Mannheim, Maimarktclub – 11.04.2009

April 11th, 2009 | By Sarah

Maimarktclub, Mannheim. Das war der nächste Stop auf der großen Weidner-Tour und Mannheim war mir ein altbekanntes Onkelzpflaster.

2004 war ich schon hier auf dem Maimarktgelände, da spielten die Onkelz allerdings in der großen Maimarkthalle. Stephan begnügte sich heute mit dem kleinen Club daneben, aber das sollte auch gut werden, denn ich sah Peter Fox schon in dieser Location und die Stimmung in der Halle war immer sehr gut.

Ich war gegen Mittag mit Meli, Michaela, Wibbe sowie Thomas und Kristina an der Halle. Es war nicht viel los, ein kleiner Haufen junger Fans hatte sich verirrt und saßen schweigend mit ihrem Ghettoblaster vor einem der Eingänge. Bier hatten sie logischerweise auch dabei, auch wenn sie mir nicht älter wie 14 Jahre erschienen.

Die Sonne schien wunderbar und wir nutzten die Warterei um uns zu bräunen. Es gibt doch nicht schöneres als ruhig in der Sonne zu liegen, bevor das Spektakel losgehen würde. Die so genannte Ruhe vor dem Sturm schien das wohl zu sein.

Ein Manko auf dem Maimarktgelände ist, dass keine öffentlichen Toiletten vorhanden sind. Also gibt es nur zwei Möglichkeiten; A) Man trinkt nichts und geht das Risiko ein vor lauter Flüssigkeitsmangel umzukippen oder B) Man pinkelt in der Öffentlichkeit oder in die Hose.

Bei letzterem würde es teilweise schwierig werden, da auch keine Büsche vorhanden sind und es sich mit nasser Hose sich sicherlich auch nicht gut stehen lässt in der ersten Reihe. Von dem Gestank mal abgesehen. Eine weitere Alternative wäre noch mit dem Auto ins gut fünf Kilometer entfernte Stadtzentrum zu fahren um eine Toilette aufzusuchen. Dieses Privileg hatten allerdings nur die Leute, die mit einem Auto angereist waren – Pech für die jugendlichen Fans, die ihre Blase ordentlich mit Bier gefüllt hatten und nun auf die Toilette mussten.

Das hätten sie sich vorher überlegen sollen. Einige von ihnen kamen in den Zwiespalt. Eine Toilette suchen gehen oder doch lieber seinen Stammplatz am Einlassgitter verteidigen? Schwierige Entscheidung, doch dieses Mal Gott sei Dank nicht meine. Ich hatte das Glück, dass einer von unserer Mindfuck-Gruppe die Fertig-Häuser-Ausstellung in der Nähe der Halle entdeckt hatte. Ein kleines Fertig-Häuser-Dorf lud am Wochenende zur Schau ein und interessierte Immobilienkäufer machten sich ein Bild von möglichen Eigenheimen. Wir mischten uns unter die Besucher und fielen kaum auf. Manchmal ist es gut kein Band-Merchandise zu tragen. Glücklicherweise gab es für die Besucher eine saubere Toilette die wir dankend in Anspruch nahmen und das nicht mal fünf Minuten von den Einlassgittern der Maimarkthalle weg.

Gegen 18:00 Uhr machte sich wieder die allgemeine Einlass-Hysterie breit. Menschen drängelten sich mit oder ohne Bier in der Hand um die besten Plätze an der Schleuse und die Männer von IH-Security inspizierten skeptisch die anwesenden Fans. „Damit das klar ist. Keiner rennt hier in die Halle! Wenn ich hier einen rennen sehe..ist das klar? Ihr seid doch keine Idioten!“ machte einer der Securities eine Ansage, die gesessen hatte. Doch die Wirkung blieb nur ein guter Vorsatz, denn sobald der Einlass eröffnet wurde, konnten sich die ersten Fans schon nicht mehr an die Worte von IH erinnern. „Hey, was hab ich gesagt?! Nicht rennen!“ schnauzte der Security und guckte damit sogar in meine Richtung. „Ich bin ja gar nicht gerannt, das waren schnelle Schritte!“ motzte ich und sah zu, das ich in die Halle kam. Aus den Augen der Security machte sowieso wieder jeder was er wollte und die Meute flitzte in den Maimarktclub, um sich einen guten Platz in den ersten Reihen zu sichern.

Das Konzert an sich lief wie immer gut und es gab meines Erachtens keine besonderen Ausfälle. Pro Pain zockte ihren Support-Slot runter und machten für 3/4 der Halle einen guten Job. Ich kann mich bis heute nur sehr schwer mit ihrer Musik anfreunden und finde vielleicht ein bis zwei Lieder gut. Allerdings sind Gary und seine Jungs ziemlich cool unterwegs und es macht immer wieder Spaß mit den Amis ein Bierchen zu heben. Stephan und seine Bande brachten Mannheim zum Beben und für mich reiht sich das Konzert auf jeden Fall unter die Favoriten ein.

Nach der Show verbrachten wir noch eine Zeit lang mit den Backlinern Marco, Rossi und Jochen vor dem Crew-Bus und leerten die ein oder andere Flasche Bier, bevor wir uns auf den Heimweg machten, denn am nächsten Tag stand das Konzert in Saarbrücken an und wir wollten frisch und ausgeruht in eine neue W-Runde gehen.

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