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Ein Blick zurück und nach vorne.. 2011/2012

Januar 1st, 2012 | By Sarah

Wow! 2011 war ein ziemlich krasses Jahr für uns und wird sicherlich noch ziemlich lange in unser Erinnerung bleiben.

credits: Mindfuck Society

Gleich in der ersten Januarwoche flogen wir nach Kopenhagen, Dänemark um uns ein Jazzkonzert von Laust Sonne anzusehen. Eigentlich trommelt der Gute ja bei D-A-D, doch das reicht ihm musikalisch nicht. Laust spielt nicht nur kleine Jazz-Sessions in seiner Heimat sondern tüftelte auch nebenher an seinem Solo-Album, dass im August 2011 erschien. Wer auf eine coole Mischung aus David Bowie, Prince und Justin Timberlake steht und Laust schon immer irgendwie interessant fand, der sollte unbedingt mal in das Album reinhören. Sicherlich keine Rockmusik, aber dennoch sehr grooviger Dancefloor-Sound von einem Musiktalent der besonderen Art.

credits: www.der-w.de

Ein Mensch der besonderen Art ist natürlich auch Stephan Weidner für uns, der mir dieses Jahr einen langersehnten Traum erfüllte. Wiebke von Mindfuck und ich durften mit auf Tour fahren! Erst bekamen wir ein sehr nettes Interview vorab, indem wir uns auch über eine mögliche Zusammenarbeit für die Tour unterhielten und dann durften wir tatsächlich im Auftrag von 3R Entertainment die Autournomie I dokumentarisch an der Videokamera begleiten. 5 Wochen reisten wir durch die Republik, lernten mit Motorjesus und Alkbottle zwei klasse neue Bands kennen, begannen den Touralltag zu lieben, mit all seinen schönen Momenten und Schattenseiten und genossen Stephans Vertrauen in unsere Arbeit. Continue reading »

Broilers auf Mindfuck Society

Oktober 30th, 2011 | By Sarah

credits: Erik Weiss

Gute Musik und eine noch sympathischere Band kann man einfach nicht länger ignorieren und es war wirklich nur eine Frage der Zeit, bis wir die Broilers in unser Artist-Repertoire aufnehmen. Wir hoffen, dass wir in Zukunft einiges über die Rheinländer berichten können. Zur Zeit touren die Broilers durch die Lande und freuen sich auf massig Konzertbesucher. Mindfuck war in Neu-Isenburg am Start und erlebte ein stimmungsvolles Konzert, was Lust auf mehr macht.

Wenn die Broilers noch in Eure Nähe kommen – schaut unbedingt vorbei!

30.10.2011, Magdeburg, Factory
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets SOLD OUT!)
Special Guest: The King Blues
31.10.2011, München, Tonhalle
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets)
Special Guest: The King Blues
02.11.2011, London (UK), The Roundhouse (Zusatzkonzert)
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets)
+ The King Blues
14.12.2011, Kassel, Kulturfabrik Salzmann
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets)
15.12.2011, Berlin, Huxley’s Neue Welt (Zusatzkonzert)
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets)
16.12.2011, Dortmund, Westfalenhalle 3a
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets)
17.12.2011, Erfurt, Stadtgarten
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets)
27.12.2011, Herford, X
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets)
28.12.2011, Würzburg, Posthalle
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets)
29.12.2011, Saarbrücken, Garage
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets)
30.12.2011, Stuttgart, LKA-Longhorn
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2011 (Tickets)
12.04.2012, Graz (A), Orpheum
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2012 (Tickets)
13.04.2012, Salzburg (A), Rockhouse
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2012 (Tickets)
14.04.2012, Luzern (CH), Schüür
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2012 (Tickets)
15.04.2012, Heidelberg, Halle 02
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2012 (Tickets)
16.04.2012, Freiburg, Jazzhaus
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2012 (Tickets)
18.04.2012, Braunschweig, Meier Music Hall
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2012 (Tickets)
19.04.2012, Osnabrück, Rosenhof
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2012 (Tickets)
20.04.2012, Bremen, Aladin
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2012 (Tickets)
21.04.2012, Rostock, MAU Club
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2012 (Tickets)
22.04.2012, Kiel, Max
»Welcome to Santa Muerte« Tour 2012 (Tickets)

Broilers in Neu-Isenburg – 15.Oktober 2011

Oktober 16th, 2011 | By Sarah

Foto Michael Grein

Spontane Konzerte sind oft die besten, denn man hat keine Zeit irgendetwas im Vorfeld zu erwarten. So war die Devise auch am Samstag, den 15.10.2011. Eigentlich stellte ich mich auf einen ruhigen Abend zu Hause ein, als ich doch noch gegen 18:00 Uhr die Einladung von Sammy für das Broilers-Konzert in Neu-Isenburg erhielt. So sprang ich schnell in Rock, Shirt und Stiefel – verpflichtete den Mindfuck Vice Präsidenten Tobi als meine Begleitung und schon saßen wir zwei im Auto nach Neu-Isenburg. Broilers gucken stand also auf unserer Agenda.

Ich hatte die Broilers schon dreimal im Vorfeld gesehen. Das erste Mal als Vorband der Toten Hosen bei den legendären Weihnachtskonzerten in Düsseldorf 2009. Schon dort war ich angenehm überrascht gewesen. Danach folgten noch zwei Festivalslots der Rheinländer – einmal auf dem Open Flair 2010 in Eschwege, sowie auf dem Rock In Concert in Lichtenfeld 2011. Natürlich ist auch mittlerweile die „Santa Muerte“-CD in meinem Besitz und auch Lieder von der „Vanitas“ und „LoFi“ finden sich in meiner Musikdatenbank wieder. Sammy und ich kennen uns von der „Autournomie“-Tour von Stephan Weidner. Er ließ es sich damals nicht nehmen, kurz im Kölner E-Werk vorbei zu schauen. Also war es für mich klar, dass ich dieser sympathischen Bande unbedingt Hallo sagen wollte, wenn die Herren und die Dame in der Stadt sind.

Angekommen in Neu-Isenburg war ich dann doch etwas irritiert von den Fans der Broilers. Wie gesagt, ich war noch nie auf einem reinen Broilers-Konzert davor und wusste folglich auch nicht, was mich für ein Klientel erwartet.  Auf den Festivals sah ich viele junge Kids zu den Broilers abgehen. Vereinzelt auf Modepunk oder Rockabilly getrimmt. In Neu-Isenburg stand ein deutlich vielseitiger Fan-Mix vor der Halle. Von Oi-Skins über Punks, bis hin zur dreizehnjährigen Tochter mit Mutter im Gepäck – dieses Fangemisch erinnerte mich doch teilweise sehr an vergangene Böhse Onkelz- Konzerte. Allerdings waren in Neu-Isenburg auch ziemlich viele Schwachmaten am Start und ich habe schon viele Krawallmacher auf Onkelz-Konzerten erlebt, aber was während des Konzerts bei den Broilers in der Halle zum Teil abging, verwunderte mich doch sehr. Aber später dazu noch ein kurzer Anriss.

Die Hugenottenhalle war fast ausverkauft und die Vorband „The King Blues“ machte einen guten Job. Irgendwie speziell, aber gut. Ska-Punk kombiniert mit Rap, und dies vorgetragen von einer blutjungen Band, die ich in ihrem Durchschnittsalter nicht älter als 18 schätzen würde. Dennoch wirkten die Engländer sehr sympathisch (Nachtrag der Redaktion: Mittlerweile auch in unserem CD-Regal angekommen. Die Broilers suchen immer exzellente Vorbands aus!).

Gegen 21:00 Uhr passierte der allgemeine Bühnenumbau für die Broilers und am Bierstand kam es schon zu den ersten Tumulten. Alternde Proleten jenseits der 40er schossen sich die Lichter schon vor dem Konzert aus. Das werde ich wohl nie verstehen. Kurz hatte ich einen Flashback bezüglich der „Autournomie“-Tour, denn auch die Broilers arbeiteten mit einem Bühnenvorhang, fachmännisch Kabuki genannt, wie ich auf der W-Tour lernte. „Na, fällt er oder fällt er nicht?“, das war hier die große Frage, denn bei so einer Aktion kann natürlich wieder einiges schief gehen. Aber die Broilers hatten Glück und der Kabuki fiel pünktlich nach dem Intro und die Rheinländer rockten mit „Zurück zum Beton“ los.

Tobi und ich hielten uns relativ weit links von der Bühne auf und verfolgten weit ab vom Pogokreis das Konzert. Die Setlist war eine gute Mischung und sicherlich hatte jeder Broilers-Fan seine persönlichen Hits dabei. Für mich waren es neben dem Opener „Zurück zum Beton“ noch  „Ruby light and dark“, „Harter Weg“, „Meine Sache“, „33rpm“ und „In ein paar Jahren“. Ziemlich cool ist bei den Broilers die Live-Beigabe von Saxophon, Trompete und Mandoline – dies macht gerade für mich die Band so speziell und verdammt livetauglich. Jenseits von monotonem Deutsch-Rock!

Die ganze Hugenotten-Halle tanzte. Wer nicht tanzte, lag – Dank zu hohem Alkoholpegel, irgendwo in der Ecke und bekam von der Musik eh nichts mehr mit. Leider erlebten wir zwei Schlägereien mit, sowie eine blutenden Fan, der vom Securitypersonal rausgetragen wurde. Das hohe Aggressionspotenzial konnte ich so gar nicht nachvollziehen – denn die Broilers machten einen liebenswerten und verantwortungsbewussten Job auf der Bühne. Gute zwei Stunden rockten die Rheinländer Neu-Isenburg und verabschiedeten sich mit dem obligatorischen „Blume“, bei dem auch einige Crew-Mitglieder zum Mitgröhlen auf die Bühne kamen. Herrlich – und immer wieder ein Genuss das alte Broilers-Lied.

Nach der Show sollten wir uns auf Instruktion vor der Bühne sammeln, wo uns der Tourmanager der Broilers bereits in Empfang nahm. Wir machten noch einen „kurzen“ Abstecher ins Backstage, denn wir wollten uns noch für die Einladung bei Sammy und Co. bedanken. Uns erwartete ein bunter, illustrer Haufen an Musikern, Crew, Freunden, Bekannten – mit denen noch zwei bis drei Gin-Sorten und Weißwein getestet wurden, bevor der Tour-Tross weiter Richtung Lindau rollte. Kurz stand die „Schnaps“idee im Raum einfach den Bus zu kapern und mit gen Bodensee zu schippern, es hätte alle Anwesenden sicherlich gefreut. Doch die Vernunft siegte und Mindfuck Society trat in entgegengesetzte Richtung die Heimreise an, jedoch mit dem Versprechen sich bald wieder zu sehen. Danke Broilers!

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