen zu sein.

Sarah: Wow! Der Track mausert sich ab dem Mittelteil zum Überraschungskandidaten auf WIV. Wieso? MC W ist am Mic, so viel sei gesagt. Eine Premiere der schnellen Wortakrobatik. Inhaltlich die Behandlung des weidner’schen Mantras: Sei dir selbst ein Vorbild und lerne aus deinen Fehlern.

08. Keiner kann es besser als du

Tobias: „Keiner kann es besser als du“ groovt wie Hölle. Während die Strophen einem sehr hallig und entfernt vorkommen, könnte man fast meinen, Stephan möchte einem ins Gewissen reden. Der kleine Mann auf der Schulter, der den Kopf zum Rattern bringt. Generell eine sehr rockige Nummer, die einen daran erinnert, an sich selbst zu glauben und das nur einer die Welt verändern kann – Du selbst. Verlierst du dich, verlierst du Alles!

Sarah: Kennt jemand „Wax Estatic“ von Sponge? Der Gitarrensound und die verzerrte Stimme erinnern mich in „KKEBAD“ teilweise daran. Für mich ein sicherer Live-Kandidat in dem ordentlich Smoove für die eingestaubten Hüften steckt. Zufall das Stephan hier als Phrase „Die Vermessung der Welt“ erwähnt?

Jan: Großartig klingende Drums im Intro. Anfangs etwas finster, mutiert das Lied zum gute Laune-, carpe diem-, krieg-deinen-Arsch-hoch Song über Individualität und darüber, wie jeder seinen Beitrag leisten kann, die Welt ein Stück weit besser zu machen. „Mach die Welt ein bisschen besser, an jedem Tag an dem du hier sein darfst, denn keiner kann es besser als du“.

..to be continued..

Der W – „IV“ – Mindfuck Society Track Attack – Part I

März 11th, 2016 | By Redaktion

mfswivGroße Freude im HQ von Mindfuck Society. Uns wurde ebenfalls die Ehre zuteil, vorab in das neue Album „IV“ von Der W reinzuhören. Während das Pre-Listening zu „WIII“ noch im guten alten Studio23 in Frankfurt geschah, passte man sich dieses Mal dem digitalen Zeitalter an. So konnte auch das ganze Team von Mindfuck Society seinen (un)qualifizierten Senf zu den neusten Tracks aus dem Hause Weidner abgeben. Vier ganz unterschiedliche Charaktere, die unterschiedlichen Geschmäckern frönen, nahmen ihre ganz persönliche Bewertung vor. Des Weidners neue musikalische Kleider wurden von uns auf Herz & Nieren sowie Ohrwurmtauglichkeit geprüft.

Part I der Mindfuck Society – Track Attack – geprüfte Qualität der Musik zuliebe 

01. Neuland:

Tobias: „Warten nervt“ und „Erinnerung ist Sperrgepäck“. Dem bequemen Alltag entfliehen, sich nicht ausruhen und einen ungewissen Weg einschlagen. Die Frage, nach dem was noch da draußen wartet, scheint Stephan keine Ruhe zu lassen. Seine Suche nach dem Neuen, dem Unbekannten und der Flucht vor der Gemütlichkeit, eröffnet der Song das Album und gibt eine gewisse Marschrichtung vor. Musikalisch erinnert es mich ein wenig an The Black Keys mit doch sehr gängigem Refrain. Gefällt mir sehr!

Sarah: Oh,ich möchte direkt mitsmoofen! Der Plattenstart also schon mal direkt gelungen. Aufbruchsstimmung nach dem Schema W! Ich gebs zu, Stephan hat mich schon direkt mit seinen ersten Zeilen gekriegt, denn niemand singt so lässig und niemand schreit so animalisch „Neuland“ wie der W. „Höchste Zeit sein Glück zu finden, auf Schwingen die mich nach oben bringen!“ – einen positiveren W-Start hat es bisher noch nicht gegeben.

Jan: Hoffnungsversprühender Song voller Aufbruchsstimmung und Lust auf Veränderung. Vergangenheitsbewältigung à la W. Vielversprechende Eröffnung des Albums und sicher bestens geeignet, um auf den kommenden Konzerten den Startschuss zu geben. „Der Wind in den Bäumen ruft mich lauter als zuvor. Den Kopf in den Wolken, die Hände im Dreck, ich will weg. Erinnerung ist Sperrgepäck“.

Kevin: Starkes Intro – Der W ist wieder da! „Ich will dahin, wo ich Fremder bin“. Nur nicht in bequemer Umgebung die Füße hochlegen, sondern immer auf der Suche. Dauerthema in Stephans Texten. Der Song entwickelt sich zu einem Rockbrett und hat das Zeug zum Opener auf der Tour. Für mich ein extrem positiver Song, der durch Stephans Gesang „Neeeulaaand!“ extremen Ohrwurmcharakter hat.

02.Mehr:

Jan: Durchweg positiver Song voller Lebensfreude. Mitwippen und mitsingen ist extrem schwer bis gar nicht zu unterdrücken. Definitiv ein Live-Kracher. Stimmung, Sound und Aussage sind eine wundervolle Essenz aus „Heiß“ und „Du kannst es“.

Sarah: Diesen Song gab es die Tage ja schon zum Download und meine erste Reaktion habe ich Stephan auch direkt mitteilen müssen: „Alter, du sprichst mir ja so aus der Seele!“„Mehr“ berührt so tief und entfacht auf emotionale Art in mir die einsame Wölfin, die auf der Reise ihres Lebens stetig auf der Suche ist. Ja, nach was eigentlich? Ich weiß es nicht, aber der Song stimmt mich glücklich.

Tobias: Positiver geht’s nicht. Das wohl eingängigste Rockbrett auf der ganzen Scheibe. Ich will Mehr! Und das mit jeder Note. Hier hält mich nichts mehr, ich will nur noch abgehn‘ und den Song in die Welt schreien! Könnte stimmungstechnisch auf der Bühne unschlagbar werden. Ich bin gespannt. Da freue ich mich aber schon drauf. Ich will mehr, mehr als nur leben!

Kevin: Gute Laune Rocknummer wie „Heiß“ sehr eingängig mit Punkrock-Feeling. Der gehört mit Sicherheit ins Live-Set. Der Song handelt davon, dass man „Mehr“ vom Leben möchte, als es nur abzusitzen. Der W war schon immer anders und bleibt es auch.

03.Zeit:

Tobias: Eine sehr eingängige gradlinige Rocknummer die auch auf der „III“ hätte erscheinen können. Kann man die Zeit totschlagen? Die Frage haben wir uns alle schon gestellt und wird in dem Song mehr als nur auf den Punkt gebracht. Zeit limitiert und hemmt uns all das zu tun, was unser Herz gern möchte. Wenn ich es schaffe, Herr meiner eigenen Zeit zu werden, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Sehr spannender Gedanke!

Jan: Ein Song, der bei mir zunächst ein wenig „Zeit“ brauchte, bis er seine volle Wirkung entfaltete. Schnelles, rockiges Teil mit lyrischer Kampfansage an die Zeit. Voller großartiger Wortspielereien zum unaufhaltsam verrinnenden Namensgeber. „Wo ist die Zeit geblieben, um mich in alles neu zu verlieben?“

Sarah: Die „Zeit“ macht es mir wahrlich schwer. Irgendwie habe ich noch keinen Zugang zu dem Song gefunden. Textlich für mich stärker als musikalisch. Ich glaube, der Song braucht noch einen Durchlauf bei mir. „Tick Tack, Tick Tack“, finde ich ja schon wieder geil und hievt den Track eine Stufe höher auf der „Gefällt mir“-Skala. Ab dem Mittelteil wird es besser, denn der Groove kommt langsam in die Hüften und ich ertappe mich beim stimmigen Kopfnicken. Aber allein das Statement zählt: „Die Schlacht gegen die Zeit gewinnt, wer sie sich einfach nimmt. Wo ist die Zeit geblieben, um mich in alles neu zu verlieben. Sei der Zeit einen Schritt voraus, nimm die soviel zeit wie du brauchst.“

Kevin: Zeitknappheit ist eine echte Volkskrankheit. Auch am W geht der Kelch nicht vorüber. „Die Schlacht gegen die Zeit gewinnt, wer sie sich nimmt!“ Der Song groovt durch die Boxen, das Tanzbein wird in Anspruch genommen. Straighter Rock-Song mit Metal-Einfluss.

04. Justitia:

Tobias: Verdammt, angefangen mit düsterem Klavier und tiefen Bässen schnürt der Song spätestens mit der ersten Strophe einem den Hals zu. Ein beklemmendes Gefühl das mich beschleicht und ich will gar nicht wissen wie es sein muss unschuldig der Freiheit beraubt zu sein. Genau das scheint der Song aber vermitteln zu wollen. Der Refrain möchte zwar noch mal die eigene Stärke bewusst machen aber ein ungutes Gefühl bleibt. Verdammt, ist das gut umgesetzt, mir läuft ein Schauer über den Rücken!

Jan: Meisterwerk. Punkt. Ach was, fettes Ausrufezeichen! Track 4 auf der IV war bereits beim ersten Durchgang meine Nummer 1. Beginnt mit Piano-Intro und steigert in seinem Verlauf stetig die Intensität der Instrumente, die auf einen klanglichen Höhepunkt zusteuern, der einen anschließend mit abklingendem Piano wieder zurücklässt. Der Refrain verursacht Gänsehaut, macht süchtig und lässt einen nicht mehr los.

Kevin: Mit einem ruhigen Piano-Intro eingeläutet, entwickelt sich die Nummer zu einem unheimlich fetten Ding, die Gitarren knallen im Refrain ohne Ende. Ist zwar keine Gute-Laune-Tanznummer, aber beschert einem Gänsehautmomente. Für mich ganz großes Kino!

Sarah: Über den Piano-Part am Anfang wurde ja bereits ausführlich von allen Seiten geschwärmt, dem schließe ich mich nahtlos an. Ich stehe total auf das lange,schwere balladeske Intro und Weidners Stimme. In dieser Tonlage darfst du mich das nächste Mal gerne begrüßen Stephan, da steh ich drauf, haha. Erwähnte hier schon jemand die drückenden Gitarrenriffs im Soli-Part? Wer wie ich auf psychedelisches Stoner-Geriffel steht, der wird seine wahre Freude haben. Baby Melancholie grüßt im Outro!

..to be continued..

Warum Ghost meine neue Lieblingsband ist..

Februar 27th, 2016 | By Sarah

..und warum auch ihr Ghost lieben solltet!

eine musikalische Liebeserklärung von Sarah

copyright: Mindfuck Society

copyright: Mindfuck Society

Mit Lieblingsbands verhält es sich ungefähr so wie mit Lieblingsmenschen. Du triffst sie und es macht einfach „BÄM!“
Ich war auf etlichen Konzerten in der letzten Zeit, einfach um meinen musikalischen Horizont stetig zu erweitern und um letztendlich eine gute Zeit zu erleben. Nie hätte ich erwartet, dass ich dabei ganz unverhofft auf meine neue Lieblingsband treffe, ohne sie explizit gesucht zu haben: Ghost!
Meine erste Begegnung mit den schwedischen Okkult-Rockern wäre 2014 auf dem Sonisphere Festival in Hamburg gewesen. Das Problem an der Sache ist, dass meine eigentliche Intension dieses Festival zu besuchen, der Headliner war. Metallica. Aus diesem Grund war ich erst relativ spät in der Venue und sah nur zwei von drei Supportbands. Die erste Band verpasste ich – Ghost! Wäre mir nicht zufällig in den letzten Tagen mein Festivalticket in die Hände gefallen, auf dem mich das Bandlogo der Schweden anlächelte, wäre mir diese eiskalte Tatsache erspart geblieben, dass ich meine jetzige Lieblingsband mal locker lässig verpasst habe. #epicfail nennt man sowas wohl im Social Web und in der Blogosphäre.

Okay, meine erste richtige Begegnung mit Ghost, an die ich mich auch erinnern kann, war dann doch erst vergangenen Dezember. Ein Arbeitskollege mit exzellentem Musikgeschmack, schwärmte die ganze Zeit, ja fast schon penetrant, von den übermächtigen Ghost. Wie es das Schicksal wollte, hatte er noch ein Ticket für das Konzert in Hamburg über. Die ersten Songs auf Spotify überzeugten mich nicht zu 100%. Die Musik entsprach zwar meinem Geschmack, aber ich konnte mich anfänglich einfach nicht mit der Stimme des Sängers anfreunden. Da ich aber Bock auf Neues hatte, entschied ich mich, der Band live eine Chance zu geben. Und ganz ehrlich Leute, das war die beste Entscheidung die ich 2015 in Sachen Musik getroffen hatte. Denn die Band liefert nicht nur ein solides Metal-Konzert ab. Nein, sie kreieren ihre ganz eigene Messe. Der Dunst, der im Vorfeld der Show auf der Bühne entfachten Räucherstäbchen, umgarnt ehrfürchtigen Kirchenchorgesang, der bereits erahnen lässt, was hier auf den neugierigen Konzertbesucher zukommt. Ghost spielen ganz bewusst mit satanischen Texten und verpacken diese gekonnt mit geballter Ironie in ihrer Live-Inszenierung.

Aber wer sind denn jetzt eigentlich Ghost?

copyright: Mindfuck Society

copyright: Mindfuck Society

Allein schon die Erkenntnis, das man gar nicht so genau weiß, wer sich hinter der Maskerade versteckt, macht die Band so interessant. Im Fokus liegt klar die theatralische Inszenierung ihrer Konzerte. Es sind die geheimnisvollen Masken der fünf „Nameless Ghouls“ und ein übermächtiger „Papa Emeritus III“, der wie ein teuflischer Derwisch durch die musikalische Messe führt. Ein weiteres bedeutendes Faszinosum ist der regelmäßige Austausch von Papa Emeritus. Die Pfiffigen unter euch, werden sich sicherlich beim Lesen der letzten Sätze gedacht haben: „Papa Emeritus III? Was ist mit I und II“?  Glückwunsch, ihr seid auf der richtigen Spur. Der amtierende Papa Emeritus III hatte bereits zwei Vorgänger. Das Prozedere ist gänzlich einfach:

Zu jeder Album-Produktion wird ein neuer Papa gewählt, der das Amt übernimmt und als Leader der „Nameless Ghouls“ fungiert. Ghost halten bewusst ihre Identität geheim und schüren damit zusätzlich die Neugierde unter ihren Fans. Magazine munkelten bereits, dass sogar Dave Grohl (Foo Fighters) in Verkleidung eines Ghoul, bereits ein Ghost Konzert spielte. Es könnte sich also eine musikalische Supergroup hinter Ghost verbergen, die ganz anonym das abliefern möchte, was sie am besten kann: Faszination für das wirklich wichtige – die Musik. Ego-Befindlichkeiten finden bei dieser Band einfach nicht statt. Ein Hoch auf die Anonymität, die gleichzeitig so anziehend sein kann.
Nicht umsonst haben Ghost erst neulich den Grammy für die beste Metal-Performance abgeräumt und das sogar als erste europäische Band überhaupt. Einfach mal lässig Slipknot und Lamb of God in die Tasche gesteckt, damit hätten sie wohl selbst am wenigsten gerechnet. Die Journalisten auf dem roten Teppich vermutlich ebenso wenig. Sonst wären die Interviews mit Ghost sicherlich nicht so unvorbereitet und dementsprechend peinlich abgelaufen. „Oh erzählt doch mal was zu euren Outfits?“ – eine nervige Frage, die Papa Emeritus III ziemlich cool beantwortet: „Gut, sie sind schwarz und reichen von hier oben bis nach unten.“ So watscht man oberflächige Billboard-Journalisten ab. Einfach groß..ääh ghostartig! (Das Interview gibt es übrigens hier)

Lange genug geschwärmt, jetzt folgt Musik.
Ghost –  Cirice

Ghost – Monstrance Clock:

Ghost – He Is

Und weil keiner so schön Roky Erickson covert:
Ghost – If You Have Ghost (übrigens mein absoluter Übersong!)

Unsere Konzertipps für 2016!

Januar 13th, 2016 | By Redaktion

credits: Mindfuck Society

credits: Mindfuck Society

Die ersten Tage von 2016 sind gezählt und wir können es kaum erwarten, die ersten Live-Events gebührend zu zelebrieren. Oft ist es so, dass man von den wirklich coolen Konzerten erst im Nachhinein mitkriegt oder noch schlimmer, wenn sie bereits ausverkauft sind.

Das soll euch nicht passieren, daher gibt es von uns einen kleinen, persönlichen Ausblick auf die angesagtesten Tourneen 2016,die ihr unserer Meinung nach, auf keinen Fall verpassen solltet.

EMP Persistance Tour:
LineUp: Ignite, Terror, H2O, Iron Reagan, Twitching Tongues, Wisdom in Chains, Risk it!

15.01.2016, Hamburg – Große Freiheit
16.01.2016, Oberhausen – Turbinenhalle
20.01.2016, Saarbrücken – Garage
21.01.2016, München – Backstage
23.01.2016, Dresden – Alter Schlachthof

Donots:
20.01.2016, Bremen – Schlachthof
21.01.2016, Hannover – Capitol
22.01.2016, Kiel – Die Pumpe
23.01.2016, Düsseldorf – Stahlwerk
24.01.2016, Luxemburg – Den Atelier
27.01.2016, Stuttgart – LKA Longhorn
29.01.2016, Bielefeld – Ringlokschuppen
30.01.2016, Hamburg – Große Freiheit

Parkway Drive:
Support: Architects, Thy Art Is Murder

22.01.2016, Würzburg – Posthalle
23.01.2016, München – Zenith
24.01.2016, Berlin – Columbiahalle
29.01.2016, Hamburg – Sporthalle
30.01.2016, Köln – Palladium
31.01.2016, Leipzig – Haus Auensee
01.02.2016, Wien – Gasometer
05.02.2016, Zürich – Volkshaus
06.02.2016, Lausanne – Les Docks
18.02.2016, Oberhausen – Turbinenhalle

More Than A Thousand:
Support: Promethee, Hills Have Eyes

05.02.2016, Wien – Das Bach
06.02.2016, München – Backstage
07.02.2016, Leipzig – Four Rooms
08.02.2016, Berlin – Musik und Frieden
09.02.2016, Hamburg – Hafenklang
10.02.2016, Stuttgart – JuHa West
11.02.2016, Wiesbaden – Schlachthof
12.02.2016, Oberhausen – Resonanzwerk

Stick To Your Guns:
Support: Counterparts, Stray From The Path, Wolf Down

04.02.2016, Hannover – Musikzentrum
05.02.2016, Leipzig – Conne Island
07.02.2016, München – Backstage
09.02.2016, Wien – Arena
10.02.2016, Innsbruck – Weekender Club
11.02.2016, Stuttgart – Im Wizemann
20.02.2016, Hamburg – Logo
21.02.2016, Berlin – SO 36
25.02.2016, Saarbrücken , Garage
26.02.2016, Oberhausen – Turbinenhalle II
27.02.2016, Würzburg – Posthalle

Ghost:
13.02.2016, Graz – Orpheum
17.02.2016, Frankfurt – Batschkapp
18.02.2016, Saarbrücken – Garage
19.02.2016, Dresden – Reithalle
20.02.2016, Herford – X-Herford
21.02.2016, Bremen – Kulturzentrum Schlachthof

Wanda:
16.02.2016, Freiburg – Jazzhaus
18.02.2016, Frankfurt – Batschkapp
20.02.2016, Ulm – Roxy
21.02.2016, Karlsruhe – Tollhaus
22.02.2016, Nürnberg – Löwensaal
24.02.2016, Erfurt – Stadtgarten
25.02.2016, Krefeld – Kulturfabrik
26.02.2016, Köln – Palladium
29.02.2016, Hamburg – Große Freiheit
01.03.2016, Berlin – Columbiahalle
03.03.2016, Münster – Jovel Music Hall
04.03.2016, Würzburg – Posthalle
05.03.2016, Dresden – Reithalle

Alligatoah:
25.02.2016, München – Zenith
26.02.2016, Stuttgart – Hanns-Martin-Schleyer-Halle
27.02.2016, Hohenems – Event Center
03.03.2016, Frankfurt – Jahrhunderthalle
04.03.2016, Saarbrücken – E-Werk
05.03.2016, Köln – Palladium
06.03.2016, Köln – Palladium
10.03.2016, Graz – Helmut-List Halle
11.03.2016, Wien – Gasometer
12.03.2016, Würzburg – Posthalle
18.03.2016, Hamburg – Sporthalle
19.03.2016, Bremen – ÖVB Arena
20.03.2016, Münster – Messe + Congress Centrum Halle Münsterland
02.04.2016, Berlin – Max-Schmeling-Halle

Massendefekt:
Support: Alex Mofa Gang

11.03.2016, Dresden – Puschkin Club
12.03.2016, Leipzig – Moritzbastei
18.03.2016, München – Backstage
19.03.2016, Wien – Arena
01.04.2016, Köln – Live Music Hall
02.04.2016, Frankfurt – Nachtleben
08.04.2016, Münster – Sputnikhalle
09.04.2016, Hamburg – Logo
15.04.2016, Hannover – Bei Chez Heinz
16.04.2016, Berlin – Musik und Frieden

Rogers:
Support: Das Pack

24.03.2016, Essen – Zeche Carl
25.03.2016, Berlin – Cassiopeia
26.03.2016, Dresden – Scheune
27.03.2016, Frankfurt – Das Bett
31.03.2016, Köln – Underground
01.04.2016, München – Backstage
02.04.2016, Stuttgart – Club ZwölfZehn
07.04.2016, Hannover – Musikzentrum
08.04.2016, Bremen – Tower Musikclub
09.04.2016, Münster – Gleis 22

Der W:
03.04.2016, Osnabrück – Rosenhof
04.04.2016, Bochum – Matrix
05.04.2016, Stuttgart – LKA Longhorn
06.04.2016, Nürnberg – Hirsch
07.04.2016, München – Theaterfabrik
09.04.2016, Innsbruck – Music Hall
10.04.2016, Lahr – Universal D.O.G.
12.04.2016, Köln – Essigfabrik
13.04.2016, Hamburg – Große Freiheit
15.04.2016, Dresden – Alter Schlachthof
16.04.2016, Erfurt – Stadtgarten
17.04.2016, Berlin – Huxleys Neue Welt
19.04.2016, Neu-Isenburg – Hugenottenhalle
20.04.2016, Hannover – Capitol
21.04.2016, Magdeburg – Altes Theater

D-A-D:
30.04.2016, München – Backstage
01.05.2016, Nürnberg – Hirsch
03.05.2016, Bochum – Zeche
04.05.2016, Berlin – Huxleys neue Welt
05.05.2016, Leipzig – Hellraiser
06.05.2016, Hannover – Musikzentrum
07.05.2016, Kiel – Halle 400

Weltturbojugendtage 2016
LineUp: Kvelertak, Turbo ACs, Mantar, Turbonegro…

29.07.2016, Hamburg – Grünspan
30.07.2016, Hamburg – Große Freiheit

The Cure:
Support: The Twilight Sad

17.10.2016, Hamburg – Barclaycard Arena
18.10.2016, Berlin – Mercedes-Benz Arena
24.10.2016, München – Olympiahalle
26.10.2016, Wien – Marx Halle
06.11.2016, Stuttgart – Hanns-Martin-Schleyer-Halle
08.11.2016, Leipzig – Arena
10.11.2016, Köln – Lanxess Arena

 

to be continued…

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