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Broilers-Interview: Stellt hier Eure Fragen!

Dezember 8th, 2014 | By Redaktion

Hoppla, bei uns steht dieses Jahr noch ein Interview-Termin an und zwar mit den werten Broilers aus Düsseldorf. In Frankfurt haben wir die Gelegenheit diesen feinen Menschen ein paar Fragen zu stellen. Nicht, dass uns nicht selbst so einiges einfallen würde, was wir gerne von den Broilers wissen würden. Viel spannender finden wir euren zusätzlichen Input. Welche Informationen sollen wir Sammy und Co. entlocken?

Schreibt eure Fragen hier in die Kommentare und wir versuchen, euren Input in unser Interview einzubauen.

credits: Christian Thiele

credits: Christian Thiele

Danke für euren Support!

Interview Der W, Stuttgart 2013

Mai 9th, 2013 | By Redaktion

Wir trafen Stephan und Dirk im Rahmen ihrer “W III” Tour im Mai 2013 im LKA Longhorn in Stuttgart zum Interview. Geplant hatten wir ursprünglich ein Video-Interview, leider hat uns aber die enorme Lautstärke im Cateringbereich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Ton der Aufnahme war sehr bescheiden, was wir sehr bedauern. Jetzt haben wir uns noch einmal die Mühe gemacht und das Interview für unser Archiv in Schrift festgehalten.

credits: Mindfuck Society

credits: Mindfuck Society

Die erste Frage natürlich vorweg: Wie geht es dir Stephan nach deinem Unfall?

Stephan: Also mir geht es eigentlich wieder ganz gut…bin so aus dem Gröbsten raus und hab jetzt so richtig Spaß wieder auf den Konzerten. Also ich nehm immer noch meine Medizin usw., bin also immer noch schön vollgestopft mit Medikamenten aber bau auch da langsam so ein bisschen ab, weil ein Traum wäre natürlich so am Ende der Tour frei von Opiaten zu sein. Nicht das ich danach noch zur Entziehungskur muss. (lacht)
Das ist also momentan so Stand der Dinge, mir geht es eigentlich ganz gut.

 Ist es realistisch, dass du das Abschlusskonzert ohne Morphiumpflaster bestreitest?

Stephan: Ich sag mal, ich will es nicht riskieren, ne? Aber ich tu’ die schon kleiner schneiden und hab jetzt schon die halbe Dosis und wie gesagt, ich hoffe das ich dann zum letzten Konzert endlich mal richtiges Bier trinken kann.

Man hörte, dass die W-Band auch von kleineren Wehwehchen geplagt ist? Henning ging es wohl nicht so gut?

Dirk: (nickt) Ja, der hatte Brech-Durchfall. Wenn ihrs genau wissen wollt. (lacht)

Aber bei dir ist alles gut?

Dirk: Ja, ich hab total Glück gehabt dieses Mal. Ich bin aber auch ein bisschen solider unterwegs, als auf den letzten Touren. Also jetzt nicht engelsgleich aber mach’ immer noch so ein bisschen Sport und meine Gesangsübungen. Diesmal ist da also nichts mit Stimmbandentzündung. Ich hab echt jetzt mal mehr auf mich aufgepasst.

Ihr lasst es generell ja jetzt ein bisschen ruhiger angehen..

Stephan: Naja, ich sag mal, das größte Partytier ist ja jetzt sozusagen draußen, der ja immer normalerweise zuletzt ins Bett geht und am meisten säuft und der die anderen wahrscheinlich so ein Stück weit auch animiert..und der ist jetzt nicht da. Dementsprechend, denke ich mal, sind die Jungs jetzt auch ein bisschen früher im Bett und das tut uns allen auch mal ganz gut.

Dirk: Ja.

Stephan: Ich hab mir das auch alles viel schlimmer vorgestellt. Ich dachte erst, ohne Alkohol das geht irgendwie gar nicht, aber es geht doch ganz gut, ja. Und man kriegt es auch zurück in Form von die Stimme ist nicht weg, es gab keine großen stimmlichen Probleme..

Dirk: ..gar keine..

Stephan: ..keine bösen Krankheiten, außer den Rippen jetzt. Also dementsprechend läuft es eigentlich gut und die Stimmung ist gut.

Und hast du dir schon ne neue Sportart überlegt, die du jetzt in Angriff nimmst? Weil Joggen und Fahrrad fahren ist jetzt definitiv Geschichte!

Stephan: Wieso joggen? Wieso darf ich nicht mehr joggen?

Dein Knie?

Stephan: Jaaaa gut, man darf ja jetzt nicht päpstlicher sein als der Papst. Ich war ja joggen, bevor ich dann auf die glorreiche Idee kam wieder das Fahrrad zu holen. DAS Fahrrad zu holen…und das war ja dem Umstand geschuldet, das ich eben Probleme hatte mit dem Laufen wahrscheinlich auch durch die Knie und Fehlstellungen, keine Ahnung. Aber du, ich bin jetzt mittlerweile 50 Jahre da kommen halt diese kleinen Zipperlein und da muss ich durch. Scheissegal, irgendwann fällt er auseinander aber bis dahin seh’ ich geil aus! (lacht)

Ich hab’ von vielen Fans gehört, dass die Setlist dieses Jahr ziemlich gut ankommt. In wieweit hat euch denn da die Setlisten-Abstimmung im Vorfeld beeinflusst?

Dirk: Man macht das schon ein Stück weit, aber es ist auch viel Duplizierung und man achtet auch drauf, das eine gewisse Dramatik und Flow entstehen in der Setliste…und wir achten drauf, dass wir nicht zu viele Gitarrenwechsel haben, die wir bei anderen Touren zum Teil hatten, das es eben schön flüssig bleibt.

Stephan: Ja, es gibt ja mehrere Faktoren die da die Setliste bestimmen. Das ist zum einen wie Dirk gerade sagte, das Tuning ist entscheidend, dass wir eben nicht so häufig Gitarrenwechsel machen müssen, Songs gebundener spielen können, nicht so viele Pausen machen müssen und dann eben lieber an den richtigen Stellen mal längere Ansprachen vom Stapel lassen und somit geht es auch flüssiger Hand in Hand. Dann natürlich gucken wir auch auf unsere Faves, was uns jetzt am besten steht und wir wollten auch ein paar Gassenhauer wie “Gewinnen kann jeder”,  wir wollten so ein bisschen aus der Spaßecke raus, weil wir dachten: “Hey, wir wollen die Songs hören, die uns wirklich am besten stehen.”. Zuallerletzt gucken wir dann aber auch noch mal auf das Ranking und dann stellen wir fest, dass eigentlich doch ganz, ganz viele Songs an vorderster Stelle lagen, die auch für uns so die Favoriten waren. Okay und dann gibt es auch aus der unteren Region so zwei, drei Songs die wir dabei haben, da nehmen wir dann eben keine Rücksicht drauf. Wir wollen ja auch diese Songs etablieren, die jetzt nicht in erster Linie Party geeignet sind, wie jetzt z.B. “Mordballaden” oder “Vergiss mein doch”, die uns halt irgendwie wichtig sind und die nehmen wir dann einfach trotz schlechtem Abschneiden im Internet-Voting, in die Setlist. Das letzte Album ist uns natürlich auch wichtig und da wollen wir lieber den ein oder anderen Song mehr haben und dann fällt eben ein anderer raus.

Dirk: Wenn wir Spaß haben auf der Bühne, dann haben alle anderen ja auch Spaß und ich denke, dass zeigt sich auch.

“Kampf den Kopien” war erst in der Setlist drin, ist mittlerweile wieder rausgeflogen..gibt es dafür einen Grund? Ist das Thema zu heikel..

Dirk: Nein, das Thema nicht..das war einfach auch nur vom musikalischen, dramatischen ..haben wir da halt geguckt und dachten, da entsteht immer so eine kleine Lücke an der Stelle. Wir haben dann halt ausprobiert “Lektion in Wermut” zu nehmen und gemerkt, dass läuft ein bisschen runder und hat sich halt jetzt so etabliert. Wir würden trotzdem auch “Kampf den Kopien” spielen, aber es muss halt alles irgendwie reinpassen. Es kommt eben immer auf den Song an, auch wenn Leute einen Lieblingssong haben, wenn der halt nicht reinpasst in die Setliste, dann bringt es einfach nichts.  Das zerreisst ja die ganze Dramatik.

Stephan: Also wir haben natürlich, dadurch das wir jetzt eh schon ein paar Stimmungshits rausgeschmissen haben, gemerkt das in diesem Teil mit ..“Mordballaden”..ne, nicht “Mordballaden”..was kam vor “Kampf den Kopien” ?

Dirk: “Herz voll Stolz”

Stephan: “Herz voll Stolz“! Richtig! “Herz voll Stolz” und dann kam “Kampf den Kopien” und da gab es dann so ne Lücke auf einmal, so stimmungsmäßig. Da wir ja eh auf ein paar Stimmungshits verzichtet haben, war mir das zu viel an der Stelle und dann haben wir versucht, wir Dirk sagte, “Lektion in Wermut” mit reinzupacken und das hat besser gemacht. Wir müssen dann auch immer Rücksicht nehmen auf die Tunings, wenn wir einen komplett anderen Song reingenommen hätten, dann hätten wir auch wieder einen Gitarrenwechsel gehabt. Jetzt ist das Gesamtbild unheimlich rund und deswegen tue ich mich jetzt auch schwer, “Kampf den Kopien” wieder mit reinzunehmen. Dann war es natürlich auch so, durch meinen Unfall haben wir auch ein-zwei Songs rausgeworfen…beispielsweise..ach, am besten sage ich es gar nicht, dann vermisst sie auch keiner..das ist das richtige Konzept (grinst).
Also wir haben die Setlist dann doch noch mal gekürzt, weil es zu Anfang einfach wahnsinnig schwer war für mich mit den Schmerzen die komplette Show durchzuziehen.

Dirk: Vielleicht können wir es ja sagen, “Lektion in Wermut” war einer davon..

Stephan: Ja, “Lektion in Wermut” war einer davon…

Dirk: ..der hat ja auch einfach wehgetan beim Singen, weil der muss mit Druck gesungen werden und..

Stephan: ..der ist ziemlich hoch auch und das hat richtig wehgetan. “Schlag mich” war einer, den wir rausgeschmissen haben. Ja, aber trotzdem haben wir jetzt die Gewissheit das Viele am Abend glücklich nach Hause gehen, zumindest erweckt das so den Eindruck und dementsprechend sind wir total zufrieden mit der Auswahl.

JC hat ja erzählt, dass ihr eigentlich vor deinem Unfall geplant hattet, zwei Setlisten zu konzipieren als Bonus für die Die-Hard-Fans, damit diese mal andere Songs im Wechsel hören. Stimmt das?

Stephan: Jein..also nicht zwei Setlisten aber es war schon auch geplant, wir haben extra mehr eingeprobt um variieren zu können. Aber es hat sich jetzt so schön eingespielt, es geht gut von der Hand und wir haben tatsächlich wahnsinnig viel Spaß mit der Setliste, dass ich mich einfach total schwer tun würde irgendwas daran zu ändern und andere Songs zu bringen. Es läuft einfach tierisch gut durch und ich denke, das ist die Hauptsache und die Leute die oft kommen, die erleben ja sowieso jeden Tag was anderes (grinst). Ich vergesse immer irgendeine neue Textzeile oder es passiert etwas Unvorhersehbares. Es ist ja kein Konzert wie das andere, zu der immer gleichen Setlist. Es bleibt ja doch immer spannend, ne?

Klar, das auf jeden Fall. Gibt es denn einen Song von der neuen Platte (W III) der euch live besonders Spaß macht?

Dirk: Die machen alle besonders Spaß. Ehrlich gesagt. (grinst)
Ich hab letztens auch schon mal so eine ähnliche Frage gestellt bekommen und für mich ist der Song an sich eigentlich ziemlich egal. Mir geht es nur darum, richtig einzutauchen und fühlen, was der Song hat, den man gerade spielt. Wenn man das schafft, das wirklich zu empfinden, dann ist das tierisch. Das ist das Ziel und dann ist es egal, welcher Song das ist. Wenn du es wirklich fühlst, wenn du auch merkst es kommt bei den Leuten auch so an..deswegen macht man das aber auch.

Stephan: Genau, das Wichtigste ist einfach tatsächlich in deiner Setliste, in dem Song, diesen Moment zu stecken. Wenn du den hast, dann springt auch der Funke über. Es gibt eben zwei, drei Shows.. Göttingen war jetzt z.B. so eine Geschichte, Dirk ging es da ähnlich wie mir..es war ne tolle Show, die Leute waren gut drauf aber man merkt selbst als Musiker, dass man irgendwie auf Standards zurückgreift. “Ok, das kam jetzt im Laufe der Zeit gut an..dann wiederholt man sich so” und nicht weil man 1000%ig drin ist. Man liefert dann eben so Standards ab, die funktionieren halt irgendwie. Aber die Shows, wo du dann wirklich drin bist, wo du in dem Moment wirklich drin bist, das sind dann die Konzerte, wo du dann abends da sitzt, wie gestern Nürnberg beispielsweise, und sagst: “GEIL!”. Da ist es dann auch egal ob da 700 Leute stehen oder 3.000. Das ist dann einfach so..das ist auch das was als Mucker wirklich am meisten Spaß macht.

Stichwort: “Ein Lied für meinen Sohn”. Was ist da die Tour los mit dir? Wir haben da so kleine Helferlein im Publikum, die immer fleissig mitzählen und wir kommen da auf 6-7 Konzerte, wo es einfach nicht geflutscht ist..beeinflusst dich der Song so emotional? Warum immer die eine Stelle?

Stephan: (lacht) Es ist ja nicht nur der Song..ok da war es jetzt wirklich gravierend und nicht zu erklären.
Ok, es gibt natürlich Erklärungsversuche..jedes Konzert ist ja schon auch anders und da ich zu der Kategorie Musiker gehöre, die unheimlich intensiv mit dem Publikum arbeiten..also sprich, auch Blickkontakt suche und versuche sich da auch was rauszuholen aus den Leuten. Da kann es gut sein, dass es da immer so Phasen gibt in denen ich tatsächlich immer so abgelenkt bin und die Konzentration verliere. Wäre jetzt für mich die einzige Erklärung im Moment. Ich könnte natürlich auch dastehen und sagen: “Ok ich konzentriere mich jetzt ganz genau auf das was ich da tue”, aber ich glaube, das wäre unheimlich langweilig. Für mich zumindest. Ganz ehrlich, ich gehe dieses Risiko einfach ein und habe nicht die Ambitionen das perfekte Konzert hinzulegen, sondern lieber in DEM Moment zu sein, da ist es mir tatsächlich wichtiger mit den Leuten zu interagieren, zu spielen und auch in deren Gesichtern zu lesen und dabei was für mich rauszuziehen. Das geht natürlich auf Kosten der Konzentration, dann entstehen solche Dinge und wieso es immer so gravierend gerade bei dem Song passiert, kann ich dir ehrlich gesagt nicht sagen. Es ist wahrscheinlich schon im Hinterkopf so eine kleine Blockade, ich komme mir ja selber manchmal schon ein bisschen dämlich vor. Auf der anderen Seite hadere ich auch nicht damit. Wie gesagt, ich habe mich auch bei Kevin entschuldigt..früher habe ich ihm immer heftigste Vorwürfe gemacht, das er sich Texte nicht merken kann und irgendwann habe ich ihn angerufen: “Hier Kevin, sorry ich weiß jetzt genau was da los ist..mir geht es auch die ganze Zeit so.” Das ist wahrscheinlich einfach schon Teil einer Weidner-Show, das irgendwo ein Hänger ist. That’s the way it is..scheiss drauf!

Was hältst du von den netten Gesten mit den Zetteln vorne in den ersten Reihen?

Stephan: Super süß! Ich meine, einmal hat mich dieser Zettel an der falschen Stelle natürlich…dann singst du aber liest gleichzeitig noch irgendetwas, da musst du ja rauskommen, ne? Das ist wie gesagt, auch schon so ein bisschen meine Erklärung. Wenn ich was mitbekomme, was mich in diesem Moment vielleicht die Konzentration verlieren lässt. Wäre eine Möglichkeit. Kann aber auch einfach pure Doofheit sein.

Mal sehen wie es heute klappt..

Stephan: (grinst) jaa..

Kommen wir zu den Vorbands. “Dunderbeist” – wie kam die Zusammenarbeit zustande? Wer hat das entschieden?

Stephan:  Na letztendlich entscheide ich, mit wem ich auf Tour gehe. Wir sammeln erst mal die Möglichkeiten und Vorschläge und Bands, die an uns heran getragen werden und dann wird irgendwie gesiebt.  Dann passt es manchmal terminlich nicht, dann war es auf dieser Tour so das keine der Bands, mit denen wir vor hatten auf Tour zu gehen, die ganze Tour über zu spielen. So haben wir uns letztendlich entschieden, dass so zu stückeln und aufzuteilen. Ich finde es auch ganz okay, grade die Leute die eben viele Shows besuchen, die müssen ja ihren Spaß haben, ständig andere Vorbands zu bekommen. Ich finde es gut.
Ich finde auch beide Bands gut. Wobei ich “Dunderbeist” jetzt musikalischer noch ein wenig spannender finde, als Toxpack. Aber das sind supernette Jungs, mega sympathisch und ich fand es toll das sie dabei waren.

Habt ihr was von den Rock’n’Roll Overdose Vorbands in Frankfurt mitbekommen?

Dirk: (schüttelt mit dem Kopf) Wenn ich selbst spielen muss, dann gucke ich mir ganz selten andere Bands an. Ich bin dann einfach in meinem eigenen Film und muss mich irgendwie fokussieren.  Manchmal ist es so, wie jetzt hier zum Beispiel, dass man einen Balkon hat und ganz easy mal auf die Bühne schauen kann. Aber normalerweise steht man dann an der Seite und da ist eh ein Scheiss-Sound. Es ist nicht so, als würden mich die Bands nicht interessieren, aber ich muss mich sehr auf mich konzentrieren.

Sind neben dem Summer Breeze weitere Festival-Auftritte für dieses Jahr geplant?

Stephan: Leider nicht. Es gab noch ein paar andere Angebote, aber das waren eher so B- und C-Festivals und viel Deutsch-Rock-Kram und so. Da haben wir uns nicht so motiviert gefühlt zuzusagen. Summer Breeze, freuen wir uns sehr drauf, vielleicht können wir noch ein, zwei ausgefallenen Shows nachholen..wäre ein Gedanke, aber das ist im Moment alles noch nicht spruchreif.

Gibt es eine Option für eine mögliche Wintertour?

Dirk: Keine Ahnung. Also, wir spielen natürlich immer gerne, aber das muss ja auch alles irgendwie passen.

Stephan: Wir betreiben ja das was wir tun mit einer Menge Aufwand und dementsprechend braucht das Vorbereitung, kostet wahnsinnig viel Geld. Ich weiß, es gibt Leute die uns oft sehen wollen. Ich denke, für mich persönlich, dass ich mal eine Auszeit bräuchte. Da warten noch zwei, drei andere Aufgaben auf mich, die ich zu bewältigen habe und nach denen, wird es mir glaube ich, mal ganz gut tun kurz Luft zu holen.
Klar, spiele ich total gerne und es läuft eigentlich. Wenn ich mir die ganze Tour so vorstelle, es läuft unheimlich harmonisch zwischen uns, der Crew. Die Leute sind wahnsinnig gut drauf. Es macht echt einen Heidenspaß auch jetzt wo ich beginne, dass alles auch genießen zu können, ne? Klar, kann ich mir das vorstellen zu spielen, das ist auch toll für uns zusammen abzumucken. Aber es ist auch so, dass ich auch einfach mal, auch gegen meinen immer unruhigen Geist ankämpfen muss, und mal sagen muss: “Ey, mach mal ne kurze Pause. Atme mal richtig durch.” Ich will auch mit den Jungs bald ein neues Album machen, so schnell wie es geht. Naja nicht so schnell wie es geht, aber..wir haben Bock halt. Aber mal durch schnaufen wäre glaube ich, schon ganz geil.

Das wäre die nächste Frage gewesen: Neues Album kommt dann dementsprechend..

Stephan: ..es kommt, aber wir haben jetzt noch nichts. Mal davon abgesehen, dass ich immer Textideen sammele, haben wir jetzt noch über gar nichts nachgedacht. Wie gesagt, alles zu seiner Zeit. Neues Album haben wir Bock drauf definitiv, da brauch sich keiner Sorgen zu machen. Aber wann das sein wird, das kann jetzt noch keiner sagen.

Kommen wir zu deinem Lieblingsthema, du ahnst es vielleicht..

Stephan: Nee?

Was ist mit “Komm schon” ?

Stephan: Ach, mein Lieblingsthema! (lacht)

Gibt es irgendetwas neues zu erzählen zu diesem Projekt?

Stephan: Also, ich müsste im Prinzip nur mal meinen Arsch hochbekommen und es mangelt mir tatsächlich an für einer, für mich ganz wichtigen Komponente, denn der Song der steht ja soweit, oder der Text oder auch die Kooperationen..da gibt es ne Menge interessanter Zusagen, aber auch sicherlich mehrere Personen, die ich gerne dabei hätte, die wir erst mal im Detail abklopfen müssen ob das funktioniert.. Termine bestimmen müssen, usw. Aber es fehlt eine ganz entscheidende Geschichte die zu diesem Projekt dazugehört und das ist dieses Manifest, was ich gerne doch noch mal, wie soll ich sagen..was ich damit bewirken möchte oder das was es sein kann, dies gilt eben noch in Worte zu fassen und diese Worte sind nicht einfach zu finden, sie müssen leicht verständlich sein, sie müssen kurz sein und sie müssen trotzdem jeder Kritik standhalten. Es soll einfach ein Projekt sein, was von Herzen kommen soll und keinen kommerziellen Hintergrund haben darf. Es ist nicht so einfach, tatsächlich hapert es daran und darauf fehlte mir wahrscheinlich in der Vergangenheit die Muße dazu, mich darum zu kümmern. Wenn ich es schaffe jetzt nach der Tour und nach zwei, drei anderen Dingen, die jetzt noch anstehen, mal nach einer kurzen Ruhephase mich damit zu befassen, dann glaube ich, kriege ich das auch hin. Ja und dann wird es sicherlich eine spannende Geschichte. Alle, mit denen ich bisher dazu gesprochen habe, sagen dazu “Wow! Wahnsinn! Setz das Ding um, mach das!”, und ja wie gesagt, ich will auch keine leeren Versprechungen machen, es wird irgendwann kommen. Ich hoffe, dass ich mir nicht ewig lange Zeit lassen muss.

Du sagst, zwei, drei andere Dinge..sind das Projekte, die die Band betreffen oder..

Stephan: Da darf ich jetzt noch nicht drüber reden.

Gut.. du wirst diesen Monat 50…

Stephan: Hach, stimmt ja..

..macht ihr euch beide Gedanken über das Älter werden oder ist es euch egal? Mich beschäftigt das z.B. schon.. Wie ist es mit euch? Wird man entspannter?

Dirk: Ja schon. Ich weiß noch, wie es war als ich 30 wurde. Damals (lacht). Da wurde alles gut. Tatsächlich ist es ja so, wenn man älter wird, ich bin jetzt 38..eigentlich noch recht jung..

Stephan: Ja noch jung..

Dirk: Ne aber, ich hab zwei Kinder, die groß werden und man wird schon entspannter. Ich für mich jedenfalls. Viel mehr als ich in meinen 20ern war. Ja man merkt aber auch die körperlichen Defizite die dann kommen, man ist nicht mehr so belastbar und so. Man muss sich halt ein bisschen umstellen, aber man kann sich ja auch ein bisschen verändern und dann macht das auch Spaß.

Stephan: Ja, ich denke auch wenn man ..ich finde das Älter werden auch eher, wie soll ich sagen, empfinde das als etwas Schönes. Man darf halt nicht versuchen, all zu sehr in der Jugend hängen zu bleiben. Jede Phase des Lebens hat eine total schöne Komponente und ich kann mir das Altern total gut vorstellen, mir macht das eigentlich eher Spaß. Ich fühle mich, ja man reift ja und weiß mehr und kann gewisse Dinge mit mehr Gelassenheit angehen. Trotzdem mag ich auch diesen ganzen jungen Wahnsinn und als ich 30 war, also bitte, da hat mich ja gar nichts gehalten. Da war ich ja total vom Wahnsinn besessen. Schöne Zeit, aber die ist auch vorbei und ich bin froh, dass ich sie auch ausgiebig genossen habe aber ich vermisse sie jetzt auch nicht. Ich ersetze sie halt durch andere Dinge und deswegen macht mir das Alter auch nichts aus. Wichtig für mich ist, dass ich die körperliche Fitness irgendwie beibehalte, mir ständig neue Herausforderungen setze, die müssen jetzt aber nicht sportlich sein (grinst). Wie gesagt, Älter werden macht eigentlich Laune, finde ich. Weil ich einfach auch ruhiger werde und gelassener und entspannter bin.

Ihr habt vor ca. zwei Monaten ein Video online gestellt in dem ihr beide beim Tätowierer wart..und ihr habt beide zum Teil gleiche Zeichensymbole auf euren Fingern..

Stephan: Wir sind tourschwul!

Tourschwul, ah ja. Wir sind ein wenig neugierig, was die Zeichen zu bedeuten haben..

Stephan: Naja, ich meine, ein umgedrehtes Kreuz..mein Sohn hat mich drauf gebracht. Für mich bedeutet das einfach, das Gute und das Böse. Es gibt Himmel und Hölle und all die Dinge, die auch in dir stecken und nicht Orte sind an die man geht und sich daran zu erinnern, dass Dinge eben in einem selbst drin sind, die man selbst steuern kann, das selbst in die eine oder andere Richtung bewegen, man kann das Gute gewinnen lassen oder das Böse, aber sie existieren zu gleichen Teilen in einem selbst. Das bedeutet für mich dieses Symbol.

Und der Anker?

Stephan: Der Anker ist Hoffnung und Zuversicht und die Zuversicht ist für mich doppelt wichtig, grade auch in Phasen, wo es einem vielleicht nicht ganz so gut geht. Das man die aber eben halt auch annimmt und nicht verzweifelt, nicht sich zu sehr grämt, sondern das als eine Herausforderung ansieht und auch mal als eine Phase der Demut irgendwie reflektiert. Wo man auch einfach mal “Danke” sagen muss, für all das was so passiert ist und nicht dann gerade sagt “wie scheiße, dass das jetzt grade nicht da ist..”.. es tut auch einfach mal ganz gut, ein bisschen wieder runter zu kommen. Es schrumpft sich alles ein bisschen kleiner und das ist total gesund. Man sieht im Prinzip, dass man gar nicht viel braucht um glücklich zu sein. Aber trotzdem warten da draußen noch ganz viele spannende Dinge auf einen, du darfst also nie irgendwie das Positive verlieren. Was willst du noch wissen?

Wir zeigen auf das nächste Symbol.

Stephan :Das andere ist geheim! Das geht niemanden was an…

Und das auf dem kleinen Finger?

Stephan: Ewigkeit.

Ok! So kommen wir zu eurer Top 3 der Tour. Welche Städte waren besonders gut?

Dirk: Hannover war halt die erste Show die stattgefunden hat. Hamburg war gut und gestern, Nürnberg war glaube ich, das Highlight. Obwohl der Laden ja eigentlich total fertig ist..und man hat gar nicht den Platz die ganze Lichtanlage aufzubauen, aber die Atmosphäre war einfach richtig toll.

Stephan: Hannover ist mir halt sehr gut in Erinnerung geblieben, Köln war auch sehr,sehr schön.  Frankfurt war ne klasse Show, fand ich.

Frankfurt hat glaube ich niemand erwartet, dass es so gut wird.

Stephan: Ne, da habe ich..da haben wir  eh immer die Konzerte, wo ich so wenig Erwartungen hatte..Frankfurt war ja auf Grund des letztens Konzertes eher “ach komm..”, das winken wir dann wieder irgendwie so durch, war nun aber überraschend gut gewesen. Tolle Show. Nürnberg gestern war auch der Hammer. Das waren halt so die Highlights.

Die letzten Worte sind wie immer euch. Möchtet ihr noch irgendwas loswerden?

Dirk: Ich will meine Oma grüßen (lacht).

Stephan: Vielleicht darf ich einfach mal so anmerken, dass ich finde, dass wir ein total tolles Publikum haben. Also wir haben jetzt zwar über drei, vier Städte gesprochen, wo es ganz besonders toll gewesen war, aber auch alle anderen Konzerte waren schön. Ich habe das Gefühl gehabt, die Leute sind alle sehr happy nach Hause gegangen. Ich hoffe, die erzählen es ihren Leuten, die daheim geblieben sind und bringen sie das nächste Mal mit. Sonst ist eigentlich alles gut. Man kann echt nur Danke sagen. Wir haben jetzt auch wirklich unsere Fangemeinde vor uns stehen, ich hoffe, dass die Begeisterung eben mit nach Hause genommen wird und eben an Freunde und Freundinnen und Familie weitergegeben wird und das wir das nächste Mal eben den ein oder anderen mehr hier sehen.

Der W – Interview mit Dirk Czuya und Stephan Weidner

Mai 8th, 2013 | By Tobias

Da ist es! Der erste Teil unseres in Stuttgart geführten Interviews mit Stephan Weidner und Dirk Czuya von DER W.

Wir bitten die fiesen Hintergrundgeräusche zu entschuldigen, leider stand uns nur der Cateringraum zur Verfügung…Die weiteren Teile kommen in den nächsten Tagen! Bleibt dran!

 

“Der W” über die Musik anderer Bands (RockHard)

Oktober 8th, 2012 | By Tobias

 

credits: Christian Thiele

Wärend der finalen Produktion und Veröffentlichung von W III hat das Rock Hard Magazin es sich nicht nehmen lassen der Band ein Paar Stücke von verschiedenen Künstlern vorzuspielen. Der Gedanke dabei ist, die Songs anzuspielen und den Jungs rund um “Der W” die Möglichkeit zu geben sich einmal reinzuhören und ein wenig zu spekulieren. “Wer ist es?”, “Wie klingt es?”, “Was denkt ihr darüber?”.
Was dabei so rumkommt und wie der Eine oder Andere über die jeweilige Band denkt könnt ihr nun hier nachlesen.

 

MOTÖRHEAD – Rock´n´Roll

STEPHAN: »Klar, ´Rock´n´Roll´ von Motörhead.«
JC: »Das ist die letzte Motörhead-Platte mit Philthy am Schlagzeug.«

Meine Lieblingsplatte von Lemmy & Co. ist die „1916“. Und eure?

STEPHAN: »„1916“ ist eine gute Platte, aber ich würde noch ein bisschen weiter zurückgehen.«
DIRK: »„No Sleep ´Til Hammersmith“ und „Ace Of Spades“, also die Klassiker.«
STEPHAN: »Da bin ich dabei.«
JC: »Und die Liveplatte „Everything Louder Than Everyone Else“ ist fucking Killer. Ich mag auch die „Motörizer“-Scheibe. Die hat mich sehr beeindruckt.«
STEPHAN: »Ich war kürzlich bei Motörhead auf Rock am Ring und habe die Jungs dort getroffen. Vor allem von Mikkey Dee war ich mal wieder beeindruckt – was der am Schlagzeug immer noch für einen Job macht. Verglichen mit den ganzen anderen Drummern auf dem Festival, muss ich sagen: Respekt, der Junge hat eine Energie!«

FREI.WILD – Arschtritt

HENNING: »Hosen?«
DIRK: »Frei.Wild! Die Nummer hier klingt eigentlich voll Hosen-mäßig.«
STEPHAN: »Vollkommen uninteressant, um ehrlich zu sein.«
DIRK: »Musikalisch finde ich das voll langweilig.«
STEPHAN: »Wenn ich so was höre, denke ich nicht mal an die alten Onkelz. Da fand ich die sogar noch besser. Vor 20, 25 Jahren wäre das interessant gewesen, aber heutzutage…«
DIRK: »Letztlich alles Geschmackssache. Wenn man auf solche Mucke steht, ist das bestimmt cool.«
STEPHAN: »Wenn ich so Musik hören will, dann lege ich doch lieber die alten Onkelz auf.«
DIRK: »Oder die Hosen. Das ist klassischer deutscher Punkrock, finde ich.«
STEPHAN: »Als Onkel, der die Welle mit losgetreten hat, macht es einen in gewisser Hinsicht schon stolz. Man darf den Ball auch aufnehmen und inspiriert sein, aber was da teilweise passiert, ist einfach nur kopiert – und das macht mir dann weniger Spaß. Es gibt Jungs, die machen das besser, und es gibt auch ein paar Jungs, die machen das ein bisschen schlechter. Und manche sind halt dreist, und ich finde, die Jungs hier sind dreist.«

DANKO JONES – Full Of Regret

DIRK: »Danko Jones!«
JC: »Cool! Good fuckin´ Rock´n´Roll. Ich mag seine Stimme. Die klingt ein bisschen nach Lenny Kravitz.«
STEPHAN: »Ich bin eh ein großer Danko-Fan. Wir wollten auch mal, dass er uns auf einer Tour begleitet. Deshalb habe ich ihn vor einem Konzert in der Batschkapp besucht, um ihn bei der Gelegenheit davon zu überzeugen, dass er das doch bitte machen soll. Danko rockt richtig, hat eine markante Stimme, ist leicht wiederzuerkennen, und mit Musik kennt er sich auch super aus. Auf der Bühne ist das ein cooler Typ mit einer schönen großen Fresse, hinter der Bühne ist er sehr charmant und angenehm.«

JINGO DE LUNCH – Cowboy Song

STEPHAN: »„I´m just a cowboy…“ – das ist eine Thin-Lizzy-Coverversion, aber von wem? Könnten das The Distillers sein?«
DIRK: »Girlschool?«

Der Song wurde in den Achtzigern aufgenommen, und die Sängerin ist Kanadierin.

STEPHAN: »Kanadierin – Avril Lavigne?«

Der Henning weiß, wer das ist.

STEPHAN: »Wieso sagst du es dann nicht?«
HENNING: »1988 aufgenommen, da habe ich mitgespielt.«
STEPHAN: »Wie – Jingo De Lunch, oder was?«

BETONTOD – Wenn der Sturm beginnt

STEPHAN: »Vom Sound her könnte das Metal sein. Iron Maiden sind das aber nicht, oder? (Lacht) Klingt ein bisschen wie eine Mischung aus Onkelz und Hosen. Ach, Betontod – von denen liest man gerade öfter. Klingt musikalisch nicht ganz so stumpf wie viele andere Bands aus der Ecke.«
JC: »Gut gemacht, sehr cool.«
STEPHAN: »Ich bin halt nicht mehr so der Fan dieser Stimmen. Die haben sich im Laufe der Jahre ein bisschen abgenutzt. Ist aber ordentlich gemacht. Wenn ich die CD umsonst kriege, höre ich mir die Platte auch gerne mal an (lacht). Das soll jetzt nicht anmaßend klingen, aber ich bin ein bisschen rausgewachsen aus dem ganz einfachen Zeugs. Dazu muss man jung oder richtig besoffen sein, glaube ich.«

PRO-PAIN – Foul Taste Of Freedom

JC: »Jesus Christ!«
STEPHAN: »Klasse Song.«
DIRK: »Die Crumbsuckers fand ich immer total geil.«
STEPHAN: »Mehr Hardcore als Metal.«
JC: »Das war vor meiner Zeit. Der Song ist von der ersten Platte. Ich bin erst zehn Jahre später bei Pro-Pain eingestiegen. Killer-Album! Ich kann mich noch daran erinnern, wie die Scheibe rauskam und wie begeistert ich war. Mit meiner alten Band Raped Ape haben wir für Pro-Pain auf der Tournee zur Platte eröffnet.«
STEPHAN: »Pro-Pain haben auf meinem ersten Soloalbum gespielt. Hey, Pro-Painos: Respekt! Die haben mittlerweile auch Hardcore-Geschichte geschrieben und sich nie verbiegen lassen.«

DIE TOTEN HOSEN – Tage wie diese

STEPHAN: »Genesis? Ach, Hosen. Der Anfang klang ein bisschen wie ´The Carped Crawlers´ von Genesis. Ich glaube, von dem Erfolg des Songs sind die Jungs auch ein bisschen überrascht. Zumindest in dem Ausmaß.«
DIRK: »Musikalisch klingt das für mich eher nach so was wie Reamonn, also Popmusik.«
STEPHAN: »Bis zum Refrain hat man sogar Probleme, das den Hosen zuzuordnen. Klingt halt sehr poppig. Ist nicht mein Titel, auch wenn das als Untermalung zu ´nem Fußballding schon passt. Die Hosen waren nie richtig meine Welt, aber ich kann verstehen, dass Leute das mögen. Ich war wie gesagt kürzlich auf Rock am Ring und habe mir die dort auch mal angeschaut. Als Liveband sind die Jungs immer noch ´ne Bank, die Leute sind da wirklich abgedreht. Für mich persönlich sind die reinen Mitgrölnummern nicht mehr so spannend, da habe ich mich ein Stück weit von entfernt. Ich möchte das jetzt aber auch nicht schlechtquatschen. Wer´s mag – cool.«

Findest du Die Ärzte im direkten Vergleich mit den Hosen besser oder schlechter?

STEPHAN: »Ich kenne von den Ärzten wahrscheinlich genauso wenig wie von den Hosen. Früher dachte ich immer, Die Ärzte sind ein bisschen lustiger in ihren Texten bzw. in Anführungszeichen intelligenter, aber letztlich kann ich Die Ärzte nicht gut finden, weil sie sich nach wie vor so abfällig über die Onkelz äußern. (An seine Bandkollegen gerichtet Was sagt ihr eigentlich so zu meinen Feindbildern?«
HENNING: »Ich kenne beide Bands ja auch. Die Hosen haben wir mit Jingo mal supportet, und Die Ärzte wohnen bzw. wohnten mal in Berlin. Über die Hosen kann ich sagen, dass die sehr fair zu ihren Vorbands sind, d.h. man wird bezahlt, kriegt alles zum Fressen und lebt in Saus und Braus. Das ist auch eine sehr gute Liveband. Nicht von der musikalischen Perfektion her, sondern weil sie richtig rocken.«
DIRK: »Beide Bands haben auf jeden Fall ihre Berechtigung. Als ich Die Ärzte kennengelernt habe, war ich klein und habe Metal gehört. Da fand ich solche Musik pauschal scheiße. Und davon konnte ich mich im Laufe der Jahre nie so richtig lösen, auch wenn ich als Musiker total respektiere, was die machen. Lustige Musik war nie meins.«
STEPHAN: »Sehe ich ähnlich. Für mich hat Mucke immer was mit Tiefe, Ernst und auch mit Härte zu tun gehabt.«

Was gefiel euch am besten?

JC: »Motörhead.«
STEPHAN: »Pro-Pain.«
HENNING: »Motörhead.«
DIRK: »Danko Jones.«
STEPHAN: »Und Danko Jones.«

 Quelle: RockHard Magazin

Interview: The Scarlets (Berlin 12/11)

Januar 5th, 2012 | By Tobias

Die Scarlets. Neben Eschenbach waren auch die sympathischen Australier als Opener für die beiden Berlin Konzerte von “Der W” gesetzt.
Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen und die Vier für euch vor Ort zum Gespräch gebeten. Wie eine Band, vom anderen Ende der Welt, zu “Der W” kommt und was dabei für Hürden aber auch Erfolgserlebnisse auftreten, könnt ihr in diesem Interview erfahren.

Foto: Edmund Hartsch

Wie würdet ihr die Stilrichtung eurer Musik beschreiben?

Nick: Nelli, was hat Stephan zu dir gesagt?

Nelli: Letzte Nacht? Er sagte, dass es einiges an guter Punk-Rock-Energie hat, nur dass eine dieser 40er Jahre Filmstar-Sexbomben an der Front steht. *lacht*

Nick: Ja, wir wollen diese starke Energie auf die Bühne bringen, wie ihr vielleicht gestern schon bemerkt habt. Wir spielen auch keine Balladen, da wir nicht wollen, dass unser Publikum einschläft. Im großen und ganzen kann man sagen, dass es Rock ‘n Roll mit einem hohen Maß an Energie ist und natürlich mit Nelli am Mikrofon. Eigentlich sogar noch mit Lizzy an den Drums, aber leider konnte Sie bei dieser Tour nicht dabei sein. Ums kurz zu fassen, zwei Mädels und zwei Jungs die kräftig Gas geben. *lacht*

Warum kann Lizzy nicht dabei sein?

Nick: Da wir ja bei keinem Label unter Vertrag stehen, müssen wir noch arbeiten gehen. Auf Grund der Weihnachtszeit und der dadurch anfallenden Arbeit hat ihr Arbeitgeber sie nicht gehen lassen. Wir haben das natürlich akzeptiert, dass sie arbeiten muss, was wir ja leider alle noch müssen, und dadurch nicht mitkommen kann. So musste sie also zu Hause bleiben und wir haben Tom als Ersatz bekommen.

Ist Lizzy denn auch so ein großer Onkelz-Fan und nun traurig, dass sie daheim bleiben muss?

Nick: Ja, traurig ist sie schon, aber ich würde sie jetzt nicht als großen Onkelz-Fan betrachten. Sie kennt die Onkelz und sie steht auf Punk-Rock aber ich denke sie ist mehr ein Fan der Toten Hosen. Ich glaube ja, dass sie ein wenig auf Campino steht. *lacht* Continue reading »

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