Der W – „IV“ – Mindfuck Society Track Attack – Part I

März 11th, 2016 | By Redaktion

mfswivGroße Freude im HQ von Mindfuck Society. Uns wurde ebenfalls die Ehre zuteil, vorab in das neue Album „IV“ von Der W reinzuhören. Während das Pre-Listening zu „WIII“ noch im guten alten Studio23 in Frankfurt geschah, passte man sich dieses Mal dem digitalen Zeitalter an. So konnte auch das ganze Team von Mindfuck Society seinen (un)qualifizierten Senf zu den neusten Tracks aus dem Hause Weidner abgeben. Vier ganz unterschiedliche Charaktere, die unterschiedlichen Geschmäckern frönen, nahmen ihre ganz persönliche Bewertung vor. Des Weidners neue musikalische Kleider wurden von uns auf Herz & Nieren sowie Ohrwurmtauglichkeit geprüft.

Part I der Mindfuck Society – Track Attack – geprüfte Qualität der Musik zuliebe 

01. Neuland:

Tobias: „Warten nervt“ und „Erinnerung ist Sperrgepäck“. Dem bequemen Alltag entfliehen, sich nicht ausruhen und einen ungewissen Weg einschlagen. Die Frage, nach dem was noch da draußen wartet, scheint Stephan keine Ruhe zu lassen. Seine Suche nach dem Neuen, dem Unbekannten und der Flucht vor der Gemütlichkeit, eröffnet der Song das Album und gibt eine gewisse Marschrichtung vor. Musikalisch erinnert es mich ein wenig an The Black Keys mit doch sehr gängigem Refrain. Gefällt mir sehr!

Sarah: Oh,ich möchte direkt mitsmoofen! Der Plattenstart also schon mal direkt gelungen. Aufbruchsstimmung nach dem Schema W! Ich gebs zu, Stephan hat mich schon direkt mit seinen ersten Zeilen gekriegt, denn niemand singt so lässig und niemand schreit so animalisch „Neuland“ wie der W. „Höchste Zeit sein Glück zu finden, auf Schwingen die mich nach oben bringen!“ – einen positiveren W-Start hat es bisher noch nicht gegeben.

Jan: Hoffnungsversprühender Song voller Aufbruchsstimmung und Lust auf Veränderung. Vergangenheitsbewältigung à la W. Vielversprechende Eröffnung des Albums und sicher bestens geeignet, um auf den kommenden Konzerten den Startschuss zu geben. „Der Wind in den Bäumen ruft mich lauter als zuvor. Den Kopf in den Wolken, die Hände im Dreck, ich will weg. Erinnerung ist Sperrgepäck“.

Kevin: Starkes Intro – Der W ist wieder da! „Ich will dahin, wo ich Fremder bin“. Nur nicht in bequemer Umgebung die Füße hochlegen, sondern immer auf der Suche. Dauerthema in Stephans Texten. Der Song entwickelt sich zu einem Rockbrett und hat das Zeug zum Opener auf der Tour. Für mich ein extrem positiver Song, der durch Stephans Gesang „Neeeulaaand!“ extremen Ohrwurmcharakter hat.

02.Mehr:

Jan: Durchweg positiver Song voller Lebensfreude. Mitwippen und mitsingen ist extrem schwer bis gar nicht zu unterdrücken. Definitiv ein Live-Kracher. Stimmung, Sound und Aussage sind eine wundervolle Essenz aus „Heiß“ und „Du kannst es“.

Sarah: Diesen Song gab es die Tage ja schon zum Download und meine erste Reaktion habe ich Stephan auch direkt mitteilen müssen: „Alter, du sprichst mir ja so aus der Seele!“„Mehr“ berührt so tief und entfacht auf emotionale Art in mir die einsame Wölfin, die auf der Reise ihres Lebens stetig auf der Suche ist. Ja, nach was eigentlich? Ich weiß es nicht, aber der Song stimmt mich glücklich.

Tobias: Positiver geht’s nicht. Das wohl eingängigste Rockbrett auf der ganzen Scheibe. Ich will Mehr! Und das mit jeder Note. Hier hält mich nichts mehr, ich will nur noch abgehn‘ und den Song in die Welt schreien! Könnte stimmungstechnisch auf der Bühne unschlagbar werden. Ich bin gespannt. Da freue ich mich aber schon drauf. Ich will mehr, mehr als nur leben!

Kevin: Gute Laune Rocknummer wie „Heiß“ sehr eingängig mit Punkrock-Feeling. Der gehört mit Sicherheit ins Live-Set. Der Song handelt davon, dass man „Mehr“ vom Leben möchte, als es nur abzusitzen. Der W war schon immer anders und bleibt es auch.

03.Zeit:

Tobias: Eine sehr eingängige gradlinige Rocknummer die auch auf der „III“ hätte erscheinen können. Kann man die Zeit totschlagen? Die Frage haben wir uns alle schon gestellt und wird in dem Song mehr als nur auf den Punkt gebracht. Zeit limitiert und hemmt uns all das zu tun, was unser Herz gern möchte. Wenn ich es schaffe, Herr meiner eigenen Zeit zu werden, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Sehr spannender Gedanke!

Jan: Ein Song, der bei mir zunächst ein wenig „Zeit“ brauchte, bis er seine volle Wirkung entfaltete. Schnelles, rockiges Teil mit lyrischer Kampfansage an die Zeit. Voller großartiger Wortspielereien zum unaufhaltsam verrinnenden Namensgeber. „Wo ist die Zeit geblieben, um mich in alles neu zu verlieben?“

Sarah: Die „Zeit“ macht es mir wahrlich schwer. Irgendwie habe ich noch keinen Zugang zu dem Song gefunden. Textlich für mich stärker als musikalisch. Ich glaube, der Song braucht noch einen Durchlauf bei mir. „Tick Tack, Tick Tack“, finde ich ja schon wieder geil und hievt den Track eine Stufe höher auf der „Gefällt mir“-Skala. Ab dem Mittelteil wird es besser, denn der Groove kommt langsam in die Hüften und ich ertappe mich beim stimmigen Kopfnicken. Aber allein das Statement zählt: „Die Schlacht gegen die Zeit gewinnt, wer sie sich einfach nimmt. Wo ist die Zeit geblieben, um mich in alles neu zu verlieben. Sei der Zeit einen Schritt voraus, nimm die soviel zeit wie du brauchst.“

Kevin: Zeitknappheit ist eine echte Volkskrankheit. Auch am W geht der Kelch nicht vorüber. „Die Schlacht gegen die Zeit gewinnt, wer sie sich nimmt!“ Der Song groovt durch die Boxen, das Tanzbein wird in Anspruch genommen. Straighter Rock-Song mit Metal-Einfluss.

04. Justitia:

Tobias: Verdammt, angefangen mit düsterem Klavier und tiefen Bässen schnürt der Song spätestens mit der ersten Strophe einem den Hals zu. Ein beklemmendes Gefühl das mich beschleicht und ich will gar nicht wissen wie es sein muss unschuldig der Freiheit beraubt zu sein. Genau das scheint der Song aber vermitteln zu wollen. Der Refrain möchte zwar noch mal die eigene Stärke bewusst machen aber ein ungutes Gefühl bleibt. Verdammt, ist das gut umgesetzt, mir läuft ein Schauer über den Rücken!

Jan: Meisterwerk. Punkt. Ach was, fettes Ausrufezeichen! Track 4 auf der IV war bereits beim ersten Durchgang meine Nummer 1. Beginnt mit Piano-Intro und steigert in seinem Verlauf stetig die Intensität der Instrumente, die auf einen klanglichen Höhepunkt zusteuern, der einen anschließend mit abklingendem Piano wieder zurücklässt. Der Refrain verursacht Gänsehaut, macht süchtig und lässt einen nicht mehr los.

Kevin: Mit einem ruhigen Piano-Intro eingeläutet, entwickelt sich die Nummer zu einem unheimlich fetten Ding, die Gitarren knallen im Refrain ohne Ende. Ist zwar keine Gute-Laune-Tanznummer, aber beschert einem Gänsehautmomente. Für mich ganz großes Kino!

Sarah: Über den Piano-Part am Anfang wurde ja bereits ausführlich von allen Seiten geschwärmt, dem schließe ich mich nahtlos an. Ich stehe total auf das lange,schwere balladeske Intro und Weidners Stimme. In dieser Tonlage darfst du mich das nächste Mal gerne begrüßen Stephan, da steh ich drauf, haha. Erwähnte hier schon jemand die drückenden Gitarrenriffs im Soli-Part? Wer wie ich auf psychedelisches Stoner-Geriffel steht, der wird seine wahre Freude haben. Baby Melancholie grüßt im Outro!

..to be continued..

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