Der W – „IV“ – Mindfuck Society Track Attack – Part II

März 11th, 2016 | By Redaktion

 mfswiv

Seid ihr bereit für Runde II der Mindfuck Society Track Attack?

Wir haben für euch die Songs „Faust auf Fresse“, „ich komm heim“, „Danke für mein Leben“ und „Keiner kann es besser als du“ unter die Lupe genommen.

05. Faust auf Fresse:

Jan: Der Titel ist Programm. Harte, dreckige Riffs. Der Song beschreibt sich im Refrain am besten selbst: „Würd‘ Gewalt die Lösung sein, wäre dieses Lied eine Schlägerei. Die Stimmen scharfe Klingen und die Bässe, die Faust in der Fresse.“

Sarah: Hat für mich ein paar Durchläufe gebraucht, wird aber jedes Mal besser. „..wär dieses Lied eine Schlägerei? Die Stimmen scharfe Klingen und die Bässe, die Faust in der Fresse.“ – diese Selbstauskunft beschreibt den Song schon ziemlich gut. Lässige Nummer. Dirks Solo auch wieder ein Brett, das live sicherlich für den ein oder anderen Trance-Zustand sorgen wird.

Tobias: Stampfend bewegt sich der Song auf mich zu aber ich kann ihn nicht so recht fassen. Er packt mich irgendwie und der Refrain geht mir nicht aus dem Kopf. Ich ertappe mich wie ich ihn vor mich her summe und dabei mit dem Kopf wippe. Textlich nicht ganz einfach für mich. Wenn wir unsere Wut und unsere Emotionen nicht richtig einsetzen und kanalisieren, gehen wir dann kollektiv aufeinander los? Gibt es immer noch zu viele, die das nicht können und sich der Gewalt hingeben? Das sind auf jeden Fall die Fragen die ich mir nach dem Song stelle.

Kevin: Stoner Rock vom allerfeinsten. Headbanging ist angesagt und das Gitarrenriff erinnert an Black Sabbath. Der Song handelt thematisch vom eigenen Handeln und wird ins musikalische projiziert („Und die Bässe, die Faust in der Fresse“). „Der Tod und Geburt zwischen Nabelschnur und Arschgeburt. Sind wir nur Randfiguren, Atome und Zellstruktur.“ Ganz stark W!

06. Ich komm heim

Sarah: Irgendwie der Herzsong für mich und wohl das Mädchenlied auf dem Album. Da wird mir Stephan sicherlich recht geben. Verbirgt sich da eine ziemlich zarte Liebeserklärung an deine Herzmenschen? Die Nummer ist auf jeden Fall ziemlich poppig und erinnert mich im Tonus an „Die Letzten an der Bar“ von den Broilers. Der „Oh Oh Oh Oh Oh“-Part wird sicherlich live ein Hit. Also Stephan, der Song ist gesetzt auf der Setlist. Und wenn nicht, dann zumindest in den Städten in denen ich vorbeigucke. Deal?

Tobias: „Rapper‘s Delight“? Nur ein kurzer Gedanke in den ersten fünf Sekunden ;). Aber mal ernsthaft, „Ich komm heim“ ist eine wundervolle Rockbalade. Vielleicht freue ich mich sogar mehr den Song live zu hören als „Mehr!“. Der Song hat in meinen Augen ein enormes Live-Potential. Kurzweilig, straight aber schöne Stellen für Publikumsinteraktion mit absolut positiven Vibes. Thematisch ist die Frage nach Heimat eine ganz spannende. Wenn meine Interpretation richtig liegt sehe ich es wie Stephan, dass Heimat genau dort ist wo die Menschen sind die ich liebe, egal wo das ist.

Jan: Neben Justitia mein absoluter Liebling auf IV. Unheimlich starker, getragener, melodiöser Refrain, treibender Rhythmus in den Strophen. Der W kommt heim und dieser Song fühlt sich nach Zuhause an. Heimat ist ein Ort der überall sein kann, aber in erster Linie immer dort ist, wo die Menschen sind, die man liebt. „Ich bleib bei denen, die mich lieben. Hier ist mein Platz, hier will ich sein“.

07. Danke für mein Leben

Tobias: Die für mich größte Überraschung. Zum einen ist der Song „härter“ als der Titel vermuten lässt und zum anderen … ALTER … Dieser Sprach-Part! Ist das schon Rap? Egal, es ist ein unglaublich guter Part und haut mich von den Socken. Wenn der Anfang noch sehr animierend und knüppelnd daher kommt, fällt einem spätestens da die Kinnlade herunter, ohne aber das Gefühl zu bekommen es wäre kein typischer W-Song. Große Nummer und eine der besten auf der IV!

Jan: Hart rockender Headbanger. Dennoch anfangs schwer zugänglich aufgrund der diversen Melodie- und Stilwechsel während des Songs. Beim Hören des Sprechgesangs im Mittelteil kommt einem beinahe das Wort „Rap“ in den Sinn. Auf jeden Fall eine interessante, experimentelle Nummer, auf die ich mich aber erstmal einlassen musste. Beschreibt den erstrebenswerten Zustand, mit sich selbst und der Welt im Reinen zu sein.

Sarah: Wow! Der Track mausert sich ab dem Mittelteil zum Überraschungskandidaten auf WIV. Wieso? MC W ist am Mic, so viel sei gesagt. Eine Premiere der schnellen Wortakrobatik. Inhaltlich die Behandlung des weidner’schen Mantras: Sei dir selbst ein Vorbild und lerne aus deinen Fehlern.

08. Keiner kann es besser als du

Tobias: „Keiner kann es besser als du“ groovt wie Hölle. Während die Strophen einem sehr hallig und entfernt vorkommen, könnte man fast meinen, Stephan möchte einem ins Gewissen reden. Der kleine Mann auf der Schulter, der den Kopf zum Rattern bringt. Generell eine sehr rockige Nummer, die einen daran erinnert, an sich selbst zu glauben und das nur einer die Welt verändern kann – Du selbst. Verlierst du dich, verlierst du Alles!

Sarah: Kennt jemand „Wax Estatic“ von Sponge? Der Gitarrensound und die verzerrte Stimme erinnern mich in „KKEBAD“ teilweise daran. Für mich ein sicherer Live-Kandidat in dem ordentlich Smoove für die eingestaubten Hüften steckt. Zufall das Stephan hier als Phrase „Die Vermessung der Welt“ erwähnt?

Jan: Großartig klingende Drums im Intro. Anfangs etwas finster, mutiert das Lied zum gute Laune-, carpe diem-, krieg-deinen-Arsch-hoch Song über Individualität und darüber, wie jeder seinen Beitrag leisten kann, die Welt ein Stück weit besser zu machen. „Mach die Welt ein bisschen besser, an jedem Tag an dem du hier sein darfst, denn keiner kann es besser als du“.

..to be continued..

3 Responses to “Der W – „IV“ – Mindfuck Society Track Attack – Part II”

  1. Marc sagt:

    Hey Mindfuck, kommt Teil 3 auch noch?

  2. Sarah sagt:

    Hi Marc,
    jetzt ist Teil III auch bei uns online.

    Viele Grüße
    MfS

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