Aschaffenburg, Colos Saal, Secret Show: 26.März 2009

Mai 9th, 2009 | By Sarah

 

Karlsruhe war der erste Streich und der zweite folgt sogleich..und zwar einen Tag später in Aschaffenburg.

Aschaffenburg liegt ca. 40km von Frankfurt am Main weg, gehört aber schon zu Bayern. Und was liegt knappe sieben Kilometer von Aschaffenburg? Genau, Hösbach. Der Geburtsort der Böhsen Onkelz. Pe, Kevin und Stephan haben einen Großteil ihrer Jugend in diesem beschaulichen Dorf verbracht und gründeten dort im Keller von Stephans Vater die „Böhsen Onkelz“. Da könnte man ja fast sentimental werden, wenn man heute an die Location in Aschaffenburg denkt.

Das Colos Saal ist ein Club + Café, der mitten in der Fußgängerzone der Stadt liegt. Kapazität? Maximal 300 Leute. Wirtz hatten dort schon gespielt und den Laden zum Toben gebracht, das konnte heute abend ja wirklich klasse werden. Viele Freunde und Bekannte wurden aus Frankfurt erwartet und es würde bestimmt eine nette Runde werden. 

Allerdings spielte das Wetter noch übler mit, als gestern in Karlsruhe. Wolkenbruch in Aschaffenburg!

Total durchnässt kam ich mit Wibbe (von Mindfuck Society) am Colos Saal nachmittags an und wir waren nicht die Einzigen. Gut ein Dutzend Fans hatte sich schon vor dem Club in der Fußgängerzone versammelt und nahmen die eisigen Temperaturen und die Nässe in Kauf. Zum Teil standen Fans in T-Shirts da und mir ist es eiskalt den Rücken hinunter gelaufen. Eine Erkältung konnte ich mir nämlich nicht leisten, da ich ja noch ein paar Konzerte vor mir hatte, deswegen war immer die Jacke oder der Pullover dabei. 

Vor der Einlasstür stand wie gesagt, eine gute Horde Fans. „Na so wird das aber nichts mit erster Reihe..“ schoss es mir wieder durch den Kopf. Ich verbreite da liebend gern eine gewisse Grundpanik vor dem Konzert in mir. Ich muss einfach immer die Sicherheit haben, dass ich beim Einlass schon relativ weit vorne stehe, da ich nicht der Typ bin, der sich nachher assi beim Konzert nach vorne durchboxt. Ich kann es einfach nicht! 

Da es auch noch noch in Strömen regnete, beschlossen wir uns im Café nieder zu lassen. Auf dem Weg ins Café kam man automatisch am Merchandisestand vorbei, wo ich noch einen kleinen Plausch mit Mike und Till hielt. Der Einlass sollte wieder eine halbe Stunde früher sein, also um 18:30Uhr.

Im Café bestellten wir uns erst mal einen Tee, um uns aufzuwärmen. Uns kam die Idee ,einfach bis 18:30Uhr im Café zu sitzen und sich dann heimlich zum Merchandisestand durch zu schlagen um somit die Einlasskontrolle zu umgehen..vielleicht wäre dann doch noch die erste Reihe drin? Der Plan gefiel uns sehr, doch wir waren nicht die einzigen Fans im Café, die diese Idee hatten. Da wir noch mal einen Security fragten, wo denn definitiv der Kartenabriss passieren würde, meinte dieser zu uns: „Schon hier drin, aber ihr müsst dann eh noch mal raus und euch anstellen.“

„Pah, ich stell mich doch nicht ans Ende der Schlange an..“ schoss es mir durch den Kopf und überhörte die Bitte des Security einfach. Wir schenkten ihm zwei drei nette Blicke, dass er das doch nicht mit uns machen könnte. Es würde doch regnen draußen und überhaupt, wollten wir doch in die Erste Reihe. „Mir egal..ich hab euch aber dann nicht gesehen..“ murrte er und somit hatten wir den Freifahrtschein gewonnen.

Pünktlich um 18:30Uhr ging der Einlass los draussen und wir schoben uns einfach dezent dazwischen und waren als dritte und vierte Person im Konzertraum. Die erste Reihe war somit kein Problem und wir platzierten uns wieder direkt vor dem Weidner’schen Mikrofonständer. 

Heute war es schon etwas besonderes. Das Colos Saal so klein, und auch ich kannte bestimmt die Hälfte des Ladens. Viele bekannte Frankfurter Gesichter waren da, die man irgendwie mit der Onkelz-Historie verband. Auge, Daniel Wirtz, Tex Weidner und und und..trafen sich hier um Stephan zu sehen. Auch Kevin war unter den Gästen, den Stephan später noch persönlich übers Mikro begrüßte. 

Gedränge gab es in Aschaffenburg auch nicht wirklich. Der Großteil, wie gesagt Freunde und Bekannte von Stephan, die sich das Spektakel von der Theke aus ansahen. Skew Siskin lieferte für mich eine deutlich bessere Show ab, als in Karlsruhe am Tag zu vor, dass Publikum war auch viel offener gegenüber der Musik aus Berlin. Nina hat es ordentlich Spaß gemacht und es wurde auch das erste Mal für Skew Siskin gefilmt. Eine Freundin von Nina lief immer mal durch den Graben um die Atmosphäre auf der Bühne und in den ersten Reihen einzufangen. Nina nahm auch einmal selbst die Digicam in die Hand und filmte das Publikum.
 Es dauerte nicht lange und Die W-Band stand in den Startlöchern. Die Bühne deutlich kleiner als im Crystal Sound. Somit war der Lorbeerkranz aus Stacheldraht dieses Mal gar nicht aufgebaut. Henning stand fast Dirk schon auf den Füßen oder hätte sich zu J.C. auf die Drumbase setzen können, so eng war es.

Dem W gefiel Aschaffenburg und das Colos Saal mochte den W. Die Stimmung war deutlich besser als in Karlsruhe und das Publikum ging grandios ab, soweit es die kleine Location eben zu ließ. 

Stephans Freundin Heidi, machte ein paar Fotos vom Bühnengraben und Stephan wandte sich mehrmals an seine Freunde in der Menge.  Es gab die ersten „Stephan Weidner“ Chöre zu hören und er war sichtlich ergriffen, so nah an der Onkelzgeburtsstätte jetzt sein Solo-Debüt zu geben. 

Nina rockte bei „Bitte töte mich“ wieder mit und die zwei lieferten sich wieder einen heißen Kampf auf der Bühne. „Gewinnen kann jeder“ kam super gut im Publikum an, da doch viele Eintracht-Fans aus Frankfurt vertreten waren und endlich mal der Pogo abgehen konnte. Die Lieder vom Album sind ja eher verhältnismäßig ruhig, da sticht die Nordend Antistars Hymne schon deutlich hervor, wenn es um Ekstase geht. Auf der Abgeh-Skala eine Glatte 9,5. 

Stephan hatte auch klamottentechnisch dieses Mal vorgesorgt und trug eine Lederhose, die wohl nicht so schnell reissen konnte bzw. Knöpfe am Hosenlatz hatte. Haha.

Bei „Pass gut auf euch auf“ tobte der Saal und Stephan sprang wirklich wie ein Irrer auf der Bühne rum. Er rockte die Bühne in Grund und Boden und ich dachte mir mehrmals :“ Auweia..überlebt sein Knie das?“ – Wie einige von euch wissen, hatte Stephan letztes Jahr eine Operation am Knie und Bühnensport hat der Arzt bestimmt nicht in diesem hohen Maße erlaubt, wie er es wieder betrieb.

Aber er lächelte.

Er war sichtlich beflügelt über sein erstes Heimspiel und blickte stolz in die Menge. Dann kam er noch an den Bühnenrand und gab mir  die Hand um sich sozusagen zu bedanken. Für was auch immer, ich mach das ja gerne. 🙂 Dann klatschte er noch weitere Hände kurz ab und verzog sich erstmal ins Backstage mit der Band.

Der Laden wollte nicht so richtig leer werden. Es herrschte eine große gesellige Runde. Jeder quatschte mit jedem, Kevin war im Pulk gab wohl Autogramme und posierte für Fotos, wie ich mitbekam und auch Daniel Wirtz wurde von einigen Fans beschlagnahmt. Auch Stephan mischte sich noch mal unter das Volk und hielt Smalltalk, lächelte in diverse Kameras und war im Allgemeinen sehr entspannt. Ich glaube, irgendwann hat er mit Heidi das Colos Saal verlassen.

Wir sind dann auch relativ schnell nach Hause wieder gefahren, da für uns am nächsten Tag die Abfahrt nach Leipzig anstand. Die eigentliche Tour des W sollte morgen beginnen. Die größeren Hallen warteten schon auf uns.

Der W \“Pass gut auf euch auf\“ Aschaffenburg

7 Responses to “Aschaffenburg, Colos Saal, Secret Show: 26.März 2009”

  1. freddy sagt:

    cooler bericht 🙂

  2. sany sagt:

    hey du schreibst das so genial ,man denkt echt man wäre dabei gewesen…dankeschön

  3. Die W-90 sagt:

    toller bericht.
    Wär auch gern dabei gewesen.

  4. derKai sagt:

    genauso war´s 😉

  5. Moni sagt:

    Jab, genauso war’s 🙂
    Ach zugern erinnere ich mich an mein erstes Konzert vom Stephan…
    Ein geiler Abend, geiler Bericht…weiter so Sarah!

  6. handballer83 sagt:

    Schön wars zum Auftakt 🙂

  7. Wibbe sagt:

    So bleiben die Erinnerungen an die Konzerte definitiv erhalten 🙂

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