Review: Supercharger – Broken Hearts And Fallaparts

Januar 19th, 2014 | By Sarah

Es gibt nicht viele Bands, die mir im letzten Jahr so konstant im Ohr hängen geblieben sind wie Supercharger aus Kopenhagen. Ich habe die Jungs um Frontsänger Mikkel das erste Mal in Frankfurt im Vorprogramm von Der W gesehen und war sofort angetan von ihrem groovenden Rock’n’Roll. Ihr Album „Thats How We Roll“ war lange Zeit ein ständiger Begleiter auf etlichen Autofahrten und konnte sich letztendlich einen Stammplatz auf meinem iPod sichern. Grund genug voller Vorfreude auf das dritte musikalische Werk zu blicken.Supercharger

„Broken Hearts And Fallaparts“ heißt der edle Rohling und trumpft mit einer ganz besonderen Mischung von skandinavischem Rock’n’Roll. Alleine schon der Opener „Like A Pitt Bull“ zeigt deutlich was alles in Supercharger steckt. Schnelle Drums und schnörkelige Gitarrenriffs peitschen den Song voran und Mikkel markiert mit seiner unverkennbaren Stimme sofort knurrend das musikalische Revier. Die Underdogs starten mit einem Mix aus hartem Rock’n’Roll, der des öfteren in leichte Metalgefilde abdriftet, dies beweist auch der zweite Kandidat „Supercharged“ auf „Broken Hearts And Fallaparts“.

Für einen definitiven Ohrwurm sorgt „Blood Red Lips“, der gleich mit einem unverkennbaren Chorus einsteigt. Ein besonderes Highlight der flotten Punkrock-Nummer ist das Mitwirken von Mustasch. Die Schwedenrocker in Person von Ralf Gyllenhammar und David Johannesson verpassen dem Track zusätzlichen Zündstoff.  Ein weiterer prominenter Gast zeigt sich im lockeren Song  „Five Hours Of Nothing“. Kein anderer als Ex-Backyard Babies Sänger Nicke Borg ist hier Duettpartner von Mikkel. Da geht mein Herz auf, war ich doch immer schon ein großer Fan der Schwedenrocker.

Wer auf das Zusammenspiel von Rock’n’Roll mit Mundharmonika steht, der darf zu „Yeah, Yeah, Yeah“ ordentlich den Kopf bangen. Verzerrte Jahrmarktklänge zelebriert das Intro zu „Suzi The Uzi“, bevor Mikkel reizende Chorusunterstützung von  zwei smarten Damen (u.a. Cecilie Maria) bekommt und damit auch wieder auf einen sicheren Hit-Garanten setzt. Etwas ruhiger geht es mit dem schon bekannten „Hangover In Hamburg“ weiter. Rotzigen, swingenden Kiezflair transportiert die Nummer lässig durch die Boxen. Die Dänen haben eine ganz besondere Beziehung zu Hamburg, dies zeigte sich schon mit „Sunrise Over Reeperbahn“ auf ihrem Vorgängeralbum.

Die Handbremse wird bei „Get What You Deserve“ wieder gelöst und der Supercharger-Tross erinnert durch die rauen Riffs teilweise an Psychopunch. Weitere Spannung bekommt der Song durch Mikkels Shouting, das wieder einmal eine Spur von Heavy Metal aufzeigt.  Dass Supercharger enorm vielseitig sind, beweisen sie noch einmal mit dem Abschlusstrack „Goodbye Copenhagen“. Fast gemächlich schleicht sich der Song durch Gitarrenakustik und Country- und Southernblues-Erinnerungen. „Say Goodbye to Copenhagen and good night to all your dreams“, das gilt sicherlich nicht für Supercharger denn diese Jungs werden 2014 nicht nur in ihrer Heimat mächtig durchstarten! Wetten?!

Tracklist „Broken Hearts And Fallaparts“ :
Like A Pit Bull
Supercharger
Blood Red Lips
Hold On Buddy
Five Hours Of Nothing
Yeah Yeah Yeah
Suzi The Uzi
Hung Over In Hamburg
Get What You Deserve
The Crash
From The Gutter
Goodbye Copenhagen

„Broken Hearts And Fallaparts“ erscheint am 29.Januar 2014 und ist u.a. auch über Amazon vorbestellbar.

Supercharger sind:
Mikkel Neperus – Lead singer
Thomas Buchwald – Lead guitar
Benjamin Funk – Drums
Lars Rygaard – Keys and Harp
Karsten Dines – Bass
Dennis Samaras – Guitar

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