Review: Cherries On A Blacklist – Lakafigo

Juni 5th, 2012 | By Sarah

Was passiert wenn man drei heißblütige Griechen und einen waschechten Mexikaner ins kühle Hamburg manövriert? 2007 wurde das Experiment gewagt und heraus kam der Exportschlager „Cherries On A Blacklist“. Mit einem groovigen Crossover-Mix aus Metal, Stoner und alternativem Rock bringen George, Andreas, Malapert und Gonzo seitdem die deutschen Bühnen zum Beben.

Um diese Energie endlich dauerhaft der Menschheit zur Verfügung zu stellen, wurde im Mai 2012 ihr Debüt-Album „Lakafigo“ veröffentlicht. Mit Produzent Olman Viper, der auch schon für Emil Bulls, Caliban oder Jupiter Jones an den Reglern saß, kredenzten die Cherries einen hochkarätigen Silberling mit 12 hämmernden Tracks, die kompromisslos ihr Domizil im Gehörgang aufschlagen. Cherries on a Blacklist präsentieren auf „Lakafigo“ puren, organischen Rock der erahnen lässt, wie tough die Band auch live auf der Bühne agiert. Schon der Opener „Somewhere In Between“ erinnert an guten Stoner-Rock der Marke Kyuss und legt mit brachialer Power die Latte des Albums hoch. „Refuse“ knüpft nahtlos an und glänzt mit funkigen Experimenten an der Gitarre. Generell haben die Cherries wert auf musikalische Spielereien gelegt, die sich wie ein roter Faden durch das Album ziehen. Monoton ist hier nichts.

„Lucky Nr.2“ erinnert ein wenig an die großartigen Rage Against The Machine und auch hier punktet der gängige Refrain. Spätestens jetzt sollte auch der letzte Zweifler von den Wahl-Hamburgern überzeugt sein. Doch es muss nicht immer laut scheppern, denn mit „Siren Song“ zeigen die Jungs ihre weiche und sehr melodische Seite. Das lange Intro bereitet auf einen tragenden und intensiven Ride durch den Track vor und die abwechselnden Gesangparts der Jungs verleihen „Siren Song“ wachsende Emotionalität. Ein weiteres Highlight der Platte ist „Monkey“, das schon mit seinem ungewöhnlichen Text-Intro Aufmerksamkeit erhascht. Drums, Gitarren und Bass wummern schrittweise, bevor Andreas mit den Worten „Hey Monkey, wake up from your sleep“ von der Bridge in den Refrain leitet, in dem der Song dann vollends explodiert. Cherries On A Blacklist mausern sich vom Lokalfavoriten zum echten Geheimtipp der nationalen Rock-Stoner-Crossover-Metal-Alternative-Szene. Es ist beinahe umöglich die Jungs in eine Genre-Schublade zu stecken, dafür ist ihr Repertoire einfach zu vielseitig und macht es zu einer musikalischen Reise der besonderen Art.

Anspieltipps:

Somewhere In Between
Lucky Nr.2
Vision
Monkey
India.Me.Ennio.Peru 

Weitere Infos: www.cherriesonablacklist.com

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