Der W supports Motörhead: Day Four – 05/12/09 Hamburg

Dezember 6th, 2009 | By Sarah

Nach dem Debakel in Hannover, muss Emden laut Stephan und Till ganz gut gewesen sein, wie ich am Samstag bei meinem Besuch in Hamburg erfuhr. Insgeheim ärgerte ich mich natürlich über diese Aussage, denn da ist man einmal nicht dabei auf einem Konzert und schon verpasst man eine gute Rockshow. Also setzte ich all meine Hoffnungen auf die abendliche Show in Hamburg und auf die gute Verfassung der W-Band.

Mittags um 14:00 Uhr beginnt die Autogrammstunde am Hamburger Holstenplatz bei Remedy Records. Von draußen gucke ich mir kurz das Spektakel an. Einige Fans sind gekommen, schätzungsweise vielleicht 200? Stephan sitzt hinter dem Verkaufstresen des Ladens und gibt bereitwillig Autogramme. Alles muss schnell gehen, so bleibt kein Zeit für Fan-Plausch oder Fotos.

Am späten Nachmittag schaute ich kurz beim Soundcheck vorbei, der tadellos lief. Keine Fehler, schnell die Instrumente noch mal stimmen, Sound funzt – alles top – kann doch nichts mehr schief gehen. Dirk lief mir über den Weg und ich konfrontierte ihn mit meinen Empfindungen, dass er zu konzentriert nun auf der Bühne wirken würde ,seitdem er die Leadgitarre übernommen hatte. Mir fehlte die Bühnen-Aktion von der W-Tour im Frühjahr, wie ich schon in meinem letzten Bericht bemängelte. Allerdings muss ich dies nun revidieren, da Dirk sich, aus gesundheitlichen Gründen, kaum auf der Bühne bewegen kann und deswegen in dieser „angestrengten“ Pose verharrt. Das erklärt natürlich alles!

Die Halle füllt sich ab 18:00 Uhr mit ordentlich Fans. Es scheint, als könnte es besser werden wie zuletzt für mich in Hannover. Ich erblicke viele Weidner-Fans in den ersten Reihen, darunter auch einige bekannte Gesichter aus dem Mindfuck Forum. Zusammen bildeten wir einen guten Pulk direkt front of stage und vertrieben uns die Zeit bis zur ersten Vorband.

Black Stone Cherry gefiel mir auch dieses Mal nicht wirklich und die 30 Minuten zogen sich wieder wie Kaugummi.

Aber das Warten ist schnell vergessen, wenn die W-Crew auf der Bühne auftaucht und zügig das Equipment aufbaut. Monitorbox hier hin, Mikroständer dort – noch mal kurz die Gitarren gecheckt und ab dafür!

Überraschenderweise erblickten wir Ben Tewaag im Publikum und das sogar in der zweiten Reihe mitten im Getümmel. Auch er hatte Spaß beim Konzert und rockte ordentlich ab.

Das Intro beginnt und die Meute ist startklar. Spätestens bei den ersten Takten zu „W, 2,3“ spüre ich, dass es heute definitiv besser wird als die letzten Male. Endlich kommt von hinten Schub und es beginnt ein regelrechter Erste-Reihe-Kampf. Es ist eng, man bekommt Ellbogen in den Rücken und ein weiblicher Fan in der Nähe schreit sich die Kehle aus dem Leib. Mit schriller Stimme ertönt immer wieder „Stephaaaaaaan… Stephaaaaan“. Mehr konnte die Dame wohl nicht, denn die Liedtexte kannte sie anscheinend nicht. Der Großteil der ersten Reihe schien ziemlich genervt von ihr und hätte sie am liebsten der Halle verwiesen. So ein Geschreie, dass man nicht mal mehr die W-Musik hört, habe ich auch noch nicht erlebt.

Stephan hat in Hamburg sichtlich Spaß und erzählt dem Publikum, wie stolz er sei, vor Motörhead zu spielen, da die Jungs aus England für ihn immer Legenden waren. Dirk hält sich auch tapfer an der Gitarre und Henning wirkt gewohnt cool und lässig am Bass. Ich glaube, ihn bringt wirklich nichts aus der Ruhe.
Der Mindfuck Pulk gibt vorne alles, und ist dementsprechend sehr erschöpft, als Stephan um letzten Lied des Abends „Pass gut auf dich auf“ kommt. Das Konzert in Hamburg ging an diesem Abend leider viel zu schnell um.

Viele Fans versammelten sich nach Stephans 45 Minuten am W-Merchandise-Stand in der Hoffnung, dass Stephan dort heute auftauchen würde um Autogramme zu geben. Allerdings muss man dazu sagen, dass es nicht in jeder Halle machbar ist, den Künstler unbeschadet vom Backstage ins Foyer zu bekommen, ohne das er durch zig Menschenmassen muss. In Hamburg war dies einfach nicht möglich und die wartenden Fans waren doch ziemlich enttäuscht und traurig. Allerdings wurde dies auch im Blog auf Stephans Homepage angekündigt. Es klappt eben nicht immer, auch wenn der Wille da ist.

Nach der Show von Motörhead, die auch sehr gut beim Hamburger Publikum ankam, zog ein Bündel Menschen, darunter auch Stephan und Mikkey D (Schlagzeuger von Motörhead) noch auf den Kiez um die Nacht weiter zu feiern…das Ende eines grandiosen Tages in Hamburg.

3 Responses to “Der W supports Motörhead: Day Four – 05/12/09 Hamburg”

  1. Klee sagt:

    Sehr guter Bericht! War auch ein super Konzert. Super Stimmung, fand ich sogar besser als in Osna und ich dachte schon, dass das nicht mehr zu toppen sei.
    War auch schön mal ein paar andere Mindfucker kennen zu lernen 🙂

  2. blume sagt:

    Ja hat echt spass gebracht… stand direkt neben Ben kurz eins zwei Worte gewechselt und ihm zum Album gratuliert, kam sehr sympatisch rüber der Jung. So ein scheiß hab es mal wieder verpasst euch Mindfucker zu sehen das muss ich beim nächsten mal zwingend ändern.

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