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Was wollt ihr hören? Die Setlist für Der W live 2016

März 20th, 2016 | By Redaktion

DerW_DDorf_6Der W kommt in wenigen Wochen auf Tour. Grund genug sich schon mal mit möglichen Setlist-Konstellationen auseinanderzusetzen. Wie viele Songs sind vom neuen Album „IV“ gesetzt? Wird Der W noch alte Perlen wie „Angst“ oder „Autonomie des ICHs“ performen? Werden die Non-Album-Tracks wie „Bring mich heim„, „Wer hasst dich“ oder „5 Minuten Ruhm“ wieder ausgegraben?

Letztendlich werden wir uns überraschen lassen müssen. Da wir uns aber gerne in den eigenen Träumereien verlieren, darf unsere traditionelle „Was wollt ihr hören?„-Abstimmung vor der Tour nicht fehlen. Stimmt für eure 20 Favoriten ab, die eurer Meinung nach unbedingt auf die Setlist von Der W 2016 gehören.

Viel Spaß!

Eure Wunsch-Setlist für Der W live 2016 ?

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Der W – „IV“ – Mindfuck Society Track Attack – Part III

März 18th, 2016 | By Redaktion

mfswiv..und der letzte Teil unserer Track Attack. Wir haben die Lieder “ Welt ohne Farben“, „Vorhaut, Kopftuch, Kruzifix“, „Der Schmerz verlangt gespürt zu werden“ und „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“ auf Herz und Nieren geprüft.

09.Welt ohne Farben

Sarah: Ich bin ja Dirk-Fan. Eine coole Socke und zurecht am kreativen Schaffensprozess von W IV beteiligt. Da hat Stephan schon ein geniales Mastermind neben sich gefunden. Umso cooler ist, dass sich Dirk nun endlich seinen eigenen Song im Repertoire verdient hat. Darauf haben wir fast schon zu lange gewartet, oder? Eine Hommage an all die notorischen Schlechtdenker, Schwarzseher und Selbstbemitleider dieser Zeit.

Tobias: Da wird der Protagonist zum Nebendarsteller oder „Dirk Czuya feat. Stephan Weidner“. Harte Gitarrenriffs, gefolgt von einem positiven Schock. Das kann nicht Stephan sein?! – Worauf das hinaus läuft sollte spätestens jetzt klar sein. Cool! Erfrischend! Neuland! Ich erwische mich grinsend den Song zu benicken weil es einfach sowas komplett Neues ist. Textlich dreht sich der Song um Menschen die wir alle kennen. Den Einen oder die Eine, die einfach niemals glücklich sein werden, weil sie sich in ihrem Klagen verrennen. Der Schlag von Menschen bei denen es immer etwas schlimmer und schlechter ist. Nervt! Der Song ist aber auf jeden Fall eine Perle!

Jan: Nein, tatsächlich nicht verhört. Da singt wirklich Dirk die Strophen, bevor dann  im Refrain Stephan mit einsteigt. Ungewohnt, aber gut. Feines Duett vom dynamischen Duo. Richtet sich textlich an  permanente Dauernörgler, die selbst nicht bereit sind irgendetwas zu riskieren, um ihr Leben zu verändern und mit etwas Farbe zu füllen.

10.Vorhaut, Kopftuch, Kruzifix

Tobias: Musikalisch ist VKK ein echtes Brett und hämmert nur so drauf los. Gesangstechnisch finde ich es ziemlich schwer zugänglich – da wirkt es für mich Anfangs etwas sperrig. Es brauchte ein paar Durchläufe bis es bei mir endlich gezündet hat. Ansonsten eine sehr W-typische Art ein solch düsteres Thema anzugehen. Haltet euch an den gesunden Menschenverstand und weniger an fragwürdige Auslegungen von Religionen.

Kevin: Intro mit Geräuschen aus einer Kriegsszene, danach setzen Kirchentöne ein.  Anschließend tiefe, groovende Gitarren, vermutlich das düsterste und metallastischste was bisher als DER W veröffentlicht wurde. Der Song handelt, keine Überraschung vom extremen Glauben. Töten und beten für die Gunst des Propheten. Schwere dunkle Kost, aber äußerst hörenswert.

Jan: Das Intro steigt ein mit Sirenengeheule, einem Hubschrauber, marschierenden Soldaten, Schüssen, Bombenticken und einem Hallelujah-Gesang, in den dann brachial der Gitarreneinsatz hineinkracht. Thematisiert den Missbrauch von Glauben und Religionen zur Rechtfertigung von Gewalt und Kriegen. „Sie töten und beten für die Gunst des Propheten. In Gottes Namen, habt Erbarmen“.

Sarah: Sirenen, durchgezogene Maschinengewehre gepaart mit mahnendem Kirchengesang dirigieren das Intro, bis die knallharten Gitarrenriffs und Bässe einsteigen. Wir leben in einer Zeit in der Truppen wie ISIS Angst und Schrecken und zugleich eine enorme Anziehungskraft ausstrahlen. Wie tückisch kann ein vermeintlicher Glaube sein, der das eigene Hirn manipuliert? Und ich frage mich: Wie konnte es eigentlich soweit kommen? Der Track ist düster, wie die Realität.

11.Der Schmerz verlangt gespürt zu werden

Jan: Nach einem tiefen basslastigen Intro offenbart sich ein Song, der weitaus weniger finster klingt als sein Text. Beschreibt die dunkelsten, schwermütigsten Momente des Lebens, denen man sich von Zeit zu Zeit stellen muss, um gestärkt und gereinigt aus ihnen hervorzugehen. „Manische Gedanken,  hinter Mauern der Ironie, die Ermordung einer schönen Theorie“.

Sarah: Der Titel sprach mich im Vorfeld am meisten an und ich war ziemlich gespannt, was sich dahinter wohl verbergen würde: Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich ist nie angenehm. Die größten Enttäuschungen bereitet man sich mit seinen eigenen Erwartungen. Eine dunkle, zähe Nummer die einen in die Selbstoffenbarung treibt. Du musst aushalten dich selbst im Spiegel zu betrachten.

Tobias: Vorweg: Ich liebe es wenn ein Song mit einem schön tiefen Basspart beginnt.
Textlich nicht ganz einfach zu durchschauen aber definitiv mit hohem Interpretationsfaktor. Der Schmerz verlangt gespürt zu werden. Der Fall in Sentimentalität ist ausgeschlossen und kann nur durch Schmerz aufgefangen werden. Sich selbst zu hinterfragen ist schwer und schmerzt. Nutzen wir den Schmerz um uns aufzurichten und an uns zu arbeiten. Egal in welcher Situation und zu welchem Zweck.

12. Wie wirklich ist die Wirklichkeit

Tobias: Woher wissen wir was echt ist? Gefühle, dass Sein, alles was wir sind? Gibt es einen Weg da raus? Ein anderes Ich, eine andere Sicht aller Dinge? Kann ich mehr erreichen, mehr sein als ich es jetzt bin oder mir gar zutraue? Mit der unbeschreiblich einzigartigen tiefen Stimme des W werden wir, untermalt durch hallende Gitarren, durch einen düsteren surrealen Traum geführt. Ein schwereloser Zustand den man in den Strophen fühlt, während der Refrain einen textlich wie musikalisch gegen die Wand schlägt und man versucht ist, seine Mauern zu durchbrechen um über den Tellerrand des Jetzt hinaus zu blicken und uns dem Morgen und unserem Gefühl hinzugeben.

Sarah: Ein typischer letzter Track auf einem W-Album. Hier wird noch mal vollends aus der weidner’schen Lyrikader geschöpft. Schwer getragene Gedanken und die Frage aller Fragen: „Ist es wahr, dass es die Wahrheit gar nicht gibt? Nichts Bestand hat und alles fließt?“ Teilweise erinnert mich der erste Teil an „Der Hafen“, bevor die Gitarren den deutlich härteren Part einleiten. Weidner taucht hier abschließend noch mal ziemlich tief und lässt mit den letzten verklingenden Noten, ein beklemmendes Gefühl zurück. Darauf ein Bier im Hier und Jetzt.

Jan: Wie Justitia eine Halbballade, die im Refrain und im Schlussteil einen Gang zulegt. So herrlich tief und dunkel wie in den Strophen klang des W‘s Stimme selten. Unbedingt mal auf Kopfhörern zur Geltung kommen lassen! Schön tiefgründiger Text mit vielen philosophischen Ansätzen. Schmunzeln musste ich, dass hier der metaphorische Gott im Song das Bier holt, während er auf dem Vorgängeralbum in „Vergissmeindoch“ noch weinend im Bett lag.

Der W – „IV“ – Mindfuck Society Track Attack – Part II

März 11th, 2016 | By Redaktion

 mfswiv

Seid ihr bereit für Runde II der Mindfuck Society Track Attack?

Wir haben für euch die Songs „Faust auf Fresse“, „ich komm heim“, „Danke für mein Leben“ und „Keiner kann es besser als du“ unter die Lupe genommen.

05. Faust auf Fresse:

Jan: Der Titel ist Programm. Harte, dreckige Riffs. Der Song beschreibt sich im Refrain am besten selbst: „Würd‘ Gewalt die Lösung sein, wäre dieses Lied eine Schlägerei. Die Stimmen scharfe Klingen und die Bässe, die Faust in der Fresse.“

Sarah: Hat für mich ein paar Durchläufe gebraucht, wird aber jedes Mal besser. „..wär dieses Lied eine Schlägerei? Die Stimmen scharfe Klingen und die Bässe, die Faust in der Fresse.“ – diese Selbstauskunft beschreibt den Song schon ziemlich gut. Lässige Nummer. Dirks Solo auch wieder ein Brett, das live sicherlich für den ein oder anderen Trance-Zustand sorgen wird.

Tobias: Stampfend bewegt sich der Song auf mich zu aber ich kann ihn nicht so recht fassen. Er packt mich irgendwie und der Refrain geht mir nicht aus dem Kopf. Ich ertappe mich wie ich ihn vor mich her summe und dabei mit dem Kopf wippe. Textlich nicht ganz einfach für mich. Wenn wir unsere Wut und unsere Emotionen nicht richtig einsetzen und kanalisieren, gehen wir dann kollektiv aufeinander los? Gibt es immer noch zu viele, die das nicht können und sich der Gewalt hingeben? Das sind auf jeden Fall die Fragen die ich mir nach dem Song stelle.

Kevin: Stoner Rock vom allerfeinsten. Headbanging ist angesagt und das Gitarrenriff erinnert an Black Sabbath. Der Song handelt thematisch vom eigenen Handeln und wird ins musikalische projiziert („Und die Bässe, die Faust in der Fresse“). „Der Tod und Geburt zwischen Nabelschnur und Arschgeburt. Sind wir nur Randfiguren, Atome und Zellstruktur.“ Ganz stark W!

06. Ich komm heim

Sarah: Irgendwie der Herzsong für mich und wohl das Mädchenlied auf dem Album. Da wird mir Stephan sicherlich recht geben. Verbirgt sich da eine ziemlich zarte Liebeserklärung an deine Herzmenschen? Die Nummer ist auf jeden Fall ziemlich poppig und erinnert mich im Tonus an „Die Letzten an der Bar“ von den Broilers. Der „Oh Oh Oh Oh Oh“-Part wird sicherlich live ein Hit. Also Stephan, der Song ist gesetzt auf der Setlist. Und wenn nicht, dann zumindest in den Städten in denen ich vorbeigucke. Deal?

Tobias: „Rapper‘s Delight“? Nur ein kurzer Gedanke in den ersten fünf Sekunden ;). Aber mal ernsthaft, „Ich komm heim“ ist eine wundervolle Rockbalade. Vielleicht freue ich mich sogar mehr den Song live zu hören als „Mehr!“. Der Song hat in meinen Augen ein enormes Live-Potential. Kurzweilig, straight aber schöne Stellen für Publikumsinteraktion mit absolut positiven Vibes. Thematisch ist die Frage nach Heimat eine ganz spannende. Wenn meine Interpretation richtig liegt sehe ich es wie Stephan, dass Heimat genau dort ist wo die Menschen sind die ich liebe, egal wo das ist.

Jan: Neben Justitia mein absoluter Liebling auf IV. Unheimlich starker, getragener, melodiöser Refrain, treibender Rhythmus in den Strophen. Der W kommt heim und dieser Song fühlt sich nach Zuhause an. Heimat ist ein Ort der überall sein kann, aber in erster Linie immer dort ist, wo die Menschen sind, die man liebt. „Ich bleib bei denen, die mich lieben. Hier ist mein Platz, hier will ich sein“.

07. Danke für mein Leben

Tobias: Die für mich größte Überraschung. Zum einen ist der Song „härter“ als der Titel vermuten lässt und zum anderen … ALTER … Dieser Sprach-Part! Ist das schon Rap? Egal, es ist ein unglaublich guter Part und haut mich von den Socken. Wenn der Anfang noch sehr animierend und knüppelnd daher kommt, fällt einem spätestens da die Kinnlade herunter, ohne aber das Gefühl zu bekommen es wäre kein typischer W-Song. Große Nummer und eine der besten auf der IV!

Jan: Hart rockender Headbanger. Dennoch anfangs schwer zugänglich aufgrund der diversen Melodie- und Stilwechsel während des Songs. Beim Hören des Sprechgesangs im Mittelteil kommt einem beinahe das Wort „Rap“ in den Sinn. Auf jeden Fall eine interessante, experimentelle Nummer, auf die ich mich aber erstmal einlassen musste. Beschreibt den erstrebenswerten Zustand, mit sich selbst und der Welt im Reinen zu sein.

Sarah: Wow! Der Track mausert sich ab dem Mittelteil zum Überraschungskandidaten auf WIV. Wieso? MC W ist am Mic, so viel sei gesagt. Eine Premiere der schnellen Wortakrobatik. Inhaltlich die Behandlung des weidner’schen Mantras: Sei dir selbst ein Vorbild und lerne aus deinen Fehlern.

08. Keiner kann es besser als du

Tobias: „Keiner kann es besser als du“ groovt wie Hölle. Während die Strophen einem sehr hallig und entfernt vorkommen, könnte man fast meinen, Stephan möchte einem ins Gewissen reden. Der kleine Mann auf der Schulter, der den Kopf zum Rattern bringt. Generell eine sehr rockige Nummer, die einen daran erinnert, an sich selbst zu glauben und das nur einer die Welt verändern kann – Du selbst. Verlierst du dich, verlierst du Alles!

Sarah: Kennt jemand „Wax Estatic“ von Sponge? Der Gitarrensound und die verzerrte Stimme erinnern mich in „KKEBAD“ teilweise daran. Für mich ein sicherer Live-Kandidat in dem ordentlich Smoove für die eingestaubten Hüften steckt. Zufall das Stephan hier als Phrase „Die Vermessung der Welt“ erwähnt?

Jan: Großartig klingende Drums im Intro. Anfangs etwas finster, mutiert das Lied zum gute Laune-, carpe diem-, krieg-deinen-Arsch-hoch Song über Individualität und darüber, wie jeder seinen Beitrag leisten kann, die Welt ein Stück weit besser zu machen. „Mach die Welt ein bisschen besser, an jedem Tag an dem du hier sein darfst, denn keiner kann es besser als du“.

..to be continued..

Der W – „IV“ – Mindfuck Society Track Attack – Part I

März 11th, 2016 | By Redaktion

mfswivGroße Freude im HQ von Mindfuck Society. Uns wurde ebenfalls die Ehre zuteil, vorab in das neue Album „IV“ von Der W reinzuhören. Während das Pre-Listening zu „WIII“ noch im guten alten Studio23 in Frankfurt geschah, passte man sich dieses Mal dem digitalen Zeitalter an. So konnte auch das ganze Team von Mindfuck Society seinen (un)qualifizierten Senf zu den neusten Tracks aus dem Hause Weidner abgeben. Vier ganz unterschiedliche Charaktere, die unterschiedlichen Geschmäckern frönen, nahmen ihre ganz persönliche Bewertung vor. Des Weidners neue musikalische Kleider wurden von uns auf Herz & Nieren sowie Ohrwurmtauglichkeit geprüft.

Part I der Mindfuck Society – Track Attack – geprüfte Qualität der Musik zuliebe 

01. Neuland:

Tobias: „Warten nervt“ und „Erinnerung ist Sperrgepäck“. Dem bequemen Alltag entfliehen, sich nicht ausruhen und einen ungewissen Weg einschlagen. Die Frage, nach dem was noch da draußen wartet, scheint Stephan keine Ruhe zu lassen. Seine Suche nach dem Neuen, dem Unbekannten und der Flucht vor der Gemütlichkeit, eröffnet der Song das Album und gibt eine gewisse Marschrichtung vor. Musikalisch erinnert es mich ein wenig an The Black Keys mit doch sehr gängigem Refrain. Gefällt mir sehr!

Sarah: Oh,ich möchte direkt mitsmoofen! Der Plattenstart also schon mal direkt gelungen. Aufbruchsstimmung nach dem Schema W! Ich gebs zu, Stephan hat mich schon direkt mit seinen ersten Zeilen gekriegt, denn niemand singt so lässig und niemand schreit so animalisch „Neuland“ wie der W. „Höchste Zeit sein Glück zu finden, auf Schwingen die mich nach oben bringen!“ – einen positiveren W-Start hat es bisher noch nicht gegeben.

Jan: Hoffnungsversprühender Song voller Aufbruchsstimmung und Lust auf Veränderung. Vergangenheitsbewältigung à la W. Vielversprechende Eröffnung des Albums und sicher bestens geeignet, um auf den kommenden Konzerten den Startschuss zu geben. „Der Wind in den Bäumen ruft mich lauter als zuvor. Den Kopf in den Wolken, die Hände im Dreck, ich will weg. Erinnerung ist Sperrgepäck“.

Kevin: Starkes Intro – Der W ist wieder da! „Ich will dahin, wo ich Fremder bin“. Nur nicht in bequemer Umgebung die Füße hochlegen, sondern immer auf der Suche. Dauerthema in Stephans Texten. Der Song entwickelt sich zu einem Rockbrett und hat das Zeug zum Opener auf der Tour. Für mich ein extrem positiver Song, der durch Stephans Gesang „Neeeulaaand!“ extremen Ohrwurmcharakter hat.

02.Mehr:

Jan: Durchweg positiver Song voller Lebensfreude. Mitwippen und mitsingen ist extrem schwer bis gar nicht zu unterdrücken. Definitiv ein Live-Kracher. Stimmung, Sound und Aussage sind eine wundervolle Essenz aus „Heiß“ und „Du kannst es“.

Sarah: Diesen Song gab es die Tage ja schon zum Download und meine erste Reaktion habe ich Stephan auch direkt mitteilen müssen: „Alter, du sprichst mir ja so aus der Seele!“„Mehr“ berührt so tief und entfacht auf emotionale Art in mir die einsame Wölfin, die auf der Reise ihres Lebens stetig auf der Suche ist. Ja, nach was eigentlich? Ich weiß es nicht, aber der Song stimmt mich glücklich.

Tobias: Positiver geht’s nicht. Das wohl eingängigste Rockbrett auf der ganzen Scheibe. Ich will Mehr! Und das mit jeder Note. Hier hält mich nichts mehr, ich will nur noch abgehn‘ und den Song in die Welt schreien! Könnte stimmungstechnisch auf der Bühne unschlagbar werden. Ich bin gespannt. Da freue ich mich aber schon drauf. Ich will mehr, mehr als nur leben!

Kevin: Gute Laune Rocknummer wie „Heiß“ sehr eingängig mit Punkrock-Feeling. Der gehört mit Sicherheit ins Live-Set. Der Song handelt davon, dass man „Mehr“ vom Leben möchte, als es nur abzusitzen. Der W war schon immer anders und bleibt es auch.

03.Zeit:

Tobias: Eine sehr eingängige gradlinige Rocknummer die auch auf der „III“ hätte erscheinen können. Kann man die Zeit totschlagen? Die Frage haben wir uns alle schon gestellt und wird in dem Song mehr als nur auf den Punkt gebracht. Zeit limitiert und hemmt uns all das zu tun, was unser Herz gern möchte. Wenn ich es schaffe, Herr meiner eigenen Zeit zu werden, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Sehr spannender Gedanke!

Jan: Ein Song, der bei mir zunächst ein wenig „Zeit“ brauchte, bis er seine volle Wirkung entfaltete. Schnelles, rockiges Teil mit lyrischer Kampfansage an die Zeit. Voller großartiger Wortspielereien zum unaufhaltsam verrinnenden Namensgeber. „Wo ist die Zeit geblieben, um mich in alles neu zu verlieben?“

Sarah: Die „Zeit“ macht es mir wahrlich schwer. Irgendwie habe ich noch keinen Zugang zu dem Song gefunden. Textlich für mich stärker als musikalisch. Ich glaube, der Song braucht noch einen Durchlauf bei mir. „Tick Tack, Tick Tack“, finde ich ja schon wieder geil und hievt den Track eine Stufe höher auf der „Gefällt mir“-Skala. Ab dem Mittelteil wird es besser, denn der Groove kommt langsam in die Hüften und ich ertappe mich beim stimmigen Kopfnicken. Aber allein das Statement zählt: „Die Schlacht gegen die Zeit gewinnt, wer sie sich einfach nimmt. Wo ist die Zeit geblieben, um mich in alles neu zu verlieben. Sei der Zeit einen Schritt voraus, nimm die soviel zeit wie du brauchst.“

Kevin: Zeitknappheit ist eine echte Volkskrankheit. Auch am W geht der Kelch nicht vorüber. „Die Schlacht gegen die Zeit gewinnt, wer sie sich nimmt!“ Der Song groovt durch die Boxen, das Tanzbein wird in Anspruch genommen. Straighter Rock-Song mit Metal-Einfluss.

04. Justitia:

Tobias: Verdammt, angefangen mit düsterem Klavier und tiefen Bässen schnürt der Song spätestens mit der ersten Strophe einem den Hals zu. Ein beklemmendes Gefühl das mich beschleicht und ich will gar nicht wissen wie es sein muss unschuldig der Freiheit beraubt zu sein. Genau das scheint der Song aber vermitteln zu wollen. Der Refrain möchte zwar noch mal die eigene Stärke bewusst machen aber ein ungutes Gefühl bleibt. Verdammt, ist das gut umgesetzt, mir läuft ein Schauer über den Rücken!

Jan: Meisterwerk. Punkt. Ach was, fettes Ausrufezeichen! Track 4 auf der IV war bereits beim ersten Durchgang meine Nummer 1. Beginnt mit Piano-Intro und steigert in seinem Verlauf stetig die Intensität der Instrumente, die auf einen klanglichen Höhepunkt zusteuern, der einen anschließend mit abklingendem Piano wieder zurücklässt. Der Refrain verursacht Gänsehaut, macht süchtig und lässt einen nicht mehr los.

Kevin: Mit einem ruhigen Piano-Intro eingeläutet, entwickelt sich die Nummer zu einem unheimlich fetten Ding, die Gitarren knallen im Refrain ohne Ende. Ist zwar keine Gute-Laune-Tanznummer, aber beschert einem Gänsehautmomente. Für mich ganz großes Kino!

Sarah: Über den Piano-Part am Anfang wurde ja bereits ausführlich von allen Seiten geschwärmt, dem schließe ich mich nahtlos an. Ich stehe total auf das lange,schwere balladeske Intro und Weidners Stimme. In dieser Tonlage darfst du mich das nächste Mal gerne begrüßen Stephan, da steh ich drauf, haha. Erwähnte hier schon jemand die drückenden Gitarrenriffs im Soli-Part? Wer wie ich auf psychedelisches Stoner-Geriffel steht, der wird seine wahre Freude haben. Baby Melancholie grüßt im Outro!

..to be continued..

Der W Tour 2014: Die Setlist

Juli 25th, 2014 | By Sarah

Achtung Spoiler-Alarm!

Wer sich von der Song-Auswahl der laufenden W-Tour noch überraschen lassen möchte, liest nun besser nicht weiter..

Foto: Christian Thiele Artwork: Mindfuck Society / Tobias Stark

Foto: Christian Thiele
Artwork: Mindfuck Society / Tobias Stark

Für alle anderen haben wir hier die Setlist:

 
1. Furor

2. Operation Transformation

3. Stille Tage im Klischee

4. Machsmaulauf!

5. Herz voll Stolz

6. Kampf den Kopien

7. Schatten

8. Urlaub mit Stalin

9. Judas / Waffen und Neurosen

10. In Stürmischer See

11. Mordballaden

12. Lektion in Wermut

13. Mein Bester Feind

14. Vergiss mein Doch / Bring mich Heim

15. Nein, Nein, Nein

16. Der W, 2,3

17. Geschichtenhasser

18. 5 Minuten Ruhm

19. Ein Lied für meinen Sohn

20. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich

 

Mit bestem Dank an Melanie!

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