D-A-D


Name: D-A-DDAD

Links: www.d-a-d.com
www.facebook.com/d.landafterdark

Label:
Mermaid Records

Biographie:

Als Anfang der Achtziger drei junge Kopenhagener am Ernst des Lebens einigermaßen desinteressiert in den
Tag hinein leben, zeichnet sich nicht gerade das am Firmament ab, was man irgendwie als „erfolgreiche Rockband“ bezeichnen würde. Peter Jensen (dr), Stig Pedersen (b) und Jesper Binzer (v,g) musizieren ein wenig und zelebrieren ansonsten das, was sie wenige Jahre später in ihrem größten Hit zusammen gefasst haben: „Sleeping My Day Away“. Dass sie zwanzig Jahre später immer noch eine große Nummer sind und mit genannter Selbstkritik auch einen weltweiten Erfolg feiern konnten, war seinerzeit nicht im entferntesten zu erahnen.

Musikalischer Zug kommt in die Sache D-A-D (damals noch „Disneyland After Dark“) erst mit dem Einstieg von Jespers Bruder Jacob (g). In dieser Formation nimmt man das Debüt „Call Of The Wild“ auf und begründet im Vorbeigehen das Genre „Cowpunk“. Die Band trägt ihren Namen ab sofort zurecht. Das folgende „No Fuel Left For The Pilgrims“ avanciert zum Kultalbum und prägt Ende der Achtziger eine ganze Generation von Punk- und Rockfans. Was folgt sind bewegte Jahre. Studioalben zwischen kommerziellem Erfolg und kreativer Erneuerung aber auch geschäftliche Tiefschläge, enttäuschende Verkaufszahlen und künstlerische Ausrutscher, die bei den Fans bestenfalls für Verwirrung sorgen. Mit Anfang des neuen Jahrtausends und dem Album „Everything Glows“ (auf dem Peter Jensen von Laust Sonne ersetzt wird) kehrt man aber wieder in die Erfolgsspur zurück und kann die alten Fans wieder auf den Kurs der Band einstimmen.

D-A-D, das ist trotz aller Volbeats und Vetos und wie sie alle heissen, seit inzwischen 20 Jahren die größte Rockband Dänemarks. Die Anzahl ihrer Headliner-Shows auf dem legendären Roskilde Festival sind an einer Hand nicht mehr abzuzählen und ihre Alben fahren auch heute, zwei Dekaden nach dem Überhit „Sleeping My Day Away“, in der Heimat zuverlässig Doppel-Platin-Auszeichnungen ein. Der Status Quo könnte also auch heute noch kaum besser sein für die Band um die Binzer-Brüder. Und trotzdem ruht man sich mit dem neuen Album „Monster Philosophy“ nicht auf den verdienten Lorbeeren aus, sondern bemüht neue Themen und Zugänge zur eigenen musikalischen Identität.

Heraus gekommen ist 2008 ein Album zwischen eingängigen Rocknummern („Beautiful Together“, „Revolution“), entspannter Melancholie („Milk And Honey“, „River“) und dem beinahe countryhaft galoppierenden „Money Always Takes The Place Of Life“, mit dem die Musiker ihrer Geschichte als Erfinder des „Cowpunks“ die Ehre erweisen. So hört sich ein Album an, wenn vier Musiker wissen, dass sie niemandem mehr etwas beweisen müssen. Es aber dennoch tun wollen. Ambitioniert, verspielt und immer im Wissen um die eigenen Trademarks. Jesper Binzers charismatischer Gesang ist der rote Faden, der die 14 Stücke (inkl. G-A-S exklusiver Bonussong) zusammenhält, rechts und links des Weges ist erlaubt, was rockt und Spaß macht. Wie eigentlich schon immer. Trademarks? Ja! Korsett? Nein, danke. Da produziert man eben auch mal schnell im Vorbeigehen eine waschechte Radionummer („Too Deep For Me“), die auf den Sommerfestivals in der Heimat bereits live erprobt und von den Fans für gelungen befunden wurde.

2008 klingen D-A-D mit ihrem zehnten Studioalbum „Monster Philosophy“ wie eine perfekte Symbiose aus „No Fuel Left For The Pilgrims“, dem experimentelleren „Simpatico“ und dem straighten Rocker „Scare Yourself“. Das Beste aus allen Welten sozusagen, soundtechnisch veredelt in New Jersey und Kopenhagen.

D-A-D:

Jesper Binzer (Vocals, Rhythm Guitar)

Jacob Binzer (Lead Guitar, Back Vocals)

Stig Pedersen (Bass, Back Vocals)

Laust Sonne (Drums, Back Vocals)

Diskographie: „Call Of The Wild“ (1986), „D.A.D. Draws A Circle“ (1987),  „No Fuel Left For The Pilgrims“ (1989), „Riskin‘ At All“ (1991), „Helpyourselfish“ (1995), „Simpatico“ (1997), „Everything Glows“ (2000), „Soft Dogs“ (2002), „Scare Yourself“ (2005),  „Monster Philosophy“ (2008), „DIC.NII.LAN.DAFT.ERD.ARK“ (2011)