Der W supports Motörhead_ Day eight – 11/12/09 Berlin

Dezember 14th, 2009 | By Sarah

Hauptstadt rocken ist wieder angesagt und ich reise voller Vorfreude schon einen Tag früher an. Wenn man in Berlin ist, muss man schließlich das Nachtleben ausnutzen und das taten wir. Bis 6.00 Uhr früh durch zcchten wir Berlin und liefen unteranderem noch der W-Crew, W-Band und einigen anderen bekannten Gestalten in einem Club über den Weg, wo es feuchtfröhlich wieder einmal zu Ende ging.
Doch wer feiern kann ,der kann auch am nächsten Tag früh aufstehen und schließlich versprach ich ja im Suff dem W, dass ich natürlich am nächsten Tage in der ersten Reihe stehen würde. Manche Versprechen sollte man lieber nicht geben, dass denke ich mir zumindest, als ich nach vier Stunden Schlaf in meinem Hotelzimmer erwache und mir nur noch ein „Oaah.. Scheisse..“ über die Lippen kommt, als mich mein Handy mit „Geschichtenhasser“ weckt.
Wir wollen heute einiges erledigen und als erstes steht die Autogrammstunde im Einkaufszentrum „Alexa“ an. Stephan wird dort um 14:00 Uhr erwartet und wir sind schon etwas früher da. Nutzen die Möglichkeiten um zu frühstücken und hauen uns erst mal einen Alaska-Seelachs bei Nordsee rein. Lecker, so ein Kater“frühstück“.
Das Alexa wird beschallt von „A nach W“ und einige hundert Fans versammeln sich im extra abgesperrten Innenbereich um Stephan gleich live zu sehen. Eine engagierte Moderatorin versucht den wartenden Fans die Zeit zu vertreiben und bemüht sich mir einfallslosen Quizfragen, die Meute bei Laune zu halten. „Wie alt ist der W?“ oder „Vor welcher Band spielt der W heute Support?“ – Wer das beantwortet, wird mit Buttons oder einem Poster belohnt.
Um kurz nach 14:00 Uhr schafft es dann endlich auch der W auf die Bühne. Er trägt Sonnenbrille und erklärt, dass die letzte Nacht doch etwas länger geworden ist – dem kann ich zustimmen – auch wenn ich auf die Sonnenbrille verzichtet habe..
Stephan macht wieder eine Ansage ,dass es keine persönlichen Fotos oder Widmungen geben wird, dass strengt zu sehr an und schließlich soll auch jeder Fan ein Autogramm bekommen, da bleibt eben keine Zeit für persönliches Geplänkel. Einige Fans sind davon ziemlich enttäuscht, so war ihre Priorität ein Foto mit Stephan und kein 0815-Autogramm ,welches sie sich auch bei 3R besorgen könnten. Doch immerhin sehen sie „ihren“ Stephan Weidner kurz, auch wenn er gestresst ist. Manchmal reicht es noch für ein nettes Lächeln seitens des W und die Welt ist für einige Fans wieder in Ordnung.
Ich gucke mir das Treiben eine Weile an und bin erstaunt, wie viele unbeteiligte Menschen interessiert stehen bleiben. Ich höre ein Ehepaar hinter mir sprechen: „Wer ist denn der W?“ „Aja, der da auf dem Poster“ „Aha und wer ist das?“ – oder auch Sprüche wie „Der ist aber sexy..wer ist das denn?“ – Lustig wie viele Menschen der W doch anzieht, und das nicht nur wegen seiner Musik.
Nach einer Weile verlassen wir das Alexa, wir wollen zu Halle und den Soundcheck der Bands mitbekommen.
Die Arena Treptow wirkt wie ein scheppernder Baukasten. Total ätzende Akustik, es zieht wie Hechtsuppe und hinter der Bühne ist wie immer alles sehr verwinkelt. Der Soundcheck findet ohne den W statt und auch Motörhead sind ziemlich schnell von der Bühne wieder verschwunden.
Ich genehmige mir noch ein leckeres Lachs-Brötchen, irgendwie war Fischtag bei mir , und quatsche noch kurz mit dem Drummer von „Black Stone Cherry“ hinter der Bühne. Er findet es cool, uns immer vorne zu sehen und will wissen ,wer wir sind, wo wir herkommen und wieso wir überhaupt da sind. Im Gegenzug lobe ich sein Drumming und verspreche ihm auch einen netten Support meinerseits beim heutigen Konzert.

Black Stone Cherry kommen in Berlin mittelmäßig an, die Leute sind nicht wirklich interessiert, das ändert sich aber beim W. Zwar ist kein wirklicher Druck zu spüren ,aber es wird mitgegangen und abgerockt. Der W kann zufrieden mit seinem Set sein – das ist er auch ,denn nach der Show wirkt er locker im Backstage. Nina C.Alice war ebenfalls zu Gast und wirkte bei „Bitte töte mich“ auf der Bühne mit. Allerdings wirkte sie etwas verloren ,da Stephan an die Gitarre gefesselt war und somit keine wirkliche Duett-Atmosphäre aufkam. Aber die Gitarre und Stephan – das ist ja ein Kapitel für sich – darüber schrieb ich ja die letzten Einträge genug.
Oben im Backstage unterhalte ich mich mit Marco, Stephans und Hennings Backliner. Irgendwann kommt Stephan hinzu und weist uns darauf hin, dass er gleich bei Motörhead singen wird. Das Spektakel wollen wir uns nicht entgehen lassen und gehen mit ihm runter Richtung Bühne, wo Motörhead derweilen schon lange rocken.
Ich weiss nicht, wie das Lied hieß, aber auf einmal entern Nina C.Alice + Skew Siskin Gitarrist die Bühne und fangen an mit Lemmy, Mikkey Dee und Phil zu rocken. In der Mitte des Liedes kommt Stephan noch hinzu.  Ich beobachte das ganze vom linken Bühnenrand, sitze hinterm Mischpult und muss sagen, dass der W mir doch sehr unbeholfen rüber kam. In der einen Hand die Bierflasche, auf dem Kopf die Schlumpfmütze und der Blick immer mal hilfesuchend zu Phil oder zum Mikro.
Aber es war nett anzusehen und ich denke, dass Stephan da auch großen Respekt vor hatte mit so einer Band die Bühne zu teilen. Wer würde das nicht haben?
Nach der Show traf ich noch Philip Eschenbach und auch wir quatschten noch eine Weile über Eschenbach, Motörhead, Mindfuck, und all so ein Zeugs – Was man eben zwischen Tür und Angel bequatschen kann. Wir verabreden uns noch auf ein Bier im White Trash Club Berlin und ich mache erst einmal die Biege zum Hotel.
Der Abend endet im White Trash, wo ich noch Philip und J.C. antreffe. Allerdings ist mir in dieser Nacht der leckere Cheese Burger, den das White Trash anzubieten hat, wichtiger und ich verabschiede mich mit einem vollen Magen relativ früh von den Jungs. Das Bett rief und ich enterte es gegen 5:30 Uhr.  Gute Nacht Berlin.

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